Zur Person

Prof. Dr. Jeanne Bem

Geboren am 16.02.1942 in Prag.

Forschungsschwerpunkte

moderne französische Literatur, Komparatistik, Gustave Flaubert

Lebenslauf

1959 Baccalauréat Philosophie, Lycée Fénelon, Paris

1959-1960 Classe préparatoire, Lycée français de Londres

1960-1965 Studium der französischen Sprache und Literatur (Lettres Modernes) an der Sorbonne

1965 Agrégation de Lettres Modernes

1973 Doctorat de 3e cycle Sorbonne (Paris IV)

1977 Doctorat d’État (Habilitation) Sorbonne (Paris IV)

1967-68 Lehrkraft an der Sorbonne und an der Universität Nanterre (Paris)

1968-1969 Assistant Professor, Lakehead University, Ontario, Kanada

1969-1980 Assistentin und anschließend Dozentin an der Sorbonne (Université de Paris IV)

1980-1983 Universitätsprofessorin für französische Literatur an der Universität Orléans. Gastprofessorin an der Universität Paris IV

1983-1999 Universitätsprofessorin für französische Literatur an der Universität Mulhouse und teilweise an der Universität Strasbourg II

1990-1999 Gastprofessorin an der Universität Freiburg (Frankreich-Zentrum)

1999-2007 Professorin, Lehrstuhl „Französische Literatur im europäischen Kontext“, Romanistik, Universität des Saarlandes

 

 

Mitglied des Forschungszentrums Institut des Textes et Manuscrits Modernes (ITEM), CNRS, Paris.

Mitglied im Verband „Lire en pays autunois“ und der „Université pour tous de Bourgogne“, Autun (Saône-et-Loire).

Wohnhaft in Frankreich.

Auszeichnungen

Erhielt 1979 den Pierre-Brisson-Preis für die Habilitationsschrift Désir et savoir dans l’œuvre de Flaubert und 1991 den Titel „Chevalier dans l’ordre des Palmes Académiques“.

Aktuelles Arbeitsgebiet

Mein Forschungsschwerpunkt liegt aktuell im Bereich der Visualität im Roman des 19. Jahrhunderts. Am Beispiel der Werke Gustave Flauberts analysiere ich, in welcher Weise Bilder innerhalb des schriftlichen Textes evoziert werden. Hierbei ist es zentral, Flaubert im historischen Kontext der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu sehen, eine Zeit, die von technologischen Errungenschaften und der Erfindung neuer optischer Dispositive gekennzeichnet ist, die die Darstellung der Wirklichkeit destabilisieren. Flauberts Ästhetik kann insofern mit der des Fotografen Gustave Le Gray und dessen Kreis verglichen werden, der in den Jahren um 1850 Kunstfotografie praktiziert. Nur wenig später, im Jahr 1864, entwickelt Émile Zola seine „théorie des écrans“. Im Flaubertschen Roman finden sich visuelle Momente, die nicht nur das kinematographische bewegte Bild vorwegnehmen, sondern auch die visuellen Künste im 20. Jahrhundert und der heutigen Zeit. Erste Ergebnisse dieses aktuellen Forschungsprojekts habe ich am 5.11.2011 in meinem Vortrag „Image-mouvement, arrêt sur image: Flaubert et les nuages“ im Rahmen des „Séminaire Flaubert“ am Institut des textes et manuscrits modernes (ITEM) in Paris vorgestellt:

http://www.item.ens.fr/index.php?id=577738