Brückenkurse Gesamtübersicht

Wintersemester 2022/23

Wichtige Hinweise:

  • Hier werden nur Veranstaltungen aufgeführt, die in der Verantwortung des ZelL liegen. Informationen zu Vorlesungen und Seminaren aus den Fachbereichen, entnehmen Sie bitte dem LSF oder der entsprechenden Fachbereichs-Homepage. LSF Online-Vorlesungsverzeichnis
  • Sie erhalten alle Informationen zu den digitalen Kursen des ZelL (Zugangslink, Code, etc.) per Mail ca. einen Tag vor Kursbeginn. Wichtig dabei ist, dass Sie sich für den Kurs über unser Anmeldeformular angemeldet haben und uns Ihre Mailadresse zur Verfügung stellen.
  • Die Anmeldung wird erst zu Semesterbeginn freigeschaltet!

 

Einführungsveranstaltung

Einführung in das (digitale) Gasthörerstudium

Sie stellen sich die Frage: „Warum nicht (noch einmal) studieren – zumindest ein bisschen?“. Dann sind Sie bei uns genau richtig! In dieser kostenlosen Informationsveranstaltung möchten wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten vorstellen, welche Ihnen im Rahmen eines Gasthörerstudium an der Universität des Saarlandes (UdS) zur Verfügung stehen.
Sie erhalten grundlegende Informationen und Tipps zum Gasthörerstudium an der UdS:

  • zu möglichen Lehrveranstaltungen wie z.B. Brückenkursen, regulären Vorlesungen in den Fachbereichen, Sprachkursen, Zertifikaten u.v.m.
  • zum Einstieg, dem Einschreib- und Anmeldeverfahren
  • zur Orientierung an der Universität des Saarlandes
  • zu den digitalen Plattformen Microsoft Teams und Moodle

Gerne beantworten wir Ihnen anschließend auch alle Ihre Fragen rund um das Gasthörerstudium. Wir freuen uns auf Sie!

Beratung: Jennifer Alaimo und Sandra Hofmann, M.A.
Zeit: Donnerstag, 31.03.2022 um 16:00 Uhr
Ort: Online-Kurs via MS Teams (Sie erhalten per Mail einen Link, mit dem Sie ganz einfach in die Veranstaltung gelangen.)
Anmeldung über das Anmeldeformular.

 

Altertumswissenschaften

BK 001: Fundstücke – Archäologische Originale

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Nicht nur in der Kunstgeschichte, auch in der Archäologie ist die intensive Betrachtung des Originalstücks von großer Bedeutung. Und nicht nur für die Kunst, auch für die Archäologie bieten das Saarland und seine Umgebung hochinteressantes Material. Ziel des Kurses ist eine Betrachtung und Auseinandersetzung mit Bodendenkmälern und Originalfunden aus unserer Gegend. Mit Blick auf eine denkbare Verschlechterung der Corona-Infektionszahlen wird der Kurs online abgehalten, Geplant sind etwa virtuelle Besuche des Mosaiks von Grand in Lothringen oder der römischen Villa bei Sarrebourg. Eine genaue Übersicht über das Programm wird in der ersten Sitzung gegeben.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine dienstags ab dem 25.10.2022 von 10:15–11:45 Uhr
Ort: Onlinekurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140060
Semesterwochenstunden: 2

BK 002: Skythen, Amazonen und andere – archäologisches Erbe der Ukraine

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Die aktuelle Situation der Ukraine füllt seit dem Frühjahr die politischen Nachrichten und selbstverständlich steht die derzeitige politische Situation und ihre Auswirkungen zu Recht im Fokus der Öffentlichkeit. Doch in der Ukraine ist auch ein bedeutendes kulturelles Erbe bedroht, zu dem neben Werken aus Mittelalter und Neuzeit auch archäologische Funde gehören. Vor allem im Süden des Landes sind reiche Gräber gefunden worden, die denjenigen nomadischen Kulturen zuzuordnen sind, die in der antiken Überlieferung als „Skythen“ erscheinen. Des weiteren betrachteten die Griechen die Nordküste des Schwarzen Meeres als Lebensraum der Amazonen, deren kriegerische und unabhängige Lebensweise dem griechischen Frauenbild gänzlich entgegensetzt war und die daher ebenso abschreckten wie faszinierten. Aus aktuellem Anlaß wird der Kurs versuchen, einen Einblick in die archäologischen Hinterlassenschaften dieser Kulturen zu geben. Der Kurs wird online auf MS Teams abgehalten.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 27.10.2022, von 18:15–19:45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF-Nr.: 140061
Semesterwochenstunden: 2

BK 003: Griechische Heiligtümer

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Mythen und Orakel, Kulte und Tempel, Wettkampfstätten – griechische Heiligtümer waren nicht nur Mittelpunkte des religiösen Lebens, sondern auch überregional bekannte, kulturelle Zentren. So diente beispielsweise das Zeusheiligtum von Olympia sowohl als Austragungsstätte für die berühmten olympischen Spiele als auch als Orakel, vor allem für Kriegsfragen, und zeugt mit seinen geometrischen Weihgeschenken von einer Verehrung bereits in der Frühzeit. Das berühmteste Orakel befand sich wahrscheinlich in Delphi. Dort entstand um den sog. Nabel der Welt, den Omphalos, im Laufe der Zeit am Hang des Parnass ein Heiligtum mit Tempeln, Schatzhäusern und Wettkampfstätten für die Pythien, musische und sportliche Agone zu Ehren des Apollon. Spiele zu Ehren der Stadtgöttin gab es auch in Athen. Der große Panthenäenzug endete ab dem 5. Jh. v. Chr. am Parthenon, dem größten Tempel auf der Akropolis. Der Burgberg mit seinen zahlreichen, erhaltenen Bauwerken und Skulpturen zeugt noch heute von der Magie, die von griechischen Heiligtümern ausging.
Zu den Sieben Weltwundern der Antike gehörte das Artemision von Ephesos, dessen ungewöhnliches Kultbild noch heute Rätsel aufgibt. Es wurde, wie auch das Heraion von Samos, eines der ältesten Heiligtümer, vornehmlich von Frauen besucht. Im Rahmen der „Heiratsbörse“ von Samos fanden Schönheitswettbewerbe mit Musik und Tanz statt.
Bereits seit Anbeginn der archäologischen Wissenschaft stehen Heiligtümer im Zentrum der Forschung, denn hier vereint sich alles, was das (Archäologen)Herz begehrt: monumentale, reich ausgestattete Architektur, Skulpturen aus Metall und Stein, Weihgeschenke aller Art, zumeist gepaart mit mythologischer und historischer Überlieferung. Anhand der griechischen Zentralheiligtümer werden exemplarisch verschiedene Forschungsfragen zu Architektur, Skulptur, Kult, Ritual und Kommunikation beleuchtet.

Dozentinnen: Francesca Brill/Laura Henrich
Zeit: 8 Termine mittwochs ab dem 02.11.2022 von 18:15–19:45 Uhr,
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140062
Semesterwochenstunden: 2

Geschichte und Politik

BK 004: „Die Gedanken sind frei ...“ - Europäisches Liedgut zwischen Traditionspflege und Mentalitätsgeschichte

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

In der Entwicklung des politischen Bewußtseins der Europäer fand ein kulturhistorisches Phänomen gemessen an seiner Bedeutung bisher eher wenig Beachtung: das demokratische und nationale Liedgut des 19. und 20. Jahrhunderts. Als wichtigstes Massenmedium der damaligen Zeit erlaubt es interessante Rückschlüsse auf die jeweilige politische Lage. Im Mittelpunkt stehen dabei Lieder, die Aussagen zu historischen Ereignissen und zu politischen Zuständen zulassen wie z.B. Lieder der Französischen Revolution und der Befreiungskriege, Handwerkerlieder, Lieder aus dem Vormärz, der Rheinkrise und der Revolution von 1848, Lieder der Arbeiterbewegung und des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Textkritik der verschiedenen überlieferten Fassungen, der Interpretation der Kernbegriffe und auf Untersuchungen zur Sing- bzw. Spielweise anhand von historischen Tondokumenten und der eigenen Stimme. Die Betrachtung von Wort und Ton ermöglicht dabei Rückschlüsse auf die Wirkung des überlieferten Materials. Neben Liedern aus dem deutschen Sprachraum sollen auch einzelne Lieder aus anderen europäischen Nationen zum Vergleich herangezogen werden. Die Kursteilnehmer/innen sind aufgerufen, selbst ein Lied oder eine Gruppe von Liedern vorzustellen bzw. vorzutragen und in den kulturhistorischen Kontext einordnen. Das Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung wurde 2014 von der Deutschen UNESCO-Kommission in die Liste „Immaterielles Kulturerbe“ eingetragen.

Dozent: Dr. Hans-Joachim Kühn
Zeit: 8 Sitzungen, dienstags ab dem 25.10.2022 von 16:15-17:45 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, SR 0.15
LSF-Nr.: 140071
Semesterwochenstunden: 2

BK 005: Einführung in die Geschichte des Mittelalters.

Teil 1: Früh- und Hochmittelalter

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Das Mittelalter ist eine Epoche, die viele Menschen fasziniert; sie interessieren sich für Burgen und Ritter, besuchen Museen und Ausstellungen zur mittelalterlichen Geschichte oder versuchen, bei Mittelalterfestivals und märkten in die Geschichte einzutauchen. Der Kurs will Ihnen in zwei Semestern einen Überblick über Geschichte und Kultur des Mittelalters, historische Zusammenhänge, Besonderheiten und Wandlungsprozesse geben. Dabei steht Europa im Zentrum der Betrachtung, wir werden uns aber auch mit dem Byzantinischen Reich, der islamischen Welt und den Kreuzzügen auseinandersetzen.
Im ersten Teil des Kurses nehmen wir die Geschichte des Früh- und Hochmittelalters vom Ende der Spätantike bis zur Salierzeit in den Blick. Wir beschäftigen uns z.B. mit dem Frankenreich der Merowinger und Karolinger und seinen berühmten Herrschern wie Chlodwig und Karl dem Großen, dem Römisch-Deutschen Reich unter den Ottonen und Saliern, mit Britannien und den Wikingern, der Rolle und Bedeutung der Kirche, aber auch mit der Frühzeit und Expansion des Islam, den Auswirkungen auf das Oströmische Reich und den Anfängen der Reconquista in Spanien.

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit:8 Termine mittwochs ab dem 26.10.2022 von 14:15-15:45 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF- Nr.: 140068
Semesterwochenstunden: 2

BK 006: Für eine bessere Welt: Lebensreform und alternative Lebensformen im 19. und 20 Jh.

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Industrialisierung, Kapitalismus und Urbanisierung ihren ersten Höhepunkt erreichten, waren nicht alle Menschen glücklich mit dieser Entwicklung. Die Verwerfungen der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse führten zur Suche nach Gegenentwürfen. Eine bessere, naturnahe Lebensweise wurde propagiert. Im deutschsprachigen Raum entstand die Lebensreformbewegung, ein Sammelbegriff für eine Fülle von Strömungen, die alle Lebensbereiche einer Revision unterzogen und Verbesserungen anmahnten. Dies betraf die Medizin, die Ernährung (Bircher Müsli!), die Kleidung, den Körper (FKK!), Bildung, das soziale Miteinander (Kommunen!) usw. Diese Reformbewegung wirkt bis in unsere Gegenwart hinein. Gerade die Gegenkultur der 1960er Jahre stand in dieser Tradition und ausgehend von ihr Entwicklungen, die wir heute zum Mainstream rechnen: Wellness, Achtsamkeit, Ökolandwirtschaft, Vegetarismus u.ä.
Der Kurs wird ausführlich die Lebensreformbewegung um 1900 betrachten und dann die Entwicklungen seit den 1960er Jahren.

Dozent: Kerst Walstra, M.A.
Zeit: 16 Termine donnerstags, ab dem 27.10.2022 von 14:15-15:45 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, SR 0.15 und Online via MSTeams
LSF-Nr.: 140063
Semesterwochenstunden: 3

BK 007: Politischer Diskussions-Club

Auszüge aus der Geschichte des Ostens

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

„Die politische Diskussionskultur geht den Bach runter.“ „Wir können nicht mal mehr miteinander reden.“ Solche Aussagen hört man in den letzten Jahren häufiger und nicht zuletzt die Pandemie und der Umgang damit in Gesellschaft und Politik (Schutzmaßnahmen, Lockdowns, Impfpflicht, etc.) führen statt zu mehr Diskussion eher zu verhärteten Fronten – mehr Monolog, weniger Dialog – egal ob auf der Straße, in den Medien oder in der Familie.
Zeit, den Dialog zu stärken, wenn schon nicht in Präsenz dann zumindest online. Diese Veranstaltung soll ohne konkrete inhaltliche Vorgaben starten. Gemeinsam möchten wir über das diskutieren, was gerade in Deutschland und der Welt passiert. Politik, Religion, Kultur – jede:r Teilnehmer:in bringt seine/ihre Expertise bzw. Kenntnisse aus der Tagespresse ein, ergänzt durch den Dozenten. In jeder Veranstaltung verständigen wir uns auf das Thema für die nächste Sitzung.

Dozent: Christian Kiefer M.A.
Zeit: 8 Termine dienstags ab dem 08.11.2022 von 19:00-20:30 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF-Nr.: 140066
Semesterwochenstunden: 2

BK 008: Ost und West im Mittelalter

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Die Geschichte von Ost und West ist im Mittelalter geprägt von der Konkurrenz zwischen Rom und Konstantinopel. Nach der Erneuerung des weströmischen Kaisertums durch Karl den Großen im Jahre 800 kam es zu ständig wieder aufflammenden diplomatischen Spannungen, bis die Byzantiner, wie man die Einwohner des Oströmischen Reiches heute zu nennen pflegt, einsehen mussten, dass sich das „Zweikaiserproblem“ nicht in ihrem Sinne lösen ließ. Der byzantinische Kaiser konnte nicht mehr beanspruchen, der einzige römische Kaiser zu sein, der über allen anderen Herrschern der Christenheit erhöht ist. Die politische Wirklichkeit des hohen und späten Mittelalters ließ dies nicht mehr zu.
Im Laufe des Mittelalters hatten sich die Bischöfe von Rom zur hierarchischen Spitze der westlichen Kirche aufgeschwungen, deren Vorrang in der gesamten Christenheit Anerkennung beanspruchte. Im Westen, in Lateineuropa, gelang es, diesen Anspruch Wirklichkeit werden zu lassen. Der Patriarch von Konstantinopel widersetzte sich jedoch hartnäckig, was zum sogenannten „Morgenländischen Schisma“ führte und trotz zahlreicher Versuche, die Einheit von westlich-lateinischer und östlich-griechischer Kirche wiederherzustellen, zur bleibenden Spaltung in katholische und orthodoxe Kirche wurde.
Vielfältige Verbindungen, durchaus konfliktträchtig – man denke an den vierten Kreuzzug – bestanden über die Jahrhunderte weiterhin zwischen Byzanz und dem Westen Europas. Einige Stationen dieser wechselvollen Geschichte von Gemeinsamkeiten und Unterschieden, von Solidarität und Gegnerschaft werden in diesem Brückenkurs beleuchtet, der aus digitalen Lerneinheiten besteht. Die vier Einheiten umfassen jeweils eine Audiodatei zum Thema und ergänzende Lektionen zur Vertiefung.

Dozent: Dr. Dr. Christian Vogel
Zeit: ab dem 11.11.2022
Ort: Online Kurs, via Moodle
LSF-Nr.: 140069
Semesterwochenstunden: 1

BK 009: Die Old-Order-Amisch zwischen Mythos und Realität

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Die Old-Order-Amisch sind eine religiöse Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika, über die wenig bekannt ist. Zwar werden durch Fernsehdokumentationen und Spielfilme (Der einzige Zeuge, Zum Teufel mit den Millionen, Kingpin) dem europäischen Publikum holzschnittartig Informationen geboten, die jedoch, zumindest im Fall der Spielfilme, in der Regel wenig mit der Realität zu tun haben. Auch die Dokumentarfilme sind häufig nur begrenzt aussagefähig, da die Old-Order-Amisch Bild- und Tondokumente von sich selbst generell ablehnen und somit keine Interviews geben oder einen Einblick in ihr Privatleben geben. Gänzlich ungeeignet sind diverse Srcipted-Reality-Formate (Amish-Mafia), bei denen weder echte Amische mitspielen,
noch deren Handlung auch nur ansatzweise mit der Wirklichkeit zu tun hat.
Die Amisch haben für sich einen Weg der Abgeschiedenheit gewählt. Diese Abgeschiedenheit ist nicht nur so zu verstehen, dass der Kontakt zu Nicht-Amisch eingeschränkt bleiben soll, sondern auch dahingehend, dass Informationen über das Leben der Gemeinschaft Außenstehenden allenfalls spärlich oder gar nicht weitergegeben werden sollen. Daher gibt es weder eine nennenswerte Amische Literatur, noch gibt es eine eigene systematische Forschung über die amische Theologie, wie sie beispielsweise im Falle der katholischen oder evangelischen Theologie an den theologischen, religionswissenschaftlichen oder philosophischen Fakultäten betrieben wird.
Das Ziel der Vorlesungsreihe ist es, den Teilnehmenden einen grundlegenden und ausführlichen Überblick über die Lebensweise der Old-Order-Amisch in Lancaster
County zu geben. Dabei sollen die historische Entwicklung der Amisch-Bewegung, das gemeinschaftliche Miteinander innerhalb der Gemeinde und schließlich das tägliche Leben in einen säkularen Staat wie den Vereinigten Staaten beschrieben werden.

Dozent: Dipl. - Theologe Pascal Rambaud
Zeit: 8 Termine mittwochs ab dem 16.11.2022 von 19:00-20:30 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF-Nr.: 140070
Semesterwochenstunden: 2

BK 010: Die Zukunft des Föderalismus in der Bundesrepublik

Unser föderales System ist über eine lange Zeit gewachsen und fester Bestandteil unserer Demokratie und Gewaltenteilung. Nicht erst seit der Bewältigung der Covid-19-Pandemie wird jedoch über seine Funktionsfähigkeit und Reformbedürftigkeit intensiv und medienwirksam diskutiert, etwa in den Bereichen Bildung und Innere Sicherheit, seit zwei Jahren auch bei der Pandemiepolitik und dem Katastrophenmanagement.
Der Brückenkurs bietet eine grundlegende Einführung in die Grundzüge des deutschen Föderalismus mit seinen Stärken und Schwächen, in seine Genese und in Entwicklungstendenzen vom kooperativen Föderalismus hin zum Wettbewerbsföderalismus. Ein Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit wesentlichen Elementen und Vorschlägen zu einer mehrfach diskutierten Föderalismusreform als Teil der Modernisierung des Staates.

Dozentin: Dr. Torsten Mergen
Zeit: 8 Termine mittwochs, ab dem 23.11.2022 von 14:15-15:45 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140067
Semesterwochenstunden: 2

BK 011: Einführung in die Filmgeschichte

Teil 1: Vorkino, Früher Film ab 1896 und Stummfilm bis 1927/30

Einen Alltag ohne audiovisuelle Medien kann sich heute kaum noch jemand vorstellen. Die Medienwelt unserer Eltern und Großeltern ohne Internet kennen wir noch, denn Film, Radio und Fernsehen gibt es bis heute. Aber gab es vor dem Film überhaupt schon Medien mit Bild, Ton oder beidem, und wie fing die Filmgeschichte eigentlich an? An diesen Fragen orientieren wir uns auf dem spannenden Weg zurück in die Zeit, als Bilder laufen, klingen, faszinieren, unterrichten und unterhalten lernten.
Dieses medienhistorische Seminar führt ein in die europäische Medienwelt ab 1500 und die erste Phase der Filmgeschichte. Es wird erinnert an die zahlreichen Medien der Vormoderne und frühen Moderne mit längst vergessenen Namen wie Camera Obscura, Laterna Magica, Phenakistiskop oder Stroboskop. Sie alle nutzten schon die ästhetischen Quellen, nämlich Bild, Ton und Bewegung, die ab 1896 auch das neue fototechnische Medium Film kennzeichnen.
Aus seinem Anfangsstadium der „Lebenden Photographien“ entwickelte sich der Film rasant von wenigen Sekunden kurzen Streifen bis hin zu abendfüllenden Spielfilmen. Farbe und Ton begleiteten diese Entwicklung. Der Stummfilm, der in Wirklichkeit nie stumm war, wurde nach 1918 weltweit thematisch deutlich freier und erreichte technisch wie ästhetisch seine Blütezeit. Die größten Produktionszentren Hollywood und Berlin blieben bestehen, als der Tonfilm 1927 bzw. 1930/31 den Stummfilm medientechnisch ablöste.

Dozentin: Dr. Gerhild Krebs
Zeit: 8 Termine, dienstags ab dem 29.11.2022 von 10:15-11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF-Nr.: 140072
Semesterwochenstunden: 2

BK 012: Politische Führung und Staatskunst

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

„Wer bei mir Führung bestellt, der bekommt sie auch.“ Mit diesem Motto trat und tritt der seit 2021 amtierende Bundeskanzler Olaf Scholz mehrfach vor die Öffentlichkeit. Politische Führung scheint ein Wert für sich in der modernen Demokratie zu sein. Daher stehen im Zentrum der acht Doppelstunden Fragen wie: Welche Merkmale prägten politische Führung seit 1949 als politisches Handwerk und welche Perspektiven lassen sich für die Zukunft erkennen? Wie erwächst aus dem Zusammenspiel von Strategie, Mut und Charakter politische Führung und inwiefern gilt Kommunikation dabei als Kernaufgabe? Welche Kategorien verbergen sich hinter „Führungsstärke“ und „Führungsschwäche“? Welche Bedeutung kommt der Staatskunst in Zeiten einer „neuen“ Unübersichtlichkeit und des permanenten Krisenmanagements zu? Gibt es Zusammenhänge zwischen Staatskunst, Macht und politischer Führung? Diese Fragen sollen anhand von Schlüsseltexten der Politikwissenschaft untersucht werden.

Dozent: Dr. Torsten Mergen
Zeit: 8 Termine donnerstags, ab dem 01.12.2022 von 14:15-15:45 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, Raum 0.15
LSF- Nr.: 140065
Semesterwochenstunden: 2

BK 013: Die Epen des Homer. Klassiker der Weltliteratur historisch betrachtet

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Die beiden homerischen Epen, die Ilias und die Odyssee, werden auch heute noch als Beginn der europäischen Literaturgeschichte angesehen und vornehmlich hinsichtlich ihres literarischen Wertes geschätzt. Jedoch bieten sie bei genauer Lektüre auch für den Historiker viel Aufschlussreiches. Aus der Ilias, in der Ereignisse des letzten Kriegsjahres des Trojanischen Krieges im Vordergrund stehen, lassen sich etwa der Verhaltenskodex der archaischen Aristokraten, frühe Institutionen des Zusammenlebens im archaischen Griechenland oder auch die militärische Kampfesweise in dieser Zeit entnehmen. Die Schilderungen in der Odyssee, die sich mit der Heimfahrt des Odysseus aus Troja beschäftigt, können wie eine sagenhafte Verarbeitung der Großen Kolonisation gelesen werden, die Odysseus dem Phaiakenkönig Alkinoos erzählt. Das Gemeinwesen der Phaiaken erscheint dort wie ein Idealbild der Polisgemeinschaft. Wir werden uns beiden Epen als wichtigen Quellen für die archaische bzw. auch die mykenische Epoche der griechischen Geschichte im Brückenkurs zu nähern versuchen.

Dozent: Dr. Timo Klär
Zeit: 8 Termine, mittwochs ab dem 07.12.2022 von 18:00-19:30 Uhr,
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude B3 1, SR 2.30
LSF- Nr.: 139953
Semesterwochenstunden: 2

BK 014: Brasilien – Geschichte, Kultur und Gesellschaft seit dem 19. Jahrhundert

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Seit der Entdeckung Brasiliens durch die Europäer beeinflussen unterschiedliche Faktoren Land und Leben der dortigen Bewohner. Brasilien blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück, vom Ursprung als Kolonie über Königreich und Kaiserzeit zur Republik. Es ist bis heute ein Land der Gegensätze. Während der Süden stark durch europäische Einwanderer geformt wurde, erhielt der Norden seine Prägung durch die afrikanische Kultur. Auch aus diesem Grund bietet das fünftgrößte Land der Welt eine umfangreiche kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt, deren Geschichte (und Gegenwart) in diesem Kurs beleuchtet werden soll.
Kursplanung:

  1. Brasilien – Land und Leute
  2. Reino do Brasil – Brasilien als Königreich
  3. Independência – Brasiliens Weg in die Unabhängigkeit
  4. Império do Brasil – Das Kaiserreich
  5. Rio Grande do Sul – Aufstand im Süden
  6. Novo Hamburgo – Deutsche im Süden Brasiliens
  7. Deutsche Auswanderer – Beispiele
  8. Erste Republik

Dozent: Markus Dunsbach
Zeit: 8 Termine, dienstags ab dem 10.01.2023 von 18:15-19:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 140098
Semesterwochenstunden: 2

BK 015: Persönlichkeiten der Großregion 4

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Großregion – ein modernes politisches Konstrukt, das einen Staat, eine Region, eine Teilregion und zwei Bundesländer umfasst und auf die Menschen oft sehr anonym und gesichtslos wirkt. Historisch betrachtet finden sich zwischen den beteiligten Regionen und Landschaften Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonie und Rheinland-Pfalz vielschichtige Verbindungen und Beziehungen; die modernen Grenzen werden von verschiedensten historisch gewachsenen Grenzlinien einerseits, Vernetzungen andererseits überlagert. Zahlreiche interessante Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart wurden hier geboren oder haben hier gewirkt, haben hier wichtige Abschnitte ihres Lebens verbracht und Prägungen erfahren. Jede von ihnen gibt der Großregion ein individuelles Gesicht. In diesem Brückenkurs sollen daher bekanntere und unbekanntere Personen aus der Großregion vorgestellt werden.
Das genaue Programm und die Namen der Referent/innen entnehmen Sie bitte unserer Homepage sowie dem LSF.

Dozentin/
Moderation:
Dr. Sabine Penth
Zeit: 8 Termine mittwochs ab dem 11.01.2023 von 14:15-15:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 140064
Semesterwochenstunden: 2

Islamische Welt

BK 016: Nachgehakt – Die islamische Welt im Fokus.

Diplomatische Beziehungen und Gesandtschaften

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Seit dem 11. September sind die Islamische Welt, der Islam und seine radikalen Ausprägungen in Gestalt von Islamismus und islamistischem Terror verstärkt ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt. Allerdings handelte es sich damals noch eher um eine Frage der „großen Politik”. Die Flüchtlingswelle im Gefolge des Arabischen Aufstands und insbesondere des Syrienkriegs hat jedoch dazu geführt, dass die Thematik nicht mehr von rein akademischem Interesse und „weit weg” ist, sondern direkt in Deutschland angekommen. Fast jeder wird in seinem unmittelbaren Umfeld beruflich oder privat mit Zuwanderern aus dem islamischen Raum konfrontiert. Unkenntnis der fremden Kultur und Religion erzeugt Unsicherheit, die entweder zu Angst vor dem Fremden oder auch zu falscher Rücksichtnahme führen kann; beides aber steht einer Integration der Zuwanderer eher im Wege und ist zudem dem gesamtgesellschaftlichen Klima abträglich. Orientalisten, Religionswissenschaftler und Historiker können hier Abhilfe schaffen, indem sie solide Kenntnisse über die islamische Welt, ihre Geschichte, Religion, Kultur(en) und Sprachen vermitteln. So können die Geisteswissenschaften einen wichtigen Beitrag in der aktuellen politischen Diskussion leisten.
Im Wintersemester werden diplomatische Beziehungen und Gesandtschaften zwischen Orient und Okzident im Mittelpunkt unserer Betrachtungen stehen. Dabei kommen mittelalterliche Missionare und Reisende ebenso zu Wort wie moderne Diplomaten. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte der aktuellen Kursankündigung auf unserer Homepage sowie der Ankündigung im LSF.

 

Dozentin/Moderation: Dr. Sabine Penth
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 01.12.2022 von 19:00–20:30 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140073
Semesterwochenstunden: 2

Kunstgeschichte

BK 017: Eine kleine Berliner Kunstgeschichte: Moderne und Gegenwart

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Wer die Stadt Berlin im Spiegel ihrer Baukunst und der Schätze ihrer Museen gründlicher kennenlernen möchte, für den bietet sich dieser Brückenkurs an. Aus der Fülle des dort Gebotenen sei diesmal die Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts ausgewählt – und ein Kaleidoskop der künstlerisch bedeutendsten Exponate vieler Berliner Museen. Auch die Sammlungsgeschichte wird reflektiert. Der Kurs findet online statt, wie gewohnt via Microsoft Teams.

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: 8 Termine, montags, ab dem 24.10.2022 von 10:15-11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 140074
Semesterwochenstunden: 2

BK 018: Originale - Kunst in Saarbrücken

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Dieser Brückenkurs in Präsenz beschränkt sich auf die Bau- und Kunstwerke der Landeshauptstadt. Die Anschaulichkeit von Kunstwerken steht im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Fernreisen sind dazu nicht nötig – hochrangige Kunst lässt sich auch in Saarbrücken erleben. Und wieder bilden Sammlung und Ausstellungen des Saarland Museums Schwerpunkte: Das Haus zeigt diesmal faszinierende Graphiken von Fabienne Verdier, ihr Ausstellungstitel lautet „Im Auge des Kosmos“. Und besonders gespannt werden die Werke aus dem MUDAM in Luxemburg erwartet, die den Meisterwerken der klassischen Moderne in der Modernen Galerie an die Seite gestellt werden.

Dozent: Dr. Bernhard Wehlen
Zeit: 8 Termine, freitags ab dem 28.10.2022 von 10:15-11:45 Uhr
Treffpunkt: Am 28.10.2022 um 10:15 Uhr,
Foyer der Modernen Galerie des Saarlandmuseums, Bismarckstr. 11-15
LSF- Nr.: 140076
Semesterwochenstunden: 2

BK 019: Kunst – Spiegel der Wirklichkeit?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Diese Leitfrage durchzog das vergangene Sommersemester und wird auch im kommenden Wintersemester Maßgabe sein. Sowohl im Grundsätzlichen wie auch in Bezug auf die verschiedensten Lebensbedingungen wurden bereits gute Antworten gefunden. Die Dynamik, die das menschliche Leben durch die Zeiten treibt, findet reichlich Niederschlag in der Bildenden Kunst, illustrierend, affirmativ, nachdenklich oder kritisch hinterfragend.
Wissenschaft und Technik haben seit der Neuzeit mit zunehmender Geschwindigkeit die menschliche Wirklichkeit verändert, positiv wie negativ. Der Segen des technologischen Fortschritts, nicht immer von allen als solcher begrüßt, hat auch eine schreckliche Seite: Die Kriegstechnik mit ihrer existenzbedrohenden und -vernichtenden Wirkung in physischer wie psychischer Hinsicht bestimmt, je nach aktuellen Ereignissen, das Daseinserleben der Menschen. Daraus entwickeln sich Begleiterscheinungen wie das Erleben von Leiden und Tod und das Nachdenken über Leben und Tod. Damit rückt aber auch die Medizin, eigentlich eine alte Wissenschaft, und alles Denken und Erleben, was mit ihr einhergeht, ins Blickfeld.
Düsterkeit soll aber nicht allein das Semester bestimmen. Natur, Freizeit, Genussleben („Dolce Vita“), Reisen und technische Annehmlichkeiten, gewinnen umso mehr an Bedeutung, als die technische Entwicklung dazu Freiräume schafft.
Die vergleichende Betrachtung wird auch in diesem Semester das fundamentale Instrument sein, um Einblick zu gewinnen, wie all diese Phänomene, also ihre Entstehung, Entwicklung und Veränderung sich in der Bildenden Kunst widerspiegeln.

Dozent: Michael Wack
Zeit: 8 Termine montags ab dem 28.11.2022 von 18:00–19:30 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140075
Semesterwochenstunden: 2

Literatur und Sprache

BK 020: Lesezirkel: Werke von Nobelpreisträgern

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Nach Vorbild der bekannten Lese- oder Literaturkreise soll ein Kreis Literaturinteressierter ins Leben gerufen werden, der sich über die kommenden Semester jeweils einem literarischen Schwerpunktthema widmet und gemeinsam bekannte und unbekanntere Werke der (Welt-)Literatur liest und gemeinsam diskutiert. Im Wintersemester sollen bekanntere und unbekanntere Werke von Literaturnobelpreisträgern aus den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gemeinsam gelesen und besprochen werden.
Geplante Themen:

  • Henry Sienkiewicz: Quo vadis?
  • Rudyard Kipling: Kim (Roman), Die Maltakatze (Erzählung), Garm als Geisel (Erzählung)
  • Selma Lagerlöf: Jerusalem (Roman in 2 Bänden)
  • Paul Heyse: Italienische Novellen
  • Thomas Mann: Der Erwählte

Dozentin: Dr. Sabine Penth
Zeit: 6 Termine, Ersttermin: Montag der 24.10.2022 von 19:00–21:00 Uhr, danach 5 Termine jeweils am 2. Montag im Monat ab dem 14. November
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140077
Semesterwochenstunden: 2

BK 021: Autobiographie – Schreiben eigener Texte und Analyse ausgewählter Lebensgeschichten

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Durch Analyse und Vergleich fremder Autobiographien werden die Kursteilnehmer/-innen die jeweiligen literarischen Spielarten von autobiographischem Schreiben und die Vielfalt dieses Genres kennen lernen. Sichtbar werden die fließenden Grenzen zwischen Wahrheit und Dichtung und die Möglichkeiten von Offenbarung und Verbergen im Sinne des Authentischen. Methoden zur Rekonstruktion des eigenen Lebenslaufes und der Familiengeschichte, wie sie in der Familientherapie üblich sind, sollen helfen, eigene Themen zu entwickeln. Außerdem liefert die Kursleiterin Hilfestellungen bei der Überwindung eventueller Schreibblockaden. Die entstehenden autobiographischen Texte der Teilnehmer/innen werden analysierend besprochen, aber nicht bewertet; jeder soll seinen einzigartigen Ressourcen auf die Spur kommen und zu seiner spezifischen Ausdrucksweise finden. Ziel der Veranstaltung ist die Ermutigung der Kursteilnehmer/innen, einen kleinen, eigenen autobiographischen Text über einen bestimmten Lebensabschnitt so zu vollenden, dass er den eigenen literarischen, künstlerischen Ansprüchen genügt.

Dozentin: Uschi Schmidt-Lenhard, M.A.
Zeit: 7 Termine, dienstags ab dem 25.10.2022 von 17:15–18:45 Uhr, die weiteren Termine werden im Seminar bekannt gegeben.
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140078
Semesterwochenstunden: 2

BK 022: Eine kleine Einführung in die russische Kultur und Sprache

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Historisch ist Russland eng verbunden mit Deutschland, aber nicht nur auf Ebene der Herrscher. Wussten Sie etwa, dass es eine ganze Reihe von deutschen Wörtern im Russischen gibt? Бутерброд etwa würden wir verstehen, denn es heißt einfach Butterbrot – wobei ein eigentliches Butterbrot Бутерброд с маслом wäre. Also ein Butterbrot mit Butter. Das Russische, so fremd es für unsere Ohren klingen mag, hat überhaupt viele Verbindungen zu europäischen Sprachen. Weniger fremd klingen beziehungsweise besser gesagt sehen die kyrillischen Buchstaben für uns aus. CCCP, die kyrillische Schreibweise der UdSSR wird bei uns oft einfach als CCCP vorgelesen – doch richtig wäre es mit lateinischen Buchstaben folgendermaßen: SSSR.
In diesem Brückenkurs wollen wir uns neben der Schrift und der Sprache aber auch die Kultur dieses vielfältigen Landes anschauen – denn Russland viel mehr als Putin, Wodka und Bären. Einen großen Teil wird aber auch die Politik einnehmen, denn die Themen Krieg, Sanktionen und die Einstellung der Russen zu diesen politischen Ereignissen interessiert sicherlich viele.

Dozentin: Ellina Rudakova
Zeit: 4 Termine montags ab dem 07.11.2022 von 16:15-17:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 140081
Semesterwochenstunden: 2

BK 023: Auswanderungsbewegungen und deutsche Dialekte in fernen Ländern

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Ab dem 17. Jahrhundert setzten große Auswanderungsbewegungen ein: Deutschsprachige Emigranten brachen aus verschiedenen Gründen – wirtschaftliche Not, religiöse und politische Unterdrückung u.a.m. – in viele Teile der Welt auf, wo sie schließlich zumeist dauerhaft sesshaft wurden. Gelegentlich benannten die Siedler ihre Neugründungen nach den Orten, aus denen sie ursprünglich stammten: Mannheim (Ontario), Alzey (Kentucky), Speyer (Südukraine). Die vielfältigen Anpassungen, die die Neusiedler an ihre neue Umgebung zu leisten hatten, betrafen natürlich auch den Gebrauch ihrer Sprache.
Was passiert auf sprachlicher Ebene, wenn die Dialekte pfälzischer Einwanderer auf das Portugiesisch ihrer neuen Heimat Brasilien treffen oder das Nordbairisch von Emigranten auf das Englisch in Neuseeland? Welche charakteristischen Kontaktmerkmale gibt es dabei? Unter welchen Bedingungen können sich lebendige Reste deutscher Migrantendialekte erhalten (z.B. das Pennsylvaniadeutsch der Amish) bzw. wann kommt es zum Verlust? Diese und weitere Fragen werden wir im Seminar an ausgewählten Beispielen deutscher Sprachinseln, die infolge der Auswanderungen entstanden sind, erörtern.

Dozentin: Dr. Christa Jochum-Godglück
Zeit: 8 Termine, dienstags ab dem 29.11.2022 von 10:15–11:45 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140080
Semesterwochenstunden: 2

BK 024: Die älteste indoeuropäische Sprache

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Eine „Rückkehr des Lateinunterrichtes“, das heißt die wieder wachsende Beliebtheit des Faches Latein, wird in unserer Zeit immer wieder, oft mit Überraschung, festgestellt. Latein ist aber keinesfalls die älteste indoeuropäische Sprache, die wir kennen und verstehen können. Bereits ein Jahrtausend zuvor wurde mit dem in Keilschrift geschriebenen Hethitischen in Anatolien eine weitere Sprache aus dieser Sprachgruppe verschriftet; auch ihre Texte sind für moderne Leser zugänglich. Sie sind interessant, sowohl als Originalquellen für die Erschließung der Geschichte und Kultur der Hethiter, als auch für eine Auseinandersetzung mit den Ursprüngen der noch heute in Europa lebenden Sprachen. Der Kurs wird die Grundzüge der hethitischen Sprache vorstellen und sich der Lektüre von Originaltexten widmen, das Kursniveau wird sich dabei nach dem Kenntnisstand der Teilnehmenden richten. Da die Texte in moderner Umschrift vorliegen, wird die größte Hürde auf dem Weg zur hethitischen Sprache, das mühsame Erlernen der zahlreichen Keilschriftzeichen, weitgehend vermieden.

Dozentin: Dr. Ulrike Bock
Zeit: 8 Termine donnerstags ab dem 05.01.2023 von 18:15–19:45 Uhr
Ort: Online via MS Teams
LSF-Nr.: 140082
Semesterwochenstunden: 2

Persönlichkeitsentwicklung

BK 025: Erfolgreich altern – Was sagt die Wissenschaft?

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Menschliches Altern ist sehr komplex und es bedarf vieler unterschiedlicher Disziplinen, um den Alterungsprozess zu verstehen. Ein defizitärerer Blick auf das Altern und die damit verbundenen Krankheiten reichen nicht aus. Das Ziel ist es: gesund und kompetent altern! Das chronologische Alter ist nur eins von vielen Merkmalen, die die Leistungsfähigkeit bestimmen. Welche Aspekte bedeutend sind für „ein erfolgreiches Altern“ - das zeigen die Ergebnisse der Altersforschung, die in diesem Seminar vorgestellt und diskutiert werden sollen.

Dozentin: Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Erziehungswissenschaftlerin und Dipl. Sozialpädogin
Zeit: Freitag, den 25.11. und 09.12.2022 von 13:30 bis 19:00 Uhr und 20.01.2023 von 13:30-18:00 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140086
Semesterwochenstunden: 1

BK 026: Endlich frei im Kopf

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Wenn wir uns im Inneren friedlich und ausgeglichen fühlen, dann kommt uns das Leben leicht vor und wir fühlen uns frei und glücklich. Doch wie oft befinden wir uns in solch einem inneren Zustand? Die meisten Menschen stehen unter großem Druck, Erwartungen gerecht zu werden, sei es beruflich oder privat. In diesem Seminar lernen Sie in Theorie und Praxis wie Sie es schaffen, zu innerer Zufriedenheit zu gelangen und sich von dem Drang nach Perfektion und Optimierung zu befreien.

Dozentin: Patricia Hilbig, zertif. Business- und Gesundheitscoach (ECA), Krisen- und Trauerbegleiterin
Zeit: 3 Termine montags 09., 16., und 23. 01. 2023 jeweils von 17:15-18:45 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140085
Semesterwochenstunden: 1

Dieser Kurs ist Teil von fit4more – gesund studieren, der Studentischen Gesundheitsförderung an der Universität des Saarlandes.

BK 027: Raus aus dem Stress!

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Wie Sie Ihre Lebenszeit effizient und sinnvoll nutzen, sowohl beruflich wie auch privat, darum geht es in diesem Seminar. Die Zeit ist unser kostbarstes Gut. Sie vergeht und kommt nie wieder zurück! Wie schafft man es, Gelassenheit zu entwickeln und Druck abzubauen, um entspannter mit Stress umgehen zu können für ein glücklicheres Leben? Lernen Sie mit Hilfe einfacher Praxistipps sich selbst in anspruchsvollen Situationen zu unterstützen und gut für sich zu sorgen.

Dozentin: Patricia Hilbig, zertif. Business- und Gesundheitscoach (ECA), Krisen- und Trauerbegleiterin
Zeit: 3 Termine dienstags 10., 17., und 24. 01. 2023, jeweils von 17:15–18:45 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140083
Semesterwochenstunden: 1

Dieser Kurs ist Teil von fit4more – gesund studieren, der Studentischen Gesundheitsförderung an der Universität des Saarlandes.

BK 028: Krisen positiv meistern

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Belastende Ereignisse wie eine Scheidung oder Trennung, eine Kündigung des Arbeitsplatzes oder des Lebensraumes, eine ernsthafte Erkrankung oder große Angst, krank zu werden, eine Veränderung, ein plötzlicher oder bevorstehender Tod von nahestehenden Angehörigen, sowie Betroffenheit oder Anwesenheit bei schweren Unfällen oder gewaltvollen Übergriffen rufen bei den meisten Menschen eine Schockreaktion hervor und konfrontieren sie mit einer plötzlichen Veränderung ihres Lebens.
In diesen Krisensituationen fühlen sich die meisten Menschen existenziell bedroht und empfinden diese als eine akute Krise und als eine Erschütterung ihres gesamten Glaubens- und Weltbildes. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit einem positiven Umgang mit existentiellen Krisensituationen. Sie erhalten viele hilfreiche praktische Tipps und lernen Methoden kennen, die Ihnen dabei helfen, gestärkt aus Krisen hervorzugehen.

Dozentin: Patricia Hilbig, zertif. Business- und Gesundheitscoach (ECA), Krisen- und Trauerbegleiterin
Zeit: 3 Termine donnerstags 12., 19. und 26. 01. 2023, jeweils von 17:15–18:45 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140084
Semesterwochenstunden: 1

Dieser Kurs ist Teil von fit4more – gesund studieren, der Studentischen Gesundheitsförderung an der Universität des Saarlandes.

Philosophie

BK 029: Zeitdiagnosen des Kulturwissenschaftlers Byung-Chul Han

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Der koreanisch-deutsche Philosoph und Kulturwissenschaftler Byung-Chul Han (geb. 1959) ist international vor allem durch seinen kleinen programmatischen Essay Müdigkeitsgesellschaft (2010) bekannt geworden. Ausgehend vom Mythos des Prometheus setzt sich Han in sieben kurzen Kapiteln mit dem Phänomen der Müdigkeit auseinander. Insbesondere Hannah Arendt, Herman Melville und Peter Handke sind ihm Stützen für seine Untersuchungen. – In seinem späteren, längeren Essay Undinge – Umbrüche der Lebenswelt (2021) befasst er sich, Vilém Flusser folgend, mit den Auswüchsen der Informationsgesellschaft. In einzelnen Kapiteln steht etwa eine Phänomenologie des Smartphones und eine Kritik der Künstlichen Intelligenz auf dem Plan. Die Transformation des Dings zum Unding hat laut Han einen maßgeblichen Einfluss auf die menschliche Wahrnehmung und Weltbeziehung. – Die Lektüre beider Essays bildet die Diskussionsgrundlage des Kurses.

Dozent: Dr. Klaus Bonn
Zeit: 8 Termine, montags ab dem 24.10.2022 von 16:15–17:45 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140088
Semesterwochenstunden: 2

BK 030: Novalis – eine Auswahl aus den Fragmenten

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Vor 250 Jahren wurde G. P. Friedrich von Hardenberg geboren, der vor allem unter dem Namen Novalis bekannt geworden ist. Neben Gedichten (u.a. die Hymnen an die Nacht) und dem unabgeschlossenen Roman Heinrich von Ofterdingen sind es vorab die Fragment-Sammlungen und einzelne Fragmente, die das theoretische Werk ausmachen. Letztere zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen der deutschen Frühromantik. – Folgende Texte sind für die Lektüre vorgesehen: Die Christenheit oder Europa (1799), die wohl prominenteste programmatische Schrift zur geistig-religiösen Erneuerung der Einheit Europas; die so genannten Blütenstaub-Fragmente, auch unter dem Titel „Vermischte Bemerkungen“ (1797-1798), ferner die Dialoge und der Monolog (1798). – Die Texte sind sowohl in verschiedenen Printausgaben als auch digital im Netz greifbar.

Dozent: Dr. Klaus Bonn
Zeit: 8 Termine, montags ab dem 19.12.2022 von 16:15–17:45 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140087
Semesterwochenstunden: 2

BK 031: David Hume: Dialoge über die natürliche Religion

(Lektüre einer Ganzschrift, Teil 1)

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
David Hume (1711–1776) ist einer der bekanntesten britischen Philosophen der Aufklärung und berühmter Vertreter des Empirismus. Dabei bilden die Dialoge über die natürliche Religion (1779) nach einhelliger Forschermeinung das religionsphilosophische Hauptwerk Humes. In diesem setzt er sich ausführlich und äußerst kritisch mit der Frage auseinander, ob wir mit der Hilfe von rationalen Argumenten die Existenz Gottes beweisen und gesichert etwas über sein Wesen aussagen können. In diesem Zusammenhang bringt Hume die religionskritischen Ansätze, die er auch in anderen Werken anklingen lässt, zusammen und präsentiert sie dem Leser in einer konzisen, mit spitzer Feder geschriebenen Art und Weise. Nach der posthumen Veröffentlichung der Schrift galt unter anderem der teleologische Gottesbeweis lange Zeit als wiederlegt, bis er im vergangenen Jahrhundert vor allem im amerikanischen Raum wieder neues Leben eingehaucht bekommen hat.
In diesem Semester werden wir uns gemeinsam mit den ersten Kapiteln dieses Werkes diskursiv auseinandersetzen. Das bedeutet, dass zur Vorbereitung auf die wöchentlichen Sitzungen immer ein gewisser Teil des Werkes zu lesen ist, der dann im Plenum besprochen und diskutiert wird. Der Veranstaltung zugrunde liegt die deutsche Übersetzung von Lothar Kreimendahl: Hume, David: Dialoge über die natürliche Religion, Lothar Kreimendahl (übers.), (Philosophische Bibliothek Band 658), Hamburg 2016. Im kommenden Sommersemester wird dann der zweite Teil der Veranstaltung stattfinden.

Dozent: Dr. Philip Rieger
Zeit: 4 Termine, montags ab dem 06.02.2023 von 19:00-20:30 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 140089
Semesterwochenstunden: 2

Psychologie

BK 032: Ressourcen aktivieren – Mentalisierung, Imagination und Achtsamkeit

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Das Mentalisierungskonzept beruht auf der entwicklungspsychologischen Theorie des Geistes („theory of mind“). Mentalisieren bezeichnet die individuelle Fähigkeit, Gefühle und Gedanken bei sich und anderen zu erkennen und zu verstehen. Diese Fähigkeit ist alles andere als trivial, denn sie bedarf besonderer Achtsamkeit mit uns selbst und unserer Umgebung - insbesondere im routinierten Alltagsgeschehen, in dem wir unseren Verpflichtungen nachgehen und funktionieren müssen. Hierbei geraten nicht selten wichtige Ressourcen zur Aufrechterhaltung des subjektiven Wohlbefindens aus dem Blickfeld. Hilfreich kann die gezielte Integration von ressourcenorientierten Imaginationen sein, wie wir sie etwa vom Tagträumen kennen.
Das Blockseminar besteht aus zwei Teilen: (1) Die Grundlagen zur Mentalisierungstheorie und (2) die praktische Arbeit mit konkreten Symbolen als Imaginationstechnik. Die Symbole spiegeln das eigene Befinden und lassen sich zur Ressourcenaktivierung nutzen. Die Symbolarbeit setzt eine gewisse Bereitschaft zur Selbsterfahrung voraus, weil der Blick auf sich selbst in der eigenen Umwelt als Schlüssel zur achtsamen Alltagsgestaltung aufgefasst wird.

Dozent: Dipl.-Psych. Jeremy M. Hoffmann, Psychologischer Psychotherapeut
Zeit: Freitag am 28.10.2022 von 10:15 -14:45 Uhr
Ort: Universität des Saarlandes, Gebäude A4 2, SR 0.15
LSF-Nr.: 140090
Semesterwochenstunden: 1

BK 033: Dem Gedächtnis „auf die Sprünge helfen“

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Schwung für Ihre „grauen Zellen“
Ich habe ein Gedächtnis wie ein Sieb!
Was wollte ich im Keller..?
Ich vergesse so viel…….dies sind bekannte Floskeln, die immer wieder zu hören sind.
Tatsache ist, dass geistige Fitness nicht nur ein Thema für ältere Menschen ist, sondern sich durch alle Altersgruppen zieht. Wie keine Generation zuvor sind wir gefordert und fordern uns.
In der vier Terminen bestehenden Kursreihe haben Sie die Möglichkeit, „Ihre grauen Zellen“ zu aktivieren.
Sie lernen Übungen kennen, die alle Gehirnfunktionen gleichermaßen beanspruchen, um Ihr Denkvermögen im Alltag zu vermehren, und Ihre geistige Leistungsfähigkeit flexibel halten können.
Das Übungsprogramm, das mit Freude und ohne Leistungsdruck durchgeführt wird, trainiert bei allen Terminen die gesamten Gedächtnis- und Hirnleistungen.
Sie werden online durch das Programm geführt.
Legen Sie, bevor Sie das Programm starten Blatt und Stift bereit.

Dozentin: Edeltrud Schätzel, Fachpräventologin für geistige Fitness®; Mitentwicklerin von MemoMoves®; Entwicklerin des Schüler & Eltern Lerncoach®; Lern-Gedächtnistrainerin; Ausbilderin im deutschen Turnerbund
Zeit: 8 Termine, freitags ab dem 04.11.2022 von 9:30–11:00 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140093
Semesterwochenstunden: 2

BK 034: Einführung in die Persönlichkeitspsychologie

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Die Persönlichkeitspsychologie ist ein wichtiger Teilbereich der Psychologie. Wenn im Alltag von Persönlichkeit gesprochen wird, ist damit oft eine Wertung verbunden. Persönlichkeit wird häufig mit Charakter gleichgesetzt. Man spricht z.B. von einer „gestörten Persönlichkeit“, von „Narzissten“ oder „Psychopathen“, oder von einer „starken Persönlichkeit“, um z.B. einen beeindruckenden Menschen zu beschreiben.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist Persönlichkeit definiert als die Gesamtheit überdauernder menschlicher Eigenschaften (engl. Traits). Sie beschreibt die Individualität eines Menschen im Unterschied zu anderen Menschen der gleichen Kultur und Altersgruppe.
Persönlichkeitspsychologie ist die empirische Wissenschaft von der individuellen Besonderheit des Verhaltens, Erlebens und der äußeren Erscheinung von Menschen. Diese individuelle Besonderheit macht die Persönlichkeit des Menschen aus. Es gibt große Überschneidungen mit der „differentiellen Psychologie“. Die „differentielle Psychologie“ beschäftigt sich mit Unterschieden zwischen Menschen.
In dem Kurs werden persönlichkeitspsychologische Grundlagen vermittelt.
Insbesondere werden folgende Themen behandelt:
- Alltagsverständnis der Persönlichkeit
- Unterschiedliche wissenschaftliche Persönlichkeitskonzepte
- Persönlichkeitsentwicklung
- Geschlechtsunterschiede
- Kulturelle Unterschiede
- Auswirkungen unterschiedlicher Persönlichkeitsstile im Alltag
- Methodik und Messung von Persönlichkeitsunterschieden
- Persönlichkeitsstörungen: Diagnostik und Therapie

Dozent: Dipl.-Psych. Nico Janzen
Zeit: 10 Termine jeweils dienstags ab dem 03.01.2023 von 18:00-19:30 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140092
Semesterwochenstunden: 2

BK 035: Was sind eigentlich psychische Störungen?

- Einführung in die Psychopathologie -

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Als psychische Störung werden alle Erkrankungen bezeichnet, die erhebliche Abweichungen vom Erleben oder Verhalten psychisch (seelisch) gesunder Menschen zeigen und sich auf das Denken, das Fühlen und das Handeln auswirken können.
Psychische Störungen sind weit verbreitet. Nach einer Studie der WHO leidet weltweit jeder vierte Arztbesucher daran. In Deutschland gehen Studien davon aus, dass rund zehn Prozent der Bevölkerung behandlungsbedürftige psychische Störungen haben. Im Arbeitsleben sind psychische Störungen mittlerweile die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen.
Psychische Störungen sind weit verbreitet, aber gut behandelbar.
In dem Kurs werden die Grundlagen der Psychopathologie vermittelt. Die wichtigsten Störungsbilder werden vorgestellt. Ebenso werden verschiedene therapeutische Ansätze dargestellt.
Wichtig: In diesem Kurs werden keine individuellen Diagnosen gestellt und auch keine Therapien durchgeführt. Es werden lediglich die wissenschaftlichen Grundlagen vermittelt.
In dem Kurs werden insbesondere folgende Themen behandelt:
- Was sind psychische Störungen?
- Wie häufig sind psychische Störungen?
- Nehmen psychische Störungen zu?
- Wie werden psychische Störungen klassifiziert?
- Darstellung der häufigsten psychischen Erkrankungen:
Abhängigkeitserkrankungen (Alkohol, Medikamente, Drogen, Spielsucht, Kaufsucht u.a.), Affektive Erkrankungen (Depression, Manie), Angststörungen, Anpassungs- und Belastungsstörungen, Aufmerksamkeitsstörung, Demenz, Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderlinestörung), Posttraumatische Belastungsstörungen, Schizophrenie, Schlafstörungen, Zwangsstörungen
- Therapie psychischer Störungen:
Psychotherapie, Medikamentöse Therapie

Dozent: Dipl.-Psych. Nico Janzen
Zeit: 10 Termine, jeweils donnerstags ab dem 05.01.2023 von 18:00 bis 19:30 Uhr.
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140091
Semesterwochenstunden: 2

BK 036: Einführung in die Positive Psychologie

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Was sind die Grundlagen eines „guten Lebens“? Was macht das Leben lebenswert? Welches sind die begünstigenden Eigenschaften und Bedingungen des Wohlbefindens?
Im Bereich der Positiven Psychologie werden die positiven Aspekte des menschlichen Lebens wissenschaftlich untersucht. Sie beschreibt und misst die Determinanten der Zufriedenheit und entwickelt Interventionen für psychisch gesunde Menschen. Ziel ist dabei die Anhebung und Stabilisierung der Lebenszufriedenheit. Forschungsgegenstand der Positiven Psychologie sind beispielsweise Charakterstärken, Tugenden, Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit, positive Emotionen und Talente.

Dozentin: Angelina Müller, M.A.
Zeit: 4 Termine dienstags ab dem 10.01.2023 von 10:15-11:45 Uhr
Ort: Online Kurs, via MS Teams
LSF- Nr.: 140094
Semesterwochenstunden: 1

BK 037: Achtsamkeit 4.0

ACHTUNG! Aufgrund zu geringer Nachfrage finet der Kurs leider nicht statt.

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Die Praxis der Achtsamkeit hat ihre Wurzeln in der Meditation, die im Buddhismus gelehrt wird. Was macht sie so interessantfür uns? Herausforderungen im Beruf, Familie und Alltag stressen uns. Deshalb sollte es bewusste Augenblicke der Ruhe geben. Ein paar Minuten nichts tun, an nichts denken, entspannt Körper, Geist und Seele.
In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe lernen Sie wie man die Achtsamkeit in den Alltag integrieren kann.
1. Achtsamkeit in der Ernährung
Achtsames Essen ist keine neue Diät. Es wird nicht über Kalorien, Körpergewicht oder Speisepläne gesprochen. Das achtsame Essen beschäftigt sich vielmehr mit den unbewussten Aspekten rund um unser Essverhalten. Also wann, warum, wo und wie wir essen. Achtsames Essen macht nicht nur zufrieden, sondern auch gesund.
2. Achtsamkeitsübungen in den Alltag integrieren
Tage der Achtsamkeit in unserem Leben bedeutet, dass wir bewusster, intensiver und entspannter leben. Die Auswirkungen der Achtsamkeitsübungen auf das Gehirn werden anhand wissenschaftlichen Studienerkenntnissen erläutert. Die Themen Chronobiologie,Organisation, Zeitmanagement als auch gesunder Schlaf werden besprochen und ein Einblick in eine Atemmeditation gegeben.
3. Achtsamkeit in der Kommunikation
Wie gelingt uns achtsame Kommunikation? Der Schlüssel liegt im achtsamen Zuhören und dem liebevollen Sprechen. Doch stellt sich oft die Frage „Verstehe ich diesen Menschen gut genug?“ Durch das Benutzen einer friedvollen Sprache und keinerlei beleidigenden und gewalttätigen Worte ist der erste Schritt, um achtsam zu kommunizieren, getan. Im Ergebnis kommt dies der Gesundheit des Einzelnen zu Gute.

Dozentin: Waltraud Ewen, M.A., LL.M., Wirtschaftsmediatorin (FH) und Stressmanagement-Trainerin
Zeit: freitags, 03.03.2023, 10.03.2023 und 17.03.2023 von 10:00-15:00 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.:
Semesterwochenstunden: 1

Dieser Kurs ist Teil von fit4more – gesund studieren, der Studentischen Gesundheitsförderung an der Universität des Saarlandes.

BK 038: Einsamkeit

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Die einen sind auf der Suche nach Einsamkeit, Stille und Leere und die anderen kommen mit der Einsamkeit nicht klar. Die Corona-Pandemie hat der Einsamkeit Aufmerksamkeit geschenkt. Was macht Einsamkeit mit unserem Körper? Gehirnforscher haben herausgefunden, dass Einsamkeit unsere Psyche krank macht. Einsame Menschen sind häufiger von Erkrankungen wie Krebs, Depression, Demenz betroffen und haben ein höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfälle.
Wissenschaftler sprechen von einer Epidemie ungeahnten Ausmaßes. Was kann man tun, um aus der Einsamkeit wieder herauszukommen? In diesem Beitrag erfahren sie welche negativen als auch positive Auswirkungen die Einsamkeit auf unseren Organismus hat und erhalten nützliche Tipps mit dem Umgang der Einsamkeit im Alltag.

Dozentin: Waltraud Ewen, M.A., LL.M., Wirtschaftsmediatorin (FH) und Stressmanagement-Trainerin.
Zeit: Freitag, den 24.03.2023 von 10:00–13:00 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140095
Semesterwochenstunden: 1

Umweltpädagogik

BK 039: „Natur, Umwelt und gesellschaftlicher Wandel“

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:

Klimawandel, ein Mainstream – Thema, wie ernst ist die Lage? Sie hat sich geändert, irreversibel geändert. Und dann, dürfen wir beim Reden über den Klimawandel das Artensterben vergessen?
Der Dozent ist kein Klimaforscher sondern Beobachter. Woran könnte man den Klimawandel im #Wald und überhaupt in der #Natur erkennen? Zu welcher Erkenntnis kommt der geschulte Blick auf unsere #Umwelt? Haben die einschneidenden Ereignisse der letzten Jahre etwas damit zu tun? Dazu kommt ein leichtfertiger Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Wahrheit. Wie sieht unser eigenes Bild der Umwelt aus, sehen wir überhaupt noch die Schönheit und Anpassungsfähigkeit der Natur? Ist unser Blick dafür verstellt, da sich die Umweltbewegungen egal, ob in Europa oder in den USA fast ausschließlich mit dem Klimawandel beschäftigen? Haben nur die Fridays for Future Recht? Wo bleibt der Aufruf zur Rettung der Arten, von denen wir viele noch nicht einmal kennen, denn das Artensterben bedroht nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch uns Menschen.
Und es ist auch eine wirtschaftliche Bedrohung! Könnte hier Postwachstum das Problem lösen? Und was ist eigentlich Postwachstum? Sind Klimaschutz und Wachstum überhaupt miteinander vereinbar?
Wir sind der #Meinung, nur #Bildung kann die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen und das #Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung schaffen. Erfolgversprechende Ansätze sind im Lauf der Zeit entstanden: Umwelterziehung, ökologisches Lernen und seit den 1990er-Jahren eben die BNE, Bildung für nachhaltige Entwicklung. Oder ist es gar schon zu spät zum Handeln, wie Jonathan Franzen in seinem Essay „Das Spiel ist aus“ (Die Welt, 26.07.2019 ) feststellt. Und nicht daran verzweifelt…
Sind soziologische und pädagogische Zugänge zu den UN Dekaden „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Biodiversität“ und jetzt bis 2030 „Wiederherstellung von Ökosystemen“ ein Thema für Sie? Dann besuchen Sie unseren Brückenkurs 44 „Natur, Umwelt und gesellschaftlicher Wandel“, der am Dienstag, den 25.10.2022 um 18h als Onlinekurs startet. Dabei sind einige Termine im Sinne von „Teach and Walk“ auch als Spaziergänge möglich!

Dozent: Elmar Bosch, Erziehungswissenschaftler, M.A.
Zeit: 4 Termine, dienstags, ab dem 25.10.2022, von 18:00–20:00 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
LSF-Nr.: 140097
Semesterwochenstunden: 2

Zusatzangebote

Lecker-Schmecker Lebensqualität

Ernährungsbesonderheiten ab 60 Jahren Plus

Was sind die Besonderheiten bei der Ernährung von älteren Menschen? Im Alter wird die Ernährung mehr als je zuvor zu einer sozialen Institution. Es geht bei Seniorinnen und Senioren nicht bloß um Erkrankungen und das Vermeiden von unverträglichen oder nicht gesundheitsförderlichen Lebensmitteln, sondern vielmehr um das Dürfen und Können und den Erhalt der Lebensqualität. Seniorenernährung beinhaltet Teilnahme an der Gesellschaft und Empfang von Wertschätzung und Respekt.
In diesem Brückenkurs werden Sie an Ernährungsthemen mit besonderem Augenmerk auf die Seniorenernährung herangeführt. Der Kurs besteht aus zwei Terminen, wobei sich der erste Termin mit den Grundlagen der Seniorenernährung beschäftigt und der zweite Termin explizit die altersbedingten Einschränkungen und Krankheitsbilder aufgreifen wird.

Der Kurs kann erst ab einer Mindestteilnehmerzahl von 12 stattfinden.

Dozentin: Hannah Friedrich, B. Sc. Oecotrophologie, vertritt die Vernetzungsstelle Seniorenernährung im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz seit 01. Februar 2021. Sie war in den vergangenen zehn Jahren in der klinischen Beratung, Gemeinschaftsverpflegung und Hotellerie tätig.
Zeit: Freitag 13. Januar 2023 und Freitag 20. Januar 2023 von 10.00 Uhr - 11:30 Uhr
Ort: Online Kurs via MS Teams
Semesterwochenstunden: 0

Workshop „Nachhaltigkeit im Alltag“

Nachhaltigkeit ist ein großes Thema, es begegnet uns aller Orten. Aber was bedeutet
das überhaupt: Nachhaltigkeit? Die Definition des Dudens ist ziemlich knapp:
„Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen,
sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.“
Nachhaltigkeit kann viele Gesichter haben, es ist mehr als nur Ökostrom und
Energiesparen, es kann ebenso bedeuten: Teilen und Weitergeben, Lücken füllen,
Fähigkeiten nutzen und Barrieren abbauen.
Haben Sie sich unter diesen Aspekten schon mal gefragt: Was kann ich ohne großen
Aufwand in meinem Alltag tun, um etwas zu verändern? Welchen Beitrag kann ich
ganz konkret zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten?
Wir laden Sie dazu ein, gemeinsam zu überlegen und Ideen zusammenzutragen, wie
sich nachhaltiges Handeln in unser Alltagsleben integrieren lässt. Wir wollen mit Ihnen
Projektideen sammeln und dann gemeinsam entscheiden, welche wir im kommenden
Semester angehen und umsetzen wollen. Elmar Bosch und Sandra Hofmann vom
ZelL übernehmen die Moderation und Koordination – Ideen und Vorgehen sollen von
Ihnen, unseren Gasthörerinnen und Gasthörern und allen anderen Interessierten, die
mitmachen möchten, bestimmt werden.
Wir treffen uns erstmals am Dienstag, den 08. November 2022 um 10:15 Uhr via
MS Teams zum Kennenlernen und Sammeln von Ideen. Das weitere Vorgehen und
eventuelle Folgetermine besprechen wir bei diesem ersten Treffen.

PolL - Der Podcast für lebenslanges Lernen

Kleine Wissenshäppchen vor dem ZU-BETT-GEHEN gefällig oder während der Busfahrt? Wir machen's mit dem Podcast für lebenslanges Lernen (PolL) möglich. Hören Sie doch mal rein:

PolL

Info

Bitte haben Sie Verständnis, dass erst beim ersten Termin eines jeden Kurses festgestellt werden kann, ob die Nachfrage ausreichend ist, um die Veranstaltung stattfinden zu lassen.

Kontakt: Universität des Saarlandes / Zentrum für lebenslanges Lernen / Campus A4 2 / 66123 Saarbrücken / Erreichbarkeit Mo–Do von 10–15 Uhr und Fr von 10–12 Uhr via Mail zell-gh[at]mx.uni-saarland.de und Tel. 0681 - 302 3533