Worum geht es?

DFG und Leopoldina haben 2014 einen "Gemeinsamen Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung" gegründet. In den 2015 veröffentlichten Handlungsempfehlungen des Gemeinsamen Ausschusses zu Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung wird die Gründung von KEFs empfohlen. Seit 2016 hat das Präsidium einen Ansprechpartner für das Themenfeld "Sicherheitsrelevante Forschung" benannt.

Unter Einbindung der "Ständigen Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens", der Ombudsperson und der bestehenden Ethikkommissionen der Universität (Fakultät MI und HW) hat das Präsidium 2018 beschlossen, eine Anlaufstelle für Fragen zur Ethik sicherheitsrelevanter Forschung zu etablieren. In ihrer Sitzung am 11.9.2019 hat die Kommission wissenschaftliches Fehlverhalten die Inhalte Ordnung zur Gründung einer KEF konsentiert. In seiner Sitzung am 20.11.2019 verabschiedete der Senat die Ordnung zur Gründung einer KEF.

Gegenstand der Tätigkeit der neu zu gründenden Kommission ist u.a. die Beratung von Mitgliedern und Angehörigen der Universität des Saarlandes vor Durchführung eines Forschungsvorhabens, wenn erhebliche sicherheitsrelevante Risiken für Menschenwürde, Leben, Gesundheit, Freiheit, Eigentum, Umwelt oder ein friedliches Zusammenleben mit dem Forschungsvorhaben verbunden sind. Nach dem Verständnis der Kommission bestehen sicherheitsrelevante Risiken insbesondere bei wissenschaftlichen Arbeiten, bei denen anzunehmen ist, dass sie Wissen, Produkte oder Technologien hervorbringen, die unmittelbar von Dritten zu schädigenden Zwecken missbraucht werden können. Gleiches gilt, wenn während der Durchführung eines Forschungsvorhabens sicherheitsrelevante Risiken erkennbar werden. Darüber hinaus wird die Kommission innerhalb der Universität des Saarlandes die Bewusstseinsbildung für sicherheitsrelevante Aspekte der Forschung fördern. Bei konkreten Verdachtsmomenten beruft die/der Vorsitzende die KEF ein.