Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (WISNA)

In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland umfassende Reforminitiativen zu den Qualifizierungs- und Karrierewegen des wissenschaftlichen Nachwuchses unternommen. Hierunter fällt auch das im Jahr 2016 von Bund und Ländern beschlossene „Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses” (kurz: WISNA-Programm).

Der Bund stellt darin eine Milliarde Euro bereit, um eintausend zusätzliche Professuren mit Tenure-Track an Universitäten (und ihnen gleichgestellten Hochschulen) einzurichten. Die neu geschaffenen Professuren richten sich an Nachwuchswissenschaftler/innen in einer frühen Karrierephase: Der Tenure-Track bietet gerade für sie einen planbaren und transparenten Weg zur unbefristeten Professur und eine im Schnitt frühzeitigere Entscheidung über den Verbleib im Wissenschaftsbetrieb. Komplementär sollen dem wissenschaftlichen Nachwuchs verstärkt auch Karrierewege jenseits der Professur aufgezeigt werden. Das Programm will einer flächendeckenden Etablierung des Tenure-Track-Modells bei der Besetzung von Professuren sowie einem hierdurch bedingten Kulturwandel an den Hochschulen Vorschub leisten. 

Aktuelle Informationen zum Programm, insbesondere die Ausschreibungen hierbei neu geschaffener Professuren, finden sich auf dem Fachportal des Tenure-Track-Programmes.

 

Die Universität des Saarlandes (UdS) war mit ihrem Förderantrag als eine von bundesweit 34 Hochschulen in der ersten Bewilligungsrunde des Programms erfolgreich. Es werden insgesamt sechs Tenure-Track-Professuren gefördert, verteilt auf fast alle Fakultäten.

Die UdS entspricht der vom Programm geförderten Strukturentwicklung schon seit langem. Bereits 2001 wurde die Juniorprofessur eingerichtet, um jungen Nachwuchswissenschaftler/inne/n einen frühzeitigen, absehbaren und durchschaubaren Qualifikations- und Karriereweg zur Lebenszeitprofessur zu schaffen. Juniorprofessuren (mit oder ohne Tenure-Track) sind in allen Fakultäten der UdS etabliert. Zur Gewährleistung von Transparenz bei ihrer Besetzung sowie der späteren Leistungsevaluation der Stelleninhaber/innen wurde 2017 auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen mit diesem Qualifikationsweg eine verbindliche Rahmenordnung erlassen. Aktuell wird ein Weiterbildungsprogramm speziell für Juniorprofessor/inn/en entwickelt, das die Qualifizierung zur Übernahme einer Lebenszeitprofessur zielgruppengerecht unterstützen soll.

Die UdS hat gleichermaßen frühzeitig erkannt, dass Nachwuchswissenschaftler/innen zunehmend auch Berufswege jenseits der Professur in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft anstreben. Für sie wurde das Verfahren des sogenannten Führungskräfte-Tracks (FKT) eingerichtet: In Anlehnung an den Tenure-Track führt eine befristete Qualifizierungs- und Bewährungsphase im Erfolgsfall zu einer verantwortungsvollen Dauerstelle in Forschung, Lehre und Selbstverwaltung an der UdS oder bei Kooperationspartnern außerhalb der Universität.

 

WISNA-Koordinationsstelle:

Gregor Faltl

+49 681 302 2599

wisna(at)uni-saarland.de

Die UdS steht interinstitutionellem Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit, gerade hinsichtlich guter Praxis in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, aufgeschlossen gegenüber.

 

Bund-Länder-Programm
zur Förderung des
wissenschaftlichen
Nachwuchses (WISNA):


www.bmbf.de/tenuretrack