Studiengang Biophysik

 

Die Untersuchung biologischer Prozesse erfordert zunehmend den Einsatz physikalischen Wissens und physikalischer Methoden; durch physikalische Stra­tegien und Ansätze werden umfassende Einblicke in komplexe biologische Vor­gänge möglich.

Derzeit werden weltweit verstärkt Initiativen zur Ausbildung von quali­fizierten Wissenschaftlern ergriffen, die sich an der Grenze zwischen Biologie und Physik bewegen. Die Universität des Saarlandes übernimmt mit ihrem Studiengang und der engen Verknüpfung von Physik und Lebens­wissenschaften hier eine Vorreiterrolle.

Biophysik an der UdS kombiniert ein Physikstudium mit dem Erwerb biologischen Grundwissens, worauf die Absolventen leicht Spezialwissen aufbauen können. Im sechssemestrigen Bachelor-Studiengang Biophysik mit dem Abschluss "Bachelor of Science (B.Sc.)" sollen frühzeitig diejenigen Methoden und Fertigkeiten vermittelt werden, die den heutigen Standard in der Biophysik bilden.

Das Studium befähigt die Studierenden - aufbauend auf mathematisch-natur­wissenschaftlichen Grundlagen - zur Lösung technischer und naturwissen­schaftlicher Problemstellungen insbesondere an der Grenze zwischen Physik und Biologie. Dar­über hinaus werden die Studierenden in die Lage versetzt, komplexe Fragestellungen mit modernen mathematischen, computergestützten und experimentellen Methoden zu bearbeiten. Es handelt sich um einen Studiengang, für den  Begeisterungsfähigkeit für physikalische Arbeitsweise eine Notwendigkeit ist. Der Studiengang unterscheidet sich damit ganz wesentlich von einem Studium der Biologie oder Biochemie. Er ist nicht geeignet, einen nicht erhaltenen Studienplatz in diesen Fächern zu ersetzen. Aufgrund seiner Interdisziplinarität stellt der Studiengang hohe Anforderungen an die Studierenden.

Biophysiker haben aufgrund ihrer breiten und grundlegenden Ausbildung sehr gute Berufschancen, z.B. in der Medizintechnik und Biotechnik sowie in akademischen Forschungsinstitutionen. In diesen Bereichen herrscht ein großer Bedarf an hoch­qualifizierten und breit ausgebildeten Wissenschaftlern.