Diversity@UdS Panel am 17.05.2021

Die Stabsstelle Chancengleichheit und Diversitätsmanagement lädt am 17.05.2021 von 18:00 bis 20:00 Uhr zum ersten Diversity@UdS Panel über Microsoft Teams ein. 

Verschiedene Diversitätsdimensionen sind fester Bestandteil des Studien- und Arbeitsalltags an unserer Universität. Bei dieser virtuellen Podiumsdiskussion bringen wir acht Teilnehmer*innen zusammen, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen rund um die Themen Diversität und Intersektionalität an der Universität des Saarlandes teilen und  sich produktiv über Möglichkeiten zur Schaffung eines inklusiveren Universitätsalltags austauschen möchten.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden und Beschäftigten der UdS sowie an alle weiteren Interessierten. Anregungen und Fragen an die Diskussionsteilnehmer*innen können im Vorfeld der Veranstaltung über das Anmeldeformular oder per E-mail an diversity(at)uni-saarland.de eingereicht werden. 

Event-Koordinator*innen: Dhara Sheth, Ronja Frank

 

Unsere Diskussionsteilnehmer*innen

Latifa Artebas (sie/ihr)

"Vielfalt bedeutet für mich ein Reichtum an vielen verschiedenen Identitäten in einem Raum, dessen friedliche Aufrechterhaltung durch ein Aufeinander Zukommen von jedem Teilnehmer gefördert werden sollte."

Latifa Artebas hat algerische Wurzeln und ist in Deutschland aufgewachsen. Sie studiert französische Kulturwissenschaften, interkulturelle Kommunikation und BWL an der Universität des Saarlandes. Durch ihren Beruf als Werkstudentin in einem Unternehmensberatungsbüro, das u.a. zwischen Afrika und Deutschland handelt, kommt sie im alltäglichen Leben mit Vielfalt in Berührung. Außerdem engagiert sie sich in mehreren Projekten des Vereins AISA ONG Internationale, dessen Leitmotiv ist zu zeigen, dass die wesentlichen Werte des spirituellen Islams dazu beitragen, eine gerechtere und humanere Welt zu schaffen. Sie setzt sich so für einen interkulturellen und interreligiösen Dialog ein. 

 

Estelle Klein (sie/ihr)

"Diversity bedeutet für mich offene Begegnungen, Chancen und Bereicherung."

Leitet seit 2021 die Stabsstelle Chancengleichheit und Diversitätsmanagement der Universität des Saarlandes. Die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin hat die deutsche und französische Staatsbürgerschaft. Eine polnische Großmutter, ein kroatischer und ein spanischer Onkel prägen ihr weltoffenes Verständnis von Miteinander.

 

Lisa Raber

"Diversität bedeutet für mich die Akzeptanz von Unterschieden als normalen Teil des Lebens. Es gibt keinen Grund warum man aufgrund dieser Unterschiede ungerecht behandelt werden sollte."

Mein Name ist Lisa und ich bin im Saarland geboren und aufgewachsen. Da ich im Dreiländereck Saar-Lor-Lux aufgewachsen bin, bin ich überzeugte Europäerin. Nach dem Abitur bin ich nach Frankfurt am Main gezogen um Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Mit dem Abschluss in der Tasche zog es mich wieder in die Heimat. In Saarbrücken begann ich Bioinformatik im Bachelor zu studieren. Seit meiner Jugend bin ich depressiv und habe meinen Weg mit der Krankheit gefunden. Ich bin weltoffen und überzeugt von grenzübergreifendem Zusammenhalt. Außerhalb meines Studiums bin ich in der Fachschaft Informatik aktiv und gebe Tanzstunden in einem örtlichen Sportverein.

 

Aurore Reck (sie/ihr)

"Im Sinne von Bhaba, sehe auch ich das Konzept von „Diversität“ als Kampfbegriff und Worthülse zunächst als schwierig an, sehe in dem Begriff aber eine gesellschaftliche Zielsetzung, die in einem dynamischen Prozess weiter mit Sinn gefüllt werden kann."

Aurore Reck begleitet als Qualitätsmanagerin den Prozess der Systemakkreditierung an der Universität des Saarlandes und engagiert sich dort auch in der „AG Antirassismus“ der Universität. Daneben schreibt die auf Madagaskar geborene und in Deutschland aufgewachsene Kulturwissenschaftlerin an ihrem Dissertationsprojekt zu Integrationskonzepten in Europa, die sie kulturhistorisch betrachtet. Ihre vorherigen beruflichen Erfahrungen im außereuropäischen Kontext (Länder in Zentral- und Westafrika) haben ihr Interesse für die Relationen zwischen Europa und dem globalen Süden verstärkt. 

 

Lukas Redemann (er/sein)

"Vielfalt bedeutet für mich die Freiheit und das Recht, so zu sein, wie mensch ist."

Lukas Redemann ist Student im trinationalen Master "Border Studies" an den Universitäten des Saarlandes, Luxemburg, Lorraine und der TU Kaiserslautern. Er ist studentischer Senator, Vorsitzender des Studierendenparlaments und Mitglied in zahlreichen weiteren Gremien und Ausschüssen der UdS. Nach zahlreichen Auslandsaufenthalten (Kanada, Indien, Senegal) und einem Bachelor in Frz. Kulturwissenschaft und Interkultureller Kommunikation setzt er sich für mehr Teilhabe internationaler Studierender in der Hochschulpolitik, eine diversere Hochschullandschaft und bessere Studienbedingungen ein.

 

Emily Lailah Strauß (sie/ihr) (ähs/em)

"Vielfalt bedeutet für mich, dass alle dieselben Möglichkeiten zu leben haben und auf ihre individuellen Bedürfnisse Rücksicht genommen wird."

Ich heiße Emily Lailah Strauß, studiere HoK (mit Schwerpunkt Theologie) und Gender Studies, bin 23 Jahre alt und bin seit einem Jahr als trans* Frau geoutet und habe durch meinen Herkunft aus der Unterschicht Intersektionalität selbst erfahren.

 

Quentin Tsangue

"Vielfalt bedeutet für mich die Garantie eines nachhaltigen und friedlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft."

Mein Name ist Quentin Tsangue aus Kamerun, ich studiere  Interkulturelle Kommunikation im Master und bin im Verein  afrikanischer Studierenden im Saarland so wie bei der Rosa Luxemburg  Stiftung Saarland  engagiert und befasse mich dort mit Themen rund um  politische Bildung und Gesellschaftsanalyse aus afrikanischer Perspektive.

 

Irini Tselios (sie/ihr)

"Für mich bedeutet diversity Toleranz und Akzeptanz für jede Person!"

Studienfach: Historisch Orientierte Kulturwissenschaften Neuere und Neueste Geschichte, Wirtschafts- & Sozialgeschichte, Kunstgeschichte, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Semesterzahl: 8
Seit Juli 2019 bin ich Referentin im AStA der Uni des Saarlandes, seit Dezember 2020 eine von zwei Vorsitzenden. Als bi-nationale Person, die zwei „Heimaten“ hat und in zwei Kulturen aufgewachsen ist, waren mir Themen wie Inklusion, Toleranz und Akzeptanz schon immer besonders wichtig. Seitdem ich mich an der Uni engagiere hat sich das enorm verstärkt und erweitert. Themen wie Gender oder psychische und physische Einschränkung begegnen uns bei unserer Arbeit im AStA regelmäßig. Mein persönliches Ziel ist es jeder Person offen und tolerant gegenüber zu treten! Sowie unabhängig von jeglichen Vorurteilen zu Religion, Herkunft oder Auftreten zu sein.

 

Unsere Moderator*innen

Lina Dacharry (sie/ihr)

"Diversity muss gelebt werden! Es ist für mich die Anerkennung der Gesamtheit des allumfassenden menschlichen Daseins, in allen Facetten und Varianten!"

Lina Dacharry hat französische, deutsche sowie kolumbianische Wurzeln und studiert französische Kulturwissenschaften und Interkulturelle Kommunikation an der Universität des Saarlandes. Seit 2015 arbeitet sie im International Office der Universität. Dort kümmert sie sich um eine bessere Integration internationaler Studierender. Darüber hinaus engagiert sie sich in Projekten wie z.B. dem Housing Office, das umfassende Unterstützung bei der Suche nach einer Unterkunft für neu ankommende internationale Studierende anbietet. Für ihr soziales Engagement für die deutsche Gesellschaft wurde sie 2019 in Berlin von Bundespräsident Herrn Frank Walter Steinmeier persönlich geehrt. Seit 2019 ist Lina Dacharry auch Teil des Teams des DIES International Dean's Course Latin America, einen von DAAD und HRK finanzierten Hochschulmanagement-Projekts. Außerdem ist sie seit 2020 Koordinatorin einer deutsch-französischen Jugendkooperation, welche sich besonders an Jugendliche in sozial benachteiligten Stadtvierteln in Forbach, Frankreich, richtet.

 

Mario Laarmann (er/sein)

"Diversität heißt für mich Gleichberechtigung, und Beziehung jenseits von Stereotypen."

Mario Laarmann ist Kultur- und Literaturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes. Er ist Mitglied der unabhängigen Projektgruppe „AG Antirassismus“ an der Universität des Saarlandes, des Kollektivs „barazani.berlin“ sowie Vorstandsmitglied bei „socare – Gesellschaft für Karibikforschung e.V.“. Seine wissenschaftliche und aktivistische Arbeit beschäftigt sich in intersektionaler Perspektive mit Fragen von Kolonialismus, Kolonialität und Antirassismus in Diskurs und Praxis und sucht nach Wegen zu einer bewussteren und gerechteren Gesellschaft.