Neuland betreten – Forschung an der Saar-Uni

Informatiker ermöglichen fünfte Dimension für Videos

Die sogenannte Lichtfeldfotografie fasziniert mit ihrer nahezu unendlichen Tiefenschärfe. Sie bietet die Möglichkeit, den Schärfebereich des gewählten Bildausschnittes noch nach der Aufnahme zu verändern und dreidimensionale Aufnahmen zu produzieren. Bei Videos kommt Lichtfeldfotografie bisher nur vereinzelt zum Einsatz, auch weil die dafür notwendigen Kamerasysteme nur an wenigen Standorten existieren – die Universität des Saarlandes ist seit Kurzem einer davon. Aufnahmen und Details ihres selbstentwickelten Systems präsentierten die Forscher erstmals auf der Computermesse Cebit. [mehr...]

Saarbrücker Forscher entwickeln intelligenten Vakuum-Greifer

Kurze Stromimpulse genügen, um blitzschnell ein kraftvolles Vakuum zu erzeugen und wieder zu lösen: Der neuartige Sauggreifer, den das Team um Stefan Seelecke entwickelt hat, lässt Roboterarme Gegenstände sicher festhalten und frei im Raum bewegen – ohne Druckluft, stromsparend, leise und reinraumtauglich. [mehr...]

Hannover Messe: Wirtschaftsinformatiker optimieren Kartoffelproduktion

Damit Kartoffelbauern Ernte wie Erträge verbessern und Lebensmittelproduzenten mit Durchblick planen können, helfen jetzt Wirtschaftsinformatiker der Saar-Uni mit. Sie optimieren die Kartoffelproduktion von der Ernte bis zu den fertigen Chips. Das Team von Wolfgang Maaß sorgt für Transparenz rund um die Knolle und lässt dafür auch eine schmerzempfindliche künstliche Knolle miternten. [mehr...]

Hannover Messe: Mitdenkende Räder sorgen für Schub

Räder, die ohne zusätzliche Sensoren selbst wissen, wann sie für wie viel Anschub sorgen müssen und dabei im Team gefühlvoll zusammenarbeiten: Diese neue Technik zeigen Matthias Nienhaus und sein Team auf der Hannover Messe. Sie kann überall zum Einsatz kommen, wo Unterstützung gefragt ist beim Ziehen, Schieben oder Fahren, also vom Rollator und Rollstuhl über die Sack- oder Schubkarre bis zum Einkaufswagen. "Wir machen den Motor selbst zum Sensor und entwickeln damit eine neue Sensorkategorie", so Nienhaus. [mehr...]

Nature-Artikel: Forschergruppe entwickelt Maser, der bei Raumtemperatur funktioniert

Die Raumsonde Voyager 2 hat sich um 17 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und sendet weiterhin Signale an die Bodenstation. Möglich macht dies die Maser-Technologie, die ähnlich dem Laser kohärente Wellen erzeugt und damit schwache Signale rauschfrei verstärkt. Für die Kommunikation auf der Erde wird diese Technologie bisher nur selten verwendet, weil sie nur bei tiefen Temperaturen funktioniert. Ein Forscherteam am London Centre for Nanotechnology und der Saar-Uni hat jetzt einen Maser entwickelt, der auch bei Raumtemperaturen eingesetzt werden kann. [mehr...]

Materialforscher und Informatiker entwickeln gemeinsam ein Verfahren zur Qualitätskontrolle von Stahl

In Autos, Windrädern und Brücken wird viel Stahl verbaut, etwa 5.000 Stahlsorten sind auf dem Markt. Doch wie können Hersteller bei einem spezifischen Stahl garantieren, dass er immer dieselbe hohe Qualität aufweist? Mit Hilfe von maschinellen Lernverfahren haben Saarbrücker Informatiker und Material­forscher nun eine Methode entwickelt, die viel genauer und objektiver ist als herkömmliche Qualitätskontrollen. Ihre Ergebnisse wurden in den Scientific Reports des Fachmagazins Nature veröffentlicht. [mehr...]

Medizinerin will mit Sport den Blutdruck senken

Bluthochdruck ist weit verbreitet in der Bevölkerung. Melissa Wegmann, Doktorandin am Institut für Sport- und Präventivmedizin von Tim Meyer, hat in einer Teilstudie ihrer Doktorarbeit nun herausgefunden, dass ein akut niedrigerer Blutdruck nach einer kurzzeitigen Belastung auf dem Laufband ein praktikabler Indikator dafür ist, dass der Blutdruck auch dauerhaft sinken kann, wenn der Patient ein Ausdauerlauftraining absolviert. [mehr...]

Neuartiges Sensorsystem soll die Qualität von getanktem Wasserstoff sicherstellen

Probleme beim Tanken sollen das umweltfreundliche Wasserstoff-Auto nicht ausbremsen: Mit einem neuartigen Sensorsystem wollen Andreas Schütze und sein Forscherteam die Qualität und Reinheit des getankten Wasserstoffs sicherstellen. Bei Herstellung, Transport oder Lagerung kann dieser verunreinigt werden. Dann produziert die Brennstoffzelle weniger Strom, und das senkt Leistung und Reichweite des Wagens. Im schlimmsten Fall bleibt das Fahrzeug liegen und es drohen dauerhafte Schäden. [mehr...]

ERC Consolidator Grant für 3D-Rekonstruktion echter Szenen

Um reale Szenen in virtuelle dreidimensionale Welten zu übertragen, wird heute ein hoher Aufwand betrieben. Informatik-Professor Christian Theobalt will dies vereinfachen und stark beschleunigen. Mit Hilfe von nur einer Kamera sollen sich Computer künftig selbständig Rechenverfahren erarbeiten und diese laufend optimieren. So können Szenen realitätsgetreu erfasst werden. Dafür erhielt Theobalt jetzt den mit zwei Millionen Euro dotierten ERC Consolidator Grant des Forschungsrats der Europäischen Union. [mehr...]

Physiker beschleunigen das Rechnen mit Quantenprozessoren

Google hat einen Quantenprozessor angekündigt, der mit 50 Qubits rechnen können soll. Das Problem: Die Qubits dieser Prozessoren liegen wie auf einer Perlenschnur aufgereiht nebeneinander. Das macht das Rechnen langsam, da Rechenoperationen zwischen zwei Qubits nur dann funktionieren, wenn sie direkt nebeneinander liegen. Physiker um den Saarbrücker Professor für Quanten- und Festkörpertheorie, Frank Wilhelm-Mauch, haben nun ein Verfahren beschrieben, das diese Rechenoperationen enorm beschleunigen kann. [mehr...]

Protein IMP2 als prognostischer Marker für Gallenblasenkrebs

Patienten mit Gallenblasenkrebs haben lange Zeit wenig bis keine Beschwerden. Daher wird dieser Tumor meist spät erkannt – nicht selten zu spät für eine Therapie. Die Pharmazeutin Sonja Keßler aus der Arbeitsgruppe von Professor Alexandra Kiemer hat zusammen mit Pathologen der Universität Magdeburg einen neuen Weg gefunden, der zu einer früheren Diagnose und zu einer verbesserten Therapie der Krankheit führen kann. [mehr...]

"Nano-Mais" transportiert Arzneimittel

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das der Pharmazeut Marc Schneider und sein Team entwickelt haben, kann inhaliert werden. Die Fresszellen der körpereigenen Abwehr fressen dann den "Nano-Mais", und der darin transportierte Wirkstoff wird durch ihre Verdauungsprozesse freigesetzt. [mehr...]

50.000 Euro für Forschung gegen Diskriminierung und Vorurteile

Europäische Integration, Antidiskriminierung, Menschenrechte und Vielfalt: Mit diesen Themen werden sich Thomas Giegerich und sein Team künftig verstärkt befassen. Die Europäische Union hat dem Europarechtler einen zweiten Jean-Monnet-Lehrstuhl zuerkannt. Der Lehrstuhl ist mit 50.000 Euro für drei Jahre dotiert. Die EU-Kommission hatte Giegerich bereits 2013 einen Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europarecht und Europäische Integration verliehen. [mehr...]

SFB-Teilprojekt erforscht Wissenschaftssprache

Für Historiker ist es mühsamer Alltag: Am Anfang jeder Arbeit steht das Quellenstudium. Wochen- und monatelange Recherche in Bibliotheken und Archiven und aufwendige Reisen machen die Geschichtswissenschaft zu einem langwierigen Prozess. Sprachwissenschaftler wie Katrin Menzel könnten hier Abhilfe schaffen. Sie forschen an einer Methode, mit der digitalisierte historische Texte schnell durchsucht werden können. Ihr Forschungsobjekt sind die "Philosophical Transactions", die älteste Wissenschaftszeitschrift der Welt. [mehr...]

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