Förderung durch die Universitätsgesellschaft des Saarlandes

Die Universitätsgesellschaft des Saarlandes unterstützt im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten hervorragende Doktorarbeiten, fördert die Teilnahme an wissenschaftlichen Tagungen und internationalen Wettbewerben und vergibt nach Einzelfallprüfung Deutschlandstipendien. Hier stellen sich einige unserer Deutschlandstipendianten vor.

Geförderte Wissenschaftler und Projekte

Teilnahme an der Sommerakademie Katastrophenmedizin und humanitäre Hilfe

Zwischen dem 18. und 22. September fand in Ulm die jährliche Sommerakademie der Katastrophenmedizin und Humanitären Hilfe statt. Die Veranstaltung ermöglichte es 64 angehenden Medizinern theoretische und praktische Erfahrungen auf dem Gebiet der Katastrophenmedizin und humanitären Hilfe zu sammeln. Besonderes Highlight war ein simulierter Massenanfall von Verletzten, die mit realistischer Schminke und schauspielerischem Talent von 20 Schülern des Schubart-Gymnasiums in Ulm gemimt wurden. Aufgabe der Teilnehmer war es, die Verletzten unter simulierten Stressbedingungen mittels eines Sichtungsalgorithmus (mSTaRT) nach ihrer Behandlungspriorität in leicht- und schwerverletzte Patienten einzuteilen. Dank der Unterstützung der Universitätsgesellschaft konnte Fabian Sproll an der Sommerakademie 2017 teilnehmen.

Workshop "Making effective use of metadata of historical texts and corpora"

Am 7. und 8. September trafen sich Experten aus Deutschland und dem Ausland auf Einladung des Saarbrücker Sonderforschungsbereichs zur Informationsdichte und sprachlichen Kodierung an der Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie. Der Workshop "Making effective use of metadata of historical texts and corpora" richtete sich an eine breite Interessengruppe von Sprachwissenschaftlern und Computerlinguisten, die mit historischen Texten oder generell mit großen Textsammlungen arbeiten (z. B. Proceedings and Transactions of the Royal Society of London, Old Bailey Court Proceedings) und entsprechende Verfahren und Visualisierungen nutzen, um neue Erkenntnisse aus diesen Daten zu gewinnen. Auch für die Studenten der linguistischen Studiengänge bot das Programm interessante Themen. Die Veranstaltung wurde von der Universitätsgesellschaft großzügig unterstützt.

Kongressreiseförderung für Diana Ferreira de Sá

In den letzten Jahren konnte gezeigt werden, dass sich durch intranasale Verabreichung von Insulin die Leistung in Gedächtnistests steigern lässt. Unser Forschungsprojekt untersucht die Effekte intranasaler Insulinverabreichung auf Prozesse der Angstkonditionierung. Es handelt sich hierbei um ein innovatives Projekt mit der Absicht erstmalig das Potential von intranasal appliziertem Insulin auf die Verstärkung der Angstlöschung in einer gesunden Population zu untersuchen. Unsere vorläufigen Ergebnisse legen nahe, dass die Gabe von Insulin zu einer verbesserter Angstlöschung führt, wobei bei Frauen und Männern unterschiedlichen Phasen der Angstlöschung beeinflusst werden. Diese Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass Insulin positive Effekte der Expositionstherapie verstärken könnte. Unsere Gruppe bereitet aktuell weitere Studien zur Untersuchung dieses Zusammenhangs vor, wobei ein besonderer Fokus auf der Untersuchung geschlechtsspezifischer Effekte liegen wird.

HoK-Jahresfeier mit Preisvergabe und Berufsorientierung für Kulturwissenschaftler

 Die Unigesellschaft hat erneut die interdisziplinären Studiengänge Historisch orientierte Kulturwissenschaften (HoK) bei ihrer Jahresfeier unterstützt: So konnten für herausragende Abschlussarbeiten zwei Richard-van-Dülmen-Preise mit jeweils einem Preisgeld von 500 Euro vergeben werden. Ausgezeichnet wurden Isabelle Schierstein, für ihre MA-Arbeit „Personifikationen des Todes in der Kinderliteratur in kulturgeschichtlicher Perspektive“ sowie Elisabetta Cau für ihre MA-Arbeit „Inszenierungsformen von „Besessenen“ in Literatur, Malerei und Film“. Dass mit dem HoK-Studium tolle Berufe ausgeübt werden können, demonstrierten drei HoK-Alumni: Yvonne Schleinhege vom Saarländischen Rundfunk, Ina Goedert von der Landesmedienanstalt Saarland und Susanne Arlt vom Orchestermanagement des Nationaltheaters Mannheim. [Zur Pressemitteilung]

Krieg und Frieden in der Neuesten Geschichte Italiens

„Krieg und Frieden in der Neuesten Geschichte Italiens“ war das Leitthema der 19. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens, zu der diese in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Institut in Rom vom 15. bis 17. Juni 2017 in die Stiftung Demokratie Saarland in Saarbrücken eingeladen hatte. Wissenschaftler aus Italien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA waren dem Aufruf gefolgt. Wie Gabriele B. Clemens und Lutz Klinkhammer in ihren Grußworten betonten, standen die Präsentation neuer Projekte des wissenschaftlichen Nachwuchses zum Thema „Krieg und Frieden“ und der Austausch mit erfahrenen Historikern der deutsch-italienischen Geschichte im Zentrum des Interesses. Gefördert wurde die Veranstaltung von der Unigesellschaft und dem Internationalisierungsfonds der Saar-Uni.

Posterpräsentation und Abschlussarbeitspreise des Chapters Psychologie

Am 20. Juli 2017 haben 80 Studenten der Fachrichtung Psychologie die Ergebnisse eines einjährigen Empiriepraktikums im Rahmen einer Posterpräsentation vorgestellt. Die besten Poster wurden von einer Kommission der Fachrichtung Psychologie mit Posterpreisen ausgezeichnet. Weiterhin wurden bei dieser Veranstaltung auch Preise für herausragende Abschlussarbeiten aus dem Bereich der Psychologie der Jahre 2016 und 2017 vergeben. Die Veranstaltung und die Preise wurden von der Universitätsgesellschaft des Saarlandes gefördert. Weitere Informationen zu der Veranstaltung und den Preisträgern finden sich auf der Homepage des Chapter Psychologie.

Präsentation von Forschungsergebnissen auf der Tagung der Gesellschaft für empirische Bildungsforschung

Elisa Malkmus ist Psychologiestudentin und stellte auf der Tagung der GEBF in Heidelberg die Ergebnisse ihrer Masterarbeit zum Thema Emotionen beim Lernen mit Multimedia vor. Sie untersuchte, inwieweit die während des Lernens erfahrene Kontrolle und der vermittelte Wert einer Lernaufgabe die erlebten Emotionen während des Lernens und den Lernerfolg von Schülern der 10. Klasse beeinflussen. Es konnte gezeigt werden, dass Lernende, die selbstständig entscheiden konnten, wie lange sie sich mit dem Lernmaterial beschäftigen und denen zusätzlich eine hohe Wichtigkeit der zu lernenden Informationen vermittelt wurde, die stärksten positiven Leistungsemotionen erlebten und auch im Lernerfolgstest besser abschnitten als alle anderen Schüler. Der Kongressbesuch wurde von der Universitätsgesellschaft  finanziell gefördert.

Druckkostenzuschuss für Promotion

Nach meinem Bachelor- und Masterstudium habe ich im Jahr 2013 meine Promotion an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes begonnen. Unter der Betreuung von Professor Gerald Thiel und Professorin Magali Madry arbeitete ich bis Ende 2016 am Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung an einem Projekt über eine Stammzell-basierte Therapie für Knorpeldefekte. Schädigungen der Gelenkknorpelschicht können nicht über natürliche Wege ausheilen, daher ist ein stetiger Fortschritt zur Verbesserung der Therapiemöglichkeiten von großer Bedeutung. Meine Arbeit befasste sich intensiv mit der genetischen Manipulation von mesenchymalen Stammzellen und Knochenmarkaspiraten durch rekombinante adeno-assoziierte virale Vektoren und konnte so wichtige Einblicke in die Grundlagen der Gentherapie als verbesserte Behandlungsmöglichkeit für Knorpelschädigungen liefern. Die Unigesellschaft hat die Promotionsarbeit durch die Übernahme der Druckkosten unterstützt.

Interdisziplinäre Tagung: Digitalkulturen in den Geisteswissenschaften

Vor dem Hintergrund der sich stetig wandelnden Digitalisierungsprozesse und ihrer Konsequenzen für Mensch und Wissenschaft widmeten sich an der Universität des Saarlandes am 8. und 9. Juni 2017 Wissenschaftler und Nachwuchsforscher der Frage nach aktuellen Forschungsmethoden und -gegenständen im Bereich der Romanistik. Im Rahmen der Veranstaltung, die vom Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft in Kooperation mit dem Frankreichzentrum organisiert wurde, wurden sowohl Fachvorträge aus Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaft als auch Workshops zum Erlernen digitaler Recherche- und Auswertungsmethoden angeboten. (Foto: DFH)

Konferenzpräsentation Gehinaktivitätsmessung in der Neuprodukt-Wahrnehmung

Technologie- und Innovationsexperten trafen sich dieses Jahr in Löwen (Belgien) zur R&D Management Konferenz 2017. Die Konferenz konzentrierte sich auf das Thema „Science, Markets & Society: Crossing boundaries, creating momentum“. Die R&D Management Konferenz ist eine der Schlüsselkonferenzen an der Schnittstelle von Technologie- und Innovationsmanagement und bringt seit über 30 Jahren Experten aus Forschung und Praxis zusammen, um über Trends in Forschung und Entwicklung zu diskutieren. Einen besonderen Fokus legt die Konferenz auf die Entwicklung und den Einsatz neuartiger Technologien in Wissenschaft und Praxis. Der Lehrstuhl Technologie- und Innovationsmanagement der Saar-Uni war durch Benedikt Schnellbächer und Kevin Sinnwell vertreten. Die Forscher präsentierten eine Studie zur zur Messung von elektrischer Gehirnaktivität um die Wahrnehmung von neuen Produkten zu analysieren (Fotos: v. o. n. u. Benedikt Schnellbächer und Kevin Sinnwell).

Größte deutsche Konferenz für Sprachwissenschaft an der Saar-Uni

Vom 8.  bis 10. März 2017 fand an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken die 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft statt. Das Rahmenthema ‚Information und sprachliche Kodierung’ ließ viel Raum für vielfältige Arbeitsgruppen aus verschiedenen Bereichen der Sprachwissenschaft. Eher computerlinguistisch orientierte Arbeitsgruppen standen neben Teams, die sich einer formallinguistischen Herangehensweise verpflichtet sahen. Psycholinguistik und Computerlinguistik  gingen eine Synthese ein in der Arbeitsgruppe ‚Wen wurmt der Ohrwurm’ zur Konstituenz in Mehrwortausdrücken. Themenbereiche aus der Phonologie, insbesondere Prosodie, und der Semantik rundeten das Bild ab. Die Tagung fand mit über 500 Teilnehmern aus aller Herren Länder ein breites Echo, das sich auch in der Berichterstattung in Zeitung, Radio und Fernsehen niederschlug (Foto: v. l. n. r. Prof. Ingo Plag, Prof. Augustin Speyer, Annegret Kramp-Karrenbauer, Prof. Manfred Schmitt, Prof. Ingo Reich).
[Zur Pressemitteilung]
[Zum Hörfunkinterview]

Großer Chor der Saar-Uni singt in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin

Der große Chor der Saar-Uni, das musikalische Ensemble, das seit Gründung der Universität besteht, ist keinesfalls alt und ideenlos, sondern jugendlich-frisch sehr aktiv. Ein Beleg hierfür ist die Einladung zur Gestaltung einer der renommierten kirchenmusikalischen Vespern in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin im Juli 2017. Der berühmte Oktogonal-Bau mit der benachbarten Ruine des "hohlen Zahnes" (wie die Berliner sagen), war schon von jeher ein nationales Denkmal und hat im Dezember 2016 durch den Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt nochmals furchtbare Bedeutung erlangt. Diese Tragödie wird sich auch in der Programmauswahl der Musikstücke niederschlagen, die Prof. Helmut Freitag und sein fast 60-köpfiges Ensemble präsentieren werden. Dass der Chor mit einer solch großen Teilnehmerzahl nach Berlin fahren und in einem einfachen Jugendhotel übernachten kann, danken wir auch zu einem großen Teil der Unterstützung durch die Universitätsgesellschaft.

1. Saarbrücker Europa-Konferenz des Europa-Kollegs CEUS

Am 10. und 11. November 2016 veranstaltete das Europa-Kolleg CEUS auf dem Saarbrücker Campus die 1. Saarbrücker Europa-Konferenz zum Thema „Europa – quo vadis?“. Mit diesem neuen Forum für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat das CEUS eine internationale Plattform zur Diskussion zentraler   europapolitischer Themen geschaffen. Die Konzeption erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Europa-Gastprofessur. In  zwei Sektionen referierten unter anderem Catherine Robinet und Professor Paulo Mota Pinto und Klaus Bouillon zu den Themen „Was  macht  einen Europäer aus?“ und „Europas Grenzen. Europa ohne Grenzen?“.  

Workshop zur historischen Geschlechterforschung

Ein neues Selbstbewusstsein und die Betonung der individuellen Entscheidung jedes Einzelnen ist kennzeichnend für die Frühe Neuzeit. Wie nutzten Männer und Frauen den konfessionellen Rahmen, um sich selbst und ihre Ideen zu verwirklichen? Wie ist das Verhältnis zwischen konfessioneller Identität und eigenen (geschlechtsspezifischen) Handlungsspielräumen zu interpretieren? Welche Rolle spielen dabei – konfessionsübergreifend – die Orientierung an der Bibel und der direkte Bezug auf die Nachfolge Jesu? Diesen Fragen ist die international ausgerichtete Tagung „Bibelfrömmigkeit und Christusnähe. Katholische Laienreligiosität in der Frühen Neuzeit“ am 3. und 4. Februar 2017 nachgegangen. Rund 20 Teilnehmer stellten in kurzen Vorträgen ihre bisherigen Forschungsergebnisse zur Diskussion, um einen Austausch zu ermöglichen. Kontakt: Prof. Dr. Anne Conrad, a.conrad(at)mx.uni-saarland.de

Vorstellung der Forschungsergebnisse beim 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

Die einflussreichsten Zeitschriften der Managementforschung stammen zum größten Teil aus den USA und sind geprägt von einem US-amerikanischen Schreibstil. Außerdem scheinen Herausgeber und Gutachter im Hinblick auf eingereichte Manuskripte, jenseits von Qualitätsaspekten, auch sprachgebundene Anforderungen zu haben. Da diese Erwartungen oft impliziter Natur sind, kann dies nicht-amerikanischen Autoren den Zugang zum Publikationsprozess erschweren, wenn sie nicht durch fundierte Forschung sichtbar gemacht werden. So untersuchte Aysenur Bilgin in ihrer Bachelorarbeit unter der Betreuung von Dr. Nida ul Habib Bajwa und Prof. Cornelius König den sukzessiven Einfluss der amerikanischen Konventionen auf die deutsche Wissenschaftssprache im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie. Die Universitätsgesellschaft hat die Teilnahme und Vorstellung von Frau Bilgins Forschungsergebnissen beim 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Leipzig gefördert.

Förderung der Vortragsreihe: "Caesarenwahn. Die Hybris des Autokraten"

"This night you shall hear my dirge on the burning Rome." Zu den wirkungsmächtigsten Bildern vom römischen Kaisertum gehört Peter Ustinovs Darstellung des Kaisers Nero, der in größenwahnsinniger Manier voller Freude die Stadt Rom niederbrennen lässt, um eine neue Hauptstadt errichten zu können (Quo Vadis, 1951). Die Vorstellung einer geradezu pathologischen Selbstüberhebung von Autokraten ist im Begriff des ‚Caesarenwahns‘ sprichwörtlich geworden. Sie geht zurück auf einen Aufsatz des Historikers und späteren Friedensnobelpreisträgers Ludwig Quidde (Caligula. Eine Studie über römischen Cäsarenwahnsinn, 1894), der in antiken Biographien über römische Kaiser eine Reihe immer gleicher Symptome der ‚Verrücktheit‘ zu erkennen glaubte. Der Aufsatz sorgte im wilhelminischen Zeitalter dafür, dass Quiddes wissenschaftliche Karriere wegen Majestätsbeleidigung endete; dennoch entfaltete die Idee vom Caesarenwahn große Wirkung bis in die Gegenwart. Die Vorlesungsreihe beleuchtete die topische Verwendung dieser Idee in den darstellenden Künsten, vor allem dem modernen Film. Begleitend zu den Vorträgen wurden ausgewählte Filmbeispiele vorgeführt.

Konferenz "Strangeness in Early Stuart Performances, 1603-1649"

Die Konferenz "Strangeness in Early Stuart Performances, 1603-1649" wurde vom Team der britischen Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität des Saarlandes organisiert und von der Universitätsgesellschaft des Saarlandes großzügig unterstützt. Das Ziel der Konferenz war es, performative Praktiken der frühen Stuartzeit im Hinblick auf jene Elemente zu analysieren, die auf inhaltlicher und meta-theatralischer Ebene die sich verstärkenden Eindrücke und Ausdrücke der Fremdheit und der Befremdung thematisieren und verhandeln, denen sich die Menschen in der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts stellen mussten. [zum vollständigen Artikel]

Festakt: 20 Jahre Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes

Am 30. November 2016 feierte das Frankreichzentrum sein 20-jähriges Jubiläum. Anlässlich des Festaktes kamen zahlreiche Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit sowie von den Hochschulen und Partnerorganisationen der deutsch-französischen Grenzregion zusammen. Die Gründungsmitglieder des Frankreichzentrums, die früheren Leiter sowie zahlreiche ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren ebenfalls präsent. In seinem Festvortrag über den „Nutzen eines Frankreichzentrums für die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen“ würdigte der Germanist und ehemalige Leiter der Deutsch-Französischen Hochschule, Professor Dr. Patrice Neau, die bisherige Arbeit der 1996 gegründeten Einrichtung. Die Jubiliäumsfeier wurde von der Universitätsgesellschaft unterstützt.

Tagung „Let’s historize it! Jugendmedien im 19. und 20. Jahrhundert“

Am 8. und 9. September 2016 fand in den Räumen der Villa Lessing in Saarbrücken der Workshop "Let’s historize it! Jugendmedien im 19. und 20. Jahrhundert" statt. Im Rahmen der vom Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte an der Universität des Saarlandes veranstalteten Tagung sollten Jugendmedien in historischer Perspektive beleuchtet und im interdisziplinärem Umfeld diskutiert werden. Sie bot somit vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte vorzustellen und Jugendmedien sowohl in ihrer Ästhetik als auch in ihrer Eingebundenheit in sozio-kulturelle und politische Prozesse zu analysieren. Die Tagung wurde von der Universitätsgesellschaft unterstützt.

Begleitveranstaltung zum Nationalen IT-Gipfel: „Digitale Bildung für alle“

Der Nationale IT-Gipfel kommt nach Saarbrücken. Zentrales Thema ist „Digitalisierung und Bildung“. Vor diesem Hintergrund findet am 16. November der „Tag der Digitalen Bildung für alle“ an der Saar-Uni statt, bei dem sich Interessierte jeden Alters über digitale Bildung informieren, neue Technologien ausprobieren und das Für und Wider mitdiskutieren können. Auf dem Saarbrücker Campus dreht sich von 9 bis 17 Uhr alles um digitales Lehren und Lernen – um Möglichkeiten und Chancen, aber auch um Risiken und Grenzen. Wie nutzen Kinder, Jugendliche und Erwachsene digitale Medien sinnvoll? Was bringen Smartphone, Tablet und Co. im Schulunterricht oder beim lebenslangen Lernen? Was kommt mit der Digitalisierung auf Unternehmen zu? Ein vielfältiges Programm wird geboten mit Markt der Möglichkeiten, digitalen Erlebniswelten, Vorträgen und Podiumsdiskussionen. Die Universitätsgesellschaft fördert die Veranstaltung. [mehr]

HoK Jahresfeier: Verleihung des Richard-van-Dülmen Preis
Aline Maidener, Marc Schmitt, Jörg Jacoby, Dr. Barbara Duttenhöfer (v.l.n.r.)

Dank der großzügen Förderung der Universitätsgesellschaft, der Arbeitskammer des Saarlandes sowie der Stiftung ME Saar Metall- und Elektroindustrie konnte im Rahmen von "Kultur auf dem Campus: Die HoK-Jahresfeier 2016" der Richard-van-Dülmen-Preis für drei hervorragende Abschlussarbeiten verliehen werden. Die Absolventen Jörg Jacoby, Gesa Oetting und Marc Schmitt wurden mit jeweils 500 Euro ausgezeichnet.
Im Rahmen des Festaktes haben die vier Absolventen der "Historisch orientierten Kulturwissenschaften" Anika Bächer, Maciej Spiczak, Patrick Wiermer und Angelina Müller über ihren Berufseinstieg informiert und standen den HoK-Studenten für Fragen zur Verfügung. Im Magazin der Arbeitskammer "Arbeitnehmer 08/2016" ist ein Artikel zur Feier erschienen, welcher im Medien-Echo der Universität des Saarlandes verlinkt ist.

Tagungsbesuch "European Conference on Biotechnology"

Die „European Conference on Biotechnology“ fand dieses Jahr in Krakau statt. Auf dem reichen geschichtlichen Hintergrund der zweitgrößten Stadt Polens wurden die aktuellsten Ergebnisse im Bereich Biotechnologie vorgestellt. Die bekannteste Sprecherin war wohl Emmanuelle Charpentier, die ihr revolutionäres CRISPR-Cas System vorstellte, welches sowohl die Grundlagenforschung als auch die angewandten Biotechnologie auf den Kopf stellt. Neben exzellenten Keynote-Speakern und Symposienbeiträgen bot die Konferenz auch jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Ergebnisse auf über 200 Postern einem hochqualifizierten, internationalen Publikum zu präsentieren. Die jungen Wissenschaftler der Saar-Uni, Tanja Sagadin, Mohammed Milhim und Benjamin Stenger konnten dort viele neue Eindrücke und Anregungen für ihre Karriere sammeln.

Medienbildung EUROPA FILM BILDER

Nur klischeehafte Postkartenansichten eines „touristischen“ Blicks? Welches Bild zeichnen populäre Spielfilme von Europa? Welche Aspekte werden in der Abbildung eines Landes, einer Region oder einer Stadt ausgespart, welche hervorgehoben? Gibt es Motive, die in der Darstellung europäischer Menschen, zum Beispiel in Hollywoodfilmen, aber auch in europäischen Independent-Produktionen als feste Stereotype immer wieder auftauchen? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus der kulturellen Filmreihe zur Medienbildung EUROPA FILM BILDER vom 2. bis 7. September 2016 im Kino achteinhalb Saarbrücken. Anhand von herausragenden Beispielen aus Filmgeschichte (1930er bis 1960er Jahre) und Filmgegenwart (2000er bis 2010er Jahre) veranschaulicht die Veranstaltungsreihe Aspekte zum medialisierten Europabild.

Innovative Stahlforschung im Blickpunkt

Am 10. Mai 2016 fand das sechste DGM-Regionalforum Saar statt, eine seit einigen Jahren etablierte Kommunikationsplattform zur Vernetzung der saarländischen Werkstoffindustrie mit den Hochschulen.  Diese sollte mit der strategischen Partnerschaft der Universität des Saarlandes sowie dem Material Engineering Center Saarland (MECS) mit der AG der Dillinger Hüttenwerke im besonderen Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen.
Rund 90 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft fanden den Weg in die Aula der UdS und konnten sich über das aktuelle Schlüsselthema "Innovative Stahlforschung"  industrie- und hochschulnah informieren. Prof. Frank Mücklich vom Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe eröffnete das Vortragsprogramm mit einer Kurzvorstellung der Partnerschaftsprojekte, welche von Dillinger mit 1 Million Euro in den kommenden drei Jahren gefördert werden. Die Leiter der drei universitären Arbeitsgruppen, Prof. Mücklich, Prof. Christian Motz (Experimentelle Methodik der Werkstoffwissenschaften), sowie Prof. Stefan Diebels (Technische Mechanik), stellten diese vor und betonten die exzellente Projekt-Umgebung am Campus durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Materialwissenschaft und Informatik. Schließlich widmete sich Dr. Michael Bott, als Forschungschef von Dillinger, den grundsätzlichen Forschungsstrategien des Unternehmens, die der immer stärker werdenden Komplexität neuer Stähle Rechnung tragen sollen.

Gartenfest und Messe in einem – das SAM bei der Woche der Umwelt

Am 6. und 7. Juni fand die fünfte Woche der Umwelt statt. Bundespräsident Joachim Gauck und die Deutsche  Bundestiftung Umwelt (DBU), luden rund 200 Aussteller in den Schlosspark Bellevue in Berlin ein. Mit dabei: Das Schülerlabor Advanced Materials (SAM) der Fachrichtung Materialwissenschaft und Werkstofftechnik.
Das SAM-Team, bestehend aus Leiterin Pia Kockler, Ines Blatter (wissenschaftliche Mitarbeiterin), Nadine Kreutz (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Adrian Krüger (FSJ),  präsentierte einen Versuch zum Thema Handy-Recycling. Da in deutschen Schubladen Schätzungen zufolge rund 100 Millionen Althandys liegen und die darin enthaltenen Rohstoffe nicht recycelt werden, gehen Unmengen sogenannter seltener Erden verloren. Da deren Gewinnung jedoch oftmals in vielen  Aspekten problematisch ist, ist es umso wichtiger, nicht mehr genutzte Mobiltelefone dem Recyclingkreislauf zuzuführen. [mehr]

Teilnahme des Sinfonieorchesters am 9. Deutschen Orchesterwettbewerb Ulm

Das Sinfonieorchester der Universität des Saarlandes ist eines der größten und ältesten Ensembles des collegium musicum und wurde 1954 gegründet. Mit Werken von Fauré (aus: Pélleas et Mélisande), Márquez (Danzón No. 2) und dem Pflichtstück Rob. Schumann, 3. Satz aus der 4. Sinfonie, stellte sich das Sinfonieorchester mit 54 Mitwirkenden am 6. Mai im Congress Centrum Ulm der Jury. Deren  Bewertung wurde mit einem guten Erfolg und einer hervorragenden Punktzahl von 20 (bei 25 möglichen) ausgesprochen.Ohne die spürbare Unterstützung, die uns die Universitätsgesellschaft gewährte, wäre eine Teilnahme und damit die klingende Botschaft aus dem Saarland und seiner Universität nicht möglich gewesen. Alle Mitwirkenden, stellvertretend Prof. Helmut Freitag als Leiter des collegium musicum, danken von ganzem Herzen für die Ermöglichung dieser bewegenden Wettbewerbsteilnahme und allen damit verbundenen wunderbaren Eindrücke.

Portugiesische Filmreihe und Gastvorträge der Europa-Gastprofessur

Die Europa-Gastprofessorin der Saar-Uni, Gabriela Vojvoda, organisierte in Zusammenarbeit mit dem Saarbrücker Kino 8 ½ und mit Unterstützung der Universitätsgesellschaft, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Saarland und der Landeszentrale für politische Bildung Saarland die Filmreihe Kolonialismus und Postkolonialismus im portugiesisch-sprachigen Film.
Die Film- und Vortragsreihe nahm das Ende des portugiesischen Kolonialkriegs in Afrika vor genau 40 Jahren zum Anlass, über die Aufarbeitung von Kolonialismus und Postkolonialismus zu reflektieren. Gezeigt wurden Filme aus Angola, Guinea-Bissau, Mosambik und Portugal, die zwischen 1985 und 2012 produziert wurden und den Kolonialkrieg sowohl aus der Perspektive der Kolonialmacht als auch aus der Sicht der afrikanischen Befreiungsbewegungen behandeln. [mehr]

Förderung einer Forschungsreise in die USA

Intelligenz gilt weithin als wichtiger Prädiktor für Erfolgsindikatoren, so zum Beispiel des schulischen Erfolgs oder der Gesundheit. Studien konnten zeigen, dass Unterschiede zwischen Personen in kognitiven Merkmalen zu einem wesentlichen Anteil durch genetische Unterschiede erklärt werden können. In Zusammenarbeit mit Professor Eric Turkheimer von der University of Virginia untersucht Juliana Gottschling anhand 4.000 deutschen Zwillingspaaren, ob sich die relative Bedeutung von genetischen und Umweltfaktoren auf Unterschiede in kognitiven Fähigkeiten entlang des sozioökonomischen Kontinuums unterscheidet. Zahlreiche Untersuchungen deuten hier darauf hin, dass die Erblichkeit mit ansteigendem sozioökonomischen Status zunimmt, während die Bedeutung der Umwelt abnimmt. Die Unigesellschaft hat die Forschungsreise nach Charlottesville von Juliana Gottschling, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik von Professor Frank Spinath, gefördert.

Unterstützung des Informations- und Medienrechtlichen Kolloquiums

Das Informations- und Medienrechtliche Kolloquium Saarbrücken (IMK) wurde im Jahr 2014 an der Universität des Saarlandes gegründet. Es versteht sich als ein Forum für Studierende, Wissenschaftler, in der Praxis tätige Juristen sowie alle, die Interesse an Rechtsfragen der Informationsgesellschaft haben. Die Vortragenden sind namhafte Juristen aus Wissenschaft und Praxis, aber auch Vertreter anderer Disziplinen. Als gemeinsame Veranstalter des IMK fungieren die Abteilung Rechtswissenschaft der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und das Institut für Europäisches Medienrecht e.V. Saarbrücken. Das Kolloquium gehört zu den Schwerpunktbereichen „Deutsches und internationales Informations- und Medienrecht“ sowie „IT-Recht und Rechtsinformatik“, auf deren Lehrplänen zivilrechtliche wie öffentlich-rechtliche Fragen der Informationsgesellschaft stehen. Weitere Informationen auf der Homepage von Prof. Dr. Jan Henrik Klement unter www.uni-saarland.de/lehrstuhl/klement/kolloquium.html

Wege in Deutschland - ein Projekt zur Integration von Flüchtlingen

Im Jahr 2015 haben über 1,2 Mio. Flüchtlinge in Deutschland Schutz gesucht. Dies stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen, die neben der Versorgung, insbesondere die Integration der Schutzsuchenden in die hiesige Gesellschaft betreffen. Noch herrscht Unklarheit darüber, welche Faktoren einen erfolgreichen und langfristigen Integrationsprozess bedingen. Daher wurde von Dr. Elisabeth Hahn, Dr. Nida Bajwa und Jun.-Prof. Dr. Martin Obschonka das Projekt „Wege in Deutschland“ initiiert. Im Fokus dieses groß angelegten Projekts steht die Identifikation integrationsfördernder und -hemmender Einflussfaktoren besonders in den Bereichen der sog. nicht-kognitiven Faktoren (z.B. Motivation, Selbstkonzept und Selbstwirksamkeit) sowie persönlichkeitsrelevanten Aspekten (z.B. Selbstregulation, Zukunftsvorstellungen). Dieses Projekt wird finanziell von der Universitätsgesellschaft unterstützt.

Studentische Tagung über die Popularisierung von Erotik, Pornografie und Prostitution

„Let’s talk about Sex! – Popularisierung von Erotik, Pornografie und Prostitution“ lautet der Titel einer Fachtagung, die Ende dieser Woche (29. und 30. April) unter Federführung des Lehrstuhls Historische Anthropologie/Europäische Ethnologie an der Saar-Uni stattfindet. Sie soll Antwort auf die Frage geben, wie viel Erotik in unserem Alltag steckt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist das Graduate Centre (Gebäude C9 3). [mehr]

Workshop: Evangelische und katholische Stimmen

Die Fachrichtungen evangelische und katholische Theologie beteiligen sich im Rahmen der Ökumenischen Forschungsstelle für Kirchen- und Theologiegeschichte des 20. Jahrhunderts an einem internationalen, interdisziplinären Forschungsprojekt zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der deutsch- und französischsprachigen Welt von 1919 bis 1949. Prof. Dr. Michael Hüttenhoff (Fachrichtung Evangelische Theologie) und Prof. Dr. Lucia Scherzberg (Fachrichtung Katholische Theologie) koordinierten den Teilbereich „Evangelische und katholische Stimmen“. [mehr]

Saarklang-Festival 2016

Anlässlich des bundesweiten Tages der Musik veranstaltet ein Team aus Musikmanagement-Studenten der Universität des Saarlandes unter der Leitung von Dr. Friedrich Spangemacher zum dritten Mal das generations- und genreübergreifende Saarklang-Festival. Bereits im letzten Jahr konnte ein breit gefächertes Kulturangebot präsentiert werden. Aufbauend auf diesem Erfolg soll das Festival als fester Bestandteil der saarländischen Musikszene etabliert werden. Das Festival wird zum Wochenende des 18. und 19. Juni 2016 auf dem Max-Ophüls-Platz in Saarbrücken stattfinden: Es treten Rock und Pop-Bands auf, aber auch andere musikalische Genres wie Klassik, Jazz und Hip-Hop, sowie Vorträge und Workshops rund um das Thema Musik werden in zahlreichen Spielstätten in der Umgebung angeboten.

Filmreihe zum Kolonialismus im portugiesischsprachigen Fillm

Zu einer öffentlichen Filmreihe über die Darstellung des Kolonialismus und Postkolonialismus im portugiesischsprachigen Film lädt die Universität des Saarlandes ein: Im Rahmen der Europa-Gastprofessur werden vom 13. Januar bis zum 17. Februar im Saarbrücker Kino Achteinhalb fünf Filme gezeigt. Zuvor gibt es jeweils eine Experten-Einführung. Die Filmreihe wird auch von der Universitätsgesellschaft gefordert. Weitere Infos hier.

Uni-Gesellschaft fördert Deutschland-Stipendiaten

Die Universitätsgesellschaft unterstützt jeder Jahr mehrere Studenten mit einem Deutschlandstipendium. Dieses wird vom Bund mit jeweils 180 Euro pro Monat zusätzlich gefördert, so dass jeder Stipendiat einen Jahr lang 360 Euro monatlich erhält. Bei der Jahresfeier des Deutschlandstipendiums hat Professor Helmut Rüßmann im Namen der Universitätsgesellschaft den Stipendiaten des Studienjahrs 2015/16 gratuliert.

FILM AUF DEUTSCH – Besondere Synchronfassungen

Original- oder Synchronfassung? Das Publikum konsumiert Filme hierzulande lieber auf Deutsch. Die Filme, die im Kino oder im Fernsehen massenhaft gesehen werden, sind daher immer Bearbeitungen, bei denen die Originaldialoge mit deutschsprachigen Schauspielerinnen und Schauspielern mittels einer Synchron-Übersetzung und eines Synchrondrehbuchs nachvertont wurden. Diese allgegenwärtige, doch viel zu selten bewusst gemachte und hinterfragte Tatsache ist Ausgangspunkt der kulturellen Filmreihe zur Medienbildung "FILM AUF DEUTSCH – Besondere Synchronfassungen", die vom 10. bis 16. März 2016 im Kino Achteinhalb Saarbrücken stattfindet. Sieben populäre Filmklassiker, die mitunter schon lange nicht mehr im Kino zu sehen waren, spiegeln die Möglichkeiten und Schwächen einer Synchronisation und zeigen die historische, technische und ästhetische Entwicklung der Synchronisation.

Saarbrücker Runder Tisch für Dialektsyntax

Wie jedermann weiß, gliedert sich das Deutsche in eine Vielzahl von Dialekten, die sich hinsichtlich der Aussprache unterscheiden: Wenn ein Kölner ‚dat is en Haus’ sagt, würde ein Schweizer vielleicht ‚des isch a Huus’ sagen.  Weniger bekannt ist, dass sich Dialekte auch in Bezug auf ihre Syntax unterscheiden. So ist es in manchen Dialekten ganz normal, einen Satz zu äußern wie ‚Ich weiß, wer dass das Buch gekauft hat’. Oder einen Satz wie: ‚Ich habe niemand nicht gesehen’.  Subtiler sind Unterschiede in der Wortstellung, die ebenfalls zwischen den Dialekten feststellbar sind. Diese Phänomene sind nicht einfach ‚Fehlleistungen’, als welche sie oft abgetan werden, sondern es handelt sich um Ausformungen des grammatischen Systems im Kopf der Sprecher, das oftmals in sich logischer als das der Standardsprache ist. Es lässt also eher Rückschlüsse auf die Prozesse zu, die bei der Erzeugung von Sätzen in unseren Gehirnen ablaufen. Die Erforschung der Dialektsyntax aus dieser Blickrichtung gerät immer mehr in den Blickpunkt. Was bislang fehlte, war ein regelmäßiges Forum, auf dem Forscher zur Dialektsyntax ihre Ergebnisse präsentieren und diskutieren können. Mit der SaRDiS wollten wir diese Lücke schließen. Der Erfolg der Tagung 2014 und 2015, aus der auch jeweils Sonderhefte in einer angesehenen wissenschaftlichen Zeitschrift resultieren, gab uns recht.

Absolventenfeier der Philosophischen Fakultäten I und II

Seit nunmehr 15 Jahren wird zweimal jährlich eine gemeinsame Absolventenfeier der Philosophischen Fakultäten I und II ausgerichtet. Auf der diesjährigen Absolventenfeier am 6. November 2015 wurden fünfzig Diplom-, Magister,- und Masterabsolventen geehrt. Die Urkunden überreichten die Dekanin der Philosophischen Fakultät I, Frau Professorin Brigitte Kasten und der Dekan der Philosophischen Fakultät II, Herr Professor Dietrich Klakow. Frau Professorin Barbara Krug-Richter (Historische Anthropologie und Europäische Ethnologie) hielt zum Thema „Abenteuer Mittelalter? Zur populären Mittelalterrezeption in der Gegenwartskultur“ die Festrede. Für musikalische Umrahmung sorgte das Christoph Mudrich Trio. Auch in diesem Jahr hat die Absolventenfeier bei allen Beteiligten sehr viel Anklang gefunden, und viele Absolventen haben sich für den festlichen und gelungenen Abschluss ihres Studiums bedankt.

Wissenschaftliche Fachtagung: Erziehung als „Entfehlerung“

Wissenschaftliche Fachtagung zum Zusammenhang von Weltanschauung, Bildung und Geschlecht in der Neuzeit vom 3.12. bis 5.12.2015

Dass Religion eine (durchaus ambivalente) Kraft ist, die Menschen Ideale und Energien für ihr Denken und Handeln bereitstellt, ist spätestens seit dem 11. September 2001 wieder stärker ins Bewusstsein getreten – eine Erkenntnis, die in der Folge auch in der sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung wieder berücksichtigt wurde. Die Saarbrücker Tagung an der Fachrichtung Katholische Theologie knüpft an diese Bedeutung der Religion als „Lebensmacht“ (Max Weber) an und fragt nach ihren Spuren im pädagogischen Feld. Warum und inwiefern war und ist Religion – mal mehr, mal weniger sichtbar – für Erziehung so attraktiv? Ansatzpunkt für die Erhellung dieser Fragen ist die Vorstellung eines moralischen Vermögens im Menschen. Gelingt es, dieses durch besondere Erziehungsmaßnahmen zu wecken, dann erscheinen auch Wünsche nach einer besseren Gesellschaft realisierbar.  Der Fokus des von Anne Conrad und Alexander Maier initiierten, interdisziplinär und international besetzten Symposiums liegt auf christlichen und esoterischen Erziehungskonzepten und nimmt dabei vor allem auch geschlechtsspezifische Zuschreibungen in den Blick. Die Tagung ist in das GradUS-Programm der Saar-Uni zur Graduiertenförderung eingebunden. Hier finden Sie den Flyer einen Tagungsrückblick.

Manuela Richter: Förderung der Teilnahme am "Academy of Management Annual Meeting" in Vancouver

Manuela Richter ist Doktorandin am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie von Professor Cornelius König an der Universität des Saarlandes. In ihrer Doktorarbeit erforscht sie das Phänomen "Personalabbau" und Möglichkeiten zur Gestaltung von fairen Kündigungsprozessen. In einer aktuellen Studie hat sie das Paradox ergründet, wieso Personalabbau noch immer eine weit verbreitete Strategie vieler Unternehmen darstellt, obwohl wissenschaftliche Studien sowohl die zweifelhafte Effektivität als auch die negativen Auswirkungen für alle Beteiligten (Vorgesetzte, Gekündigte, Kollegen) nachgewiesen haben. Auf der jährlichen Konferenz der Academy of Management, die mit mehr als 10.000 Teilnehmern als die führende Konferenz im Bereich der Management- und Organisationsforschung gilt, hat sie ihre Forschungsergebnisse vorgestellt. Die Universitätsgesellschaft hat diese Kongressreise nach Kanada gefördert.

Lisa Knörzer: Teilnahme an der Tagung der European Association for Learning and Instruction (EARLI)

Lisa Knörzer untersucht im Rahmen ihres Dissertationsprojektes in den Bildungswissenschaften, inwiefern Emotionen das Lernen mit Multimedia beeinflussen. Durch den Einsatz von Eyetracking-Methoden konnte in einer ersten Studie gezeigt werden, dass positive und negative Emotionen zu verschiedenen Verarbeitungsstilen und somit qualitativ unterschiedlichen Lernprozessen führen. Starke positive Emotionen wirkten sich hierbei ungünstig auf den Lernprozess und den Lernerfolg aus, da diese vom Lerninhalt ablenkten. In einer weiteren Studie, die auf der Tagung vorgestellt wurde,  wird beleuchtet, inwiefern kognitive Voraussetzungen sowie Persönlichkeitsmerkmale von Lernenden die Wirkung von Emotionen auf den Lernprozess und Lernerfolg beeinflussen. Der Kongressbesuch bei der EARLI Conference wurde finanziell sowohl vom DAAD geförderten Projekt GradUS global an der Saar-Uni als auch von der Universitätsgesellschaft e.V. unterstützt.

Teilnahme an der "Amerikanischen Roten Blutzell-Tagung" an der Yale Universität

Mauro Wesseling ist brasilianischer Doktorand in der Arbeitsgruppe Biophysik von Prof. Ingolf Bernhardt an der Saar-Uni. Die Arbeitsgruppe erforscht die Rolle roter Blutzellen (Erythrozyten) bei der Thrombus-Bildung. Bisher ging man davon aus, dass rote Blutzellen eine passive Rolle bei der Entstehung von Thromben spielen und nur aufgrund ihrer großen Zahl in das Netzwerk aus Fibrinogen, das vor allem aktivierte Blutplättchen (Thrombozyten) im Thrombus umgibt, geraten. Die Arbeitsgruppe konnte nun jedoch nachweisen, dass rote Blutzellen selbst eine aktive Rolle bei der Formierung von Thromben spielen und miteinander aggregieren, wenn aktivierte Blutplättchen entsprechende Signalstoffe abgeben. Dadurch könnte es möglich werden, neue pharmazeutische Ansätze zur Therapie von Erkrankungen, wie z.B. Schlaganfällen, zu entwickeln. Mauro Wesseling wird seine Forschungsergebnisse dazu auf der „Amerikanischen Roten Blutzell-Tagung“, die an der renommierten Yale Universität in den USA stattfinden wird, vorstellen.

Kathrin Grosse: Teilnahme an der Summerschool in Barcelona

Kathrin Grosse schreibt an ihrer Masterarbeit im Bereich Informatik und besucht im August die Summerschool in Barcelona. Die Universitätsgesellschaft fördert diese Reise. Sie forscht im Rahmen ihres Studiums an folgendem Thema: Sprache stellt für Informatik immer noch eine große Herausforderung dar. Während es für Datenbanken die einfach nur Transaktionen oder Zahlen enthalten bereits eine Vielzahl von Algorithmen für verschiedene Analyseaufgaben gibt, ist es noch nicht gelungen, Text so zu Verarbeiten, dass seine ursprüngliche  Bedeutung erfasst wird. Dabei sind Probleme wie das Finden von Mustern in einem Text wichtig. Suchen wir allerdings einfach nur nach häufigen Mustern im Deutschen, werden wir Dinge wie „er ist“, „mein eigenes“ oder „und es“ finden, die über den Text oder seinen Inhalt nur wenig oder nichts aussagen. Die Herausforderung ist also, Muster zu finden, die für den Text einzigartig und wichtig sind. Finden wir zum Beispiel das Muster „BlumeX wächst in GegendX“ in einem Wikipedia-Artikel über Pflanzen, haben wir schon viel gewonnen, da dieses Muster semantisch relevant ist und damit etwas über den Inhalt des Textes aussagt. Diese Suche nach Mustern mathematisch und algorithmisch so zu formalisieren, dass wir also wirklich semantisch relevante Muster finden, ist die Aufgabe unserer Forschung.

Jubiläum des Alumnivereins Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

Der direkte Erfahrungsaustausch der Alumni des Fachbereichs Deutsch als Fremd- und Zweitsprache steht im Zentrum der regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen zu fachlichen und praxisrelevanten Themen. Somit war das fünfjährige Jubiläum des Alumnivereins des Fachbereichs Deutsch als Fremd- und Zweitsprache "dafInteGrAle e.V." am 26./27. Juni 2015 an der Universität des Saarlandes ein willkommener Anlass, um an die eigene Alma Mater zurückzukehren und gemeinsam mit früheren Dozenten und neuen Partnern die "Anschluss-Kommunikation" zu suchen. Neben dem Festakt wurden von den DaF-Alumni Workshops zu Themen wie "Projektorientierter DaF-Unterricht", "Interkulturelle Kommunikation",  "Chinesisch für Anfänger" oder "Sprachanimation Georgisch" gehalten. Weitere Infos: www.facebook.com/AlumniVereinDafInteGrAle

Studienprojekt #glaubeliebehoffnung

Studierende an der Saar-Uni befassten sich in einem interdisziplinären Studienprojekt mit den „Spuren der Transzendenz in der Gegenwartskunst“. Im Vordergrund standen Kunstwerke, die sich auf unterschiedliche und zum Teil subtile Weise mit Transzendenz- und Unterbrechungserfahrungen auseinandersetzen. Mit Arbeiten von 16 wichtigen Vertretern der regionalen Kunstszene zeigt die Ausstellung in der Galerie im KuBa vom 14. Juni bis 12. Juli 2015 ein breites und aufregendes Spektrum künstlerischer Positionen, die gleichermaßen mittelbar religiös-spirituelle Annäherungen thematisieren wie auch unmittelbar menschliche Grunderfahrungen veranschaulichen, die das Geheimnis des Menschseins berühren. Unterstützt wird das Projekt von der Universitätsgesellschaft.

Andreas Rosenkranz: Druckkostenzuschuss für die Dissertation

Der Materialwissenschaftler Andreas Rosenkranz hat sich mit der Steuerung von Reibung und Verschleiß unter trockenen und geschmierten Bedingungen beschäftigt. Diese ist in vielen technologischen, biologischen und geologischen Bereichen von essentieller Bedeutung. Eine Möglichkeit, die tribologischen Eigenschaften positiv zu beeinflussen, ist die gezielte Einbringung von definierten Oberflächenmustern mittels Laserstrukturierung. Es konnte gezeigt werden, dass die erzeugten Oberflächenstrukturen unabhängig vom wirkenden Reibregime die tribologischen Eigenschaften verbesserten.  Abschließend wurde die Übertragbarkeit der Laborergebnisse auf reale Konstruktionselemente überprüft und eine deutliche Reduktion des Verschleißes nachgewiesen.  Folglich tragen diese Erkenntnisse maßgeblich zum Verständnis bei, um tribologische Systeme hinsichtlich Ressourceneffizienz, Lebensdauer und Langzeitstabilität zu optimieren.

Michael Bach: Druckkostenzuschuss für die Dissertation

Ausgehend von der Feststellung, dass die steuerrechtlichen Folgen einer Sanierungsmaßnahme wesentlich den Erfolg einer solchen Maßnahme beeinflussen, widmet sich die Dissertation der Frage, ob das deutsche Steuerrecht Unternehmenssanierungen erschwert und mithin möglicherweise sanierungsfeindlich ausgestaltet ist. Die Untersuchung konzentrierte sich dabei vor allem auf die aus einem Forderungsverzicht resultierenden Sanierungsgewinne sowie der Möglichkeit der Erhaltung von Verlustvorträgen in Sanierungsfällen. Ausgehend von wesentlichen verfassungsrechtlich verankerten Prinzipien sowie unter Berücksichtigung der finanzgerichtlichen Rechtsprechung sind vor allem verfassungsrechtliche, steuerrechtliche sowie europarechtliche Fragestellungen Gegenstand der Untersuchung.

Die Funktionen des Erotischen in der Literatur behandelt die Tagung "Erregungsmomente"

In vielen Gedichten und Romanen tauchen seit Beginn des 19. Jahrhunderts erotische Beschreibungen auf, die noch heute überraschen. Wollten Autoren wie Goethe, Celan oder E.T.A Hoffmann ihre Leser mit Sex nur unterhalten? Literaturwissenschaftler vermuten vielmehr, dass erotische Szenen vielfältige Funktionen in der Literatur erfüllen. Sie können religiös und politisch motiviert sein, Gesellschaftskritik widerspiegeln oder auch der persönlichen Selbstfindung dienen. Eine internationale Tagung in Saarbrücken wird sich am 27. und 28. März 2015 diesen „Erregungsmomenten“ in der europäischen Literatur widmen. Mehr dazu in dieser Pressemitteilung.

Teilnahme am internationalen "Vis-Moot"-Wettbewerb der Juristen

Ein Studenten-Team der Universität des Saarlandes beteiligt sich an dem weltweit renommierten „Vis-Moot“-Wettbewerb. Der "Willem C. Vis International Commercial Moot", an dem jedes Jahr weit über tausend Studentinnen und Studenten teilnehmen, ist eine Art Weltmeisterschaft der juristischen Fakultäten auf dem Gebiet des internationalen Handelsrechts. Ermöglicht wird die Teilnahme und die Reisen auch durch eine Spende der Universitätsgesellschaft. Bei den Vorrunden belegten die Studenen bereits Platz 3 von 10 in Tiflis beim Georgien PreMoot (21.-22. Februar), Platz 3 von 12 beim Lazareff Le Bars PreMoot in Paris (6.-7. März) und Platz 2 von 16 beim Düsseldorf PreMoot (14.-15. März 2015).

Tagung: Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens

Was befähigt Individuen und Gesellschaften, situationsadäquate soziale, kulturelle und politische Handlungsoptionen zu entwickeln? Von dem aktuell in der Geschichtswissenschaft eingeführten Begriff der Resilienz ausgehend, setzte sich die 17. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens zum Ziel, Umdeutungen und Sinnstiftungen krisenhafter Umbrüche im modernen Italien zu diskutieren.  Wie alle Vorträge und die anschließenden Diskussionen zeigten, liegt der Mehrwert des Resilienzkonzepts darin, epochenübergreifend zu fokussieren, was Menschen in ihrem sozialen Handeln und in ihren konkreten historischen Umständen in die Lage versetzte, auf existenzgefährdende Umbrüche, Notlagen oder Krisen produktiv zu reagieren. Ein ausführlicher Tagungsbericht ist auf H-Soz-Kult erschienen.

Internationale Tagung: Altertumsforscher beleuchten die Wahrheit in der antiken Geschichtsschreibung

Wann gilt eine historische Darstellung als wahr oder unwahr? Nach welchen Kriterien entscheidet sich das? Schadet zu viel Pathos dem Wahrheitsgehalt? Bei der Saarbrücker Tagung „Rhetorik – Tragik – Mimesis“, die von der Universitätsgesellschaft gefördert wird, befassen sich vom 19. bis 21. Februar Altertumswissenschaftler aus acht europäischen Ländern mit der Wahrheit in der antiken Literatur und suchen nach Antworten auch auf Fragen der Gegenwart. Weitere Informationen finden Sie hier.

Spielfilmreihe: Perlen aus dem Norden

In den letzten Jahren wurde die Kinolandschaft flächendeckend digitalisiert, das heißt die Kinos wurden mit digitalen Abspielgeräten ausgestattet, die die herkömmlichen Filmprojektoren ersetzen. Allerdings liegen in Filmarchiven Schätze, die durch die technische Umrüstung der meisten Kinos nicht mehr zur Aufführung gebracht werden können. Nur noch wenige Hybrid-Kinos sind in der Lage, Zelluloid zu spielen. Das Filmarchiv der Kinemathek Hamburg ist mit seinem Filmprogramm "Perlen aus dem Norden" vom 2. bis 8. März 2015 zu Gast im Saarbrücker Kino Achteinhalb und präsentiert dort sehr gut erhaltene 35mm-Kopien mit ihren im Verschwinden begriffenen ganz eigenen technischen und ästhetischen Qualitäten. Mehr dazu in dieser Pressemitteilung.

Teilnahme am Symposion Deutschdidaktik

Das Symposion Deutschdidaktik (SDD) ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die sich mit Konzepten sprachlicher, literarischer und medialer Lehr- und Lernprozesse beschäftigen. Im Jahr 2014 fand es vom 7. bis zum 11. September 2014 in Basel statt. Für die Doktorandinnen der Saar-Uni, Eva Schrenker, Sandra Schieder und Corinna Weis, war die Teilnahme an der Tagung, die von der Universitätsgesellschaft unterstützt wurde, äußerst gewinnbringend. Sie konnten viele Sektionen mit sprachdidaktischer, literaturdidaktischer sowie empirischer Ausrichtung besuchen, zum Beispiel: Literales und mediales Lernen an Serialität, Gesprächskompetenz – normative Ansprüche, Qualitäten von Deutschunterricht – Empirische Unterrichtsforschung im Fach Deutsch.

Universitätsgesellschaft vergibt Deutschlandstipendien

Die Universitätsgesellschaft fördert besonders begabte und leistungsfähige Studierende mit Deutschlandstipendien. Die Förderung beträgt 300 Euro im Monat, die Hälfte davon kommt aus Bundesmitteln. Im Herbst 2014 wurden die sechs Stipendiaten Thomas Becker, Michelle Diehl, Theresa Keller, Fabian Schicker, Carmen Schmitt und Svea Schröder in die Förderung aufgenommen. Professor Heinz Rüßmann hat die Stipendiaten im Namen der Universitätsgesellschaft bei der Jahresfeier des Deutschlandstipendiums beglückwünscht.

Internationaler Wettbewerb: Saarbrücker Studenten erforschen Nacktmull-Molekül

Ein kleines sonderbar aussehendes Nagetier hat das Interesse von Saarbrücker Biologie-Studenten geweckt: Der Nacktmull. US-amerikanische Forscher haben bei ihm kürzlich ein Molekül entdeckt, das möglicherweise Krebs vorbeugen kann. Die Studenten der Saar-Uni wollen dieses Molekül nun im Reagenzglas herstellen und dessen Wirksamkeit testen. Mit ihrem Projekt treten sie im Herbst bei einem Studentenwettbewerb zur Synthetischen Biologie in Boston an. Insgesamt 245 Studententeams werden bei der „International Genetically Engineered Machines Competition“ (IGEM) ihre Arbeiten vorstellen. Mehr dazu in dieser Pressemitteilung.

Festveranstaltung „15 Jahre HoK – Kultur auf dem Campus“

„15 Jahre HoK – Kultur auf dem Campus“ lautete der Titel einer Festveranstaltung am 10. Juli 2014, an der Saar-Universität. An diesem Tag feierten die Studenten, die Fachschaft, der Sprecherrat sowie die HoK-Koordinationsstelle die 15-jährige Gründung der Studiengänge „Historisch orientierte Kulturwissenschaften“. Dabei spricht der FAZ-Feuilletonchef Nils Minkmar über „Risiken und Nebenwirkungen eines geisteswissenschaftlichen Studiums“. Die Veranstaltung wurde von der Universitätsgesellschaft unterstützt.

Literaturwissenschaftler aus aller Welt tagten in Saarbrücken – Thema: Literatur und Ökologie

Wie Umweltthemen nicht nur in der Literatur und Kinofilmen, sondern auch in Comics und Computerspielen verarbeitet werden, behandelte eine komparatistische Tagung vom 10. bis 13. Juni 2014 an der Universität des Saarlandes. Zu dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, der nur alle drei Jahre stattfindet, kamen Forscher aus der ganzen Welt nach Saarbrücken. Die Organisation hatten Christiane Solte-Gresser, Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, und Dr. Claudia Schmitt, Mitarbeiterin am Komparatistik-Lehrstuhl der Universität des Saarlandes, übernommen. Die internationale Tagung wurde von der Universitätsgesellschaft gefördert. Hier finden Sie weitere Informationen.

Christliches Europa? Studien zu einem umstrittenen Konzept

Europa und das Christentum wären ohne einander nicht das, was sie sind. Unter Berufung auf die enge geschichtliche Verbindung hat man das „christliche Abendland“ oder „christliche Werte“ zur Leitidee für die Gestaltung Europas erhoben. Aber wie verhielten sich Europa und Christentum in der Geschichte genau zueinander? Welche Rolle wurde dem Christentum im europäischen Selbstverständnis zugewiesen? Welches Licht fällt auf das „christliche Europa“ aus muslimischer Perspektive?  Und welche Stellung  kann und wird das Christentum zukünftig in Europa einnehmen? Der Band, der auf eine Saarbrücker Ringvorlesung zurückgeht, greift diese Fragen auf und möchte damit einen Beitrag zur Debatte über die Zukunft Europas und des europäischen Christentums leisten. Er enthält Aufsätze von Clemens Albrecht (Soziologie), Rainer Hudemann, Peter Thorau (Geschichte), Roland Marti (Slavistik), Michael Hüttenhoff, Karlo Meyer, Richard Schröder (evang. Theologie), Lucia Scherzberg und Hansjörg Schmid (kath. Theologie).

Aufführung der Theatergruppe Los Mutantes

Die spanischsprachige Theatergruppe an der Universität des Saarlandes Los Mutantes existiert seit 1999 und erarbeitet seither alljährlich ein Theaterstück in eigener Regie, einschließlich Konzeption und Gestaltung von Bühnenbild, Kostümen, Maske sowie der technischen Umsetzung. Im April 2014 führte die Theatergruppe das Stück "Nuestra Señora de las Nubes" im Schlosskeller Saarbrücken und in der Aula auf dem Campus vor. Das Stück erzählt die Geschichte eines Dorfes namens "Nuestra Señora de las Nubes", einem Dorf, das auf keiner Landkarte existiert. Verzweifelt versuchen die ehemaligen Einwohner diesen Ort wieder zurück zu gewinnen, den sie vor über zwanzig Jahren verlassen mussten. Einzig ein Koffer voller Erinnerungen gewährt den Menschen Zugang zu ihrem Dorf, mit seiner Hilfe können sie das Gedächtnis ihres Exils rekonstruieren.

Workshop "Wie weiter mit Geschlechtergeschichte?"

Vom 31. Januar bis 2. Februar 2014 fand der Workshop "Wie weiter mit Geschlechtergeschichte?" von Prof. Dr. Anne Conrad in Kooperation mit dem Forum Geschlechterforschung der Universität des Saarlandes statt. Ziel des Forum Geschlechterforschung an der Universität des Saarlandes ist es, den inter- und transdisziplinären Dialog innerhalb der Geschlechterforschung zu fördern. Durch Forschungsprojekte, Diskussionsveranstaltungen, Gastvorträge, Tagungen und Veröffentlichungen soll die Geschlechterforschung einem breiten Publikum vorgestellt werden. Das Forum versteht sich als Schnittstelle zwischen Lehre und Forschung und stellt Studierenden und Lehrenden eine Struktur zur Verfügung, um Aktivitäten und Ergebnisse der Geschlechterforschung zu bündeln.

Anna Aurast: Die Geschichte des Philosophischen Instituts der Universität des Saarlandes seit seiner Gründung im Jahre 1948. Eine bio-bibliographische Dokumentation.

Das Philosophische Institut der Saar-Uni, gegründet im Jahr 1948, hat eine Geschichte, die vergleichsweise kurz, aber ereignisreich ist. Sie ist in mancher Hinsicht paradigmatisch für die Geschichte der Universität – die ihrerseits eng mit den Geschicken der jungen politischen Einheit »Saarland« verknüpft ist. So spiegelt sich in den Nachkriegsjahren der Streit zwischen ›französischen‹ und ›deutschen‹ Tendenzen im Saarland und an der Universität am Philosophischen Institut in scharfen Auseinandersetzungen um Personalia und Lehrpläne wider. Aber auch für die Entwicklung der deutschsprachigen Philosophie im Allgemeinen ist die Geschichte aufschlussreich. All dies macht sie zu einem erforschungswürdigen Gegenstand. Anna Aurast hat die Geschichte erschlossen – im Kern durch die in chronologischer Ordnung zusammengestellten wissenschaftlichen Biogramme aller Professorinnen und Professoren, die am Philosophischen Institut tätig waren.

Teilnahme am internationalen "Vis-Moot"-Wettbewerb der Juristen

Ein sechsköpfiges Studenten-Team der Universität des Saarlandes hat sich beim weltweit renommierten „Vis-Moot“-Wettbewerb in den vordersten Rängen platzieren können. Der „Willem C. Vis International Commercial Moot“, an dem jedes Jahr weit über tausend Studentinnen und Studenten teilnehmen, ist eine Art Weltmeisterschaft der juristischen Fakultäten auf dem Gebiet des internationalen Handelsrechts. Ermöglicht wurde die Teilnahme und die Reisen auch durch Spenden von juris, der Stiftung ME Saar sowie der Universitätsgesellschaft des Saarlandes. Mehr dazu in dieser Pressemitteilung.

Thomas Schmidtgall: Druckkostenzuschuss für die Dissertation "Traumatische Erfahrung im Mediengedächtnis"

Die Anschläge des 11. September 2001 sind eine Zäsur in der Zeitgeschichte, deren politische Auswirkungen bis heute allgegenwärtig sind. Die Attentate haben ihre Spuren nicht nur in der journalistischen Berichterstattung, sondern auch in Film, Literatur und Comic hinterlassen. Wie werden US-amerikanische Werke über den die Attentate, die die Vereinigten Staaten in ein kollektives Trauma gestürzt haben, in Europa aufgenommen? Der Saarbrücker Kulturwissenschaftler Thomas Schmidtgall hat in seiner Doktorarbeit neben US-amerikanischen Beispielen aus Film, Literatur und Comic auch  deren Kritik in knapp 350 Artikeln aus spanischen, französischen und deutschen Zeitungen ausgewertet. Weitere Informationen bietet diese Pressemitteilung der Uni-Pressestelle.

Carolin Thum: Teilnahme an der Konferenz "World Meeting on Pharmaceutics, Biopharmaceutics and Pharmaceutical Technology"
Porträtfoto von Carolin Thum

Biopharmaka werden für die Therapie von Krankheiten immer wichtiger. Doch die komplexe und empfindliche Struktur ist aus pharmazeutisch-technologischer Sicht eine große Herausforderung. Die schnelle Zersetzung, die schlechte Membrangängigkeit und die unumgängliche Spritze zur Verabreichung sind charakteristisch für viele Biopharmaka und limitieren den therapeutischen Effekt. Kleinste Transportsysteme im Bereich von einem Bruchteil eines Meters könnten die sensiblen Wirkstoffe schützen und unbeschadet zum Wirkort transportieren. Die Entwicklung solcher Partikel auf Basis eines klinisch relevanten Polymers (PLGA) steht im Mittelpunkt der Arbeit von Carolin Thum.

Alienor Didier: Druckkostenzuschuss für die Dissertation "Fernsehformat-Adaption interkulturell"

Die Adaption von Fernsehformaten für einen nationalen oder regionalen Ausstrahlungskontext hat, gemessen an der Bedeutung des internationalen Formathandels, durch die Wissenschaft erst wenig Beachtung erfahren. Das gilt vor allem für die Frage nach dem Einfluss der Kultur im Adaptionsprozess, denn die Überwindung kultureller Hürden wird als Vorteil von Formaten gegenüber Import-Programmen gewertet. Die Forschungsarbeit von Alienor Didier widmet sich der kulturellen Dimension der Fernsehformat-Adaption. Sie verbindet medienwissenschaftliche Erkenntnisse mit kulturwissenschaftlicher Theorie und setzt Rahmenbedingungen im Adaptionsprozess in Beziehung zu Möglichkeiten der Anpassung von Fernsehprogrammen an kulturelle Gegebenheiten.

Portugal stand damals in der ersten Blüte des Europäisierungsprozesses. Die Hochschul- und Forschungslandschaft bekam starke Impulse, die Arbeits- und Studienbedingungen verbesserten sich und wurden internationaler. Als ich 1992 an die Universität zu Köln zum Studium ging, gehörte ich zu den ersten Jahrgängen, die in den Genuss eines ERASMUS-Stipendiums kamen. Mittlerweile ist das Austauschprogramm eine Standard-Referenz für junge Europäerinnen und Europäer und zugleich eine Erfolgsgeschichte des europäischen Projekts. Dabei ist Portugal hauptsächlich Empfänger und weniger Entsender von ERASMUS-Studierenden, was nicht zuletzt an den landschaftlichen und kulturellen Reizen des Landes – aber auch an den wirtschaftlichen Disparitäten innerhalb Europas – liegen dürfte.