Häufige Fragen zum Studiengang Rechtswissenschaft

Einschreibung


Kann ich mich in den Studiengang „Rechtswissenschaft“ frei einschreiben oder muss ich mich bewerben?

Der Studiengang „Rechtswissenschaft“ (Abschluss: Erste juristische Prüfung) ist in Saarbrücken zum ersten Fachsemester zulassungsbeschränkt. Dies bedeutet, dass Sie sich jeweils bis zum 15. Juli eines Jahres (Ausschlussfrist) bei dem

 

Studierendensekretariat der Universität des Saarlandes
Postfach 15 11 40
66041 Saarbrücken


um einen Studienplatz bewerben müssen. Hierzu müssen Sie einen „Antrag auf Zulassung“ stellen.

Detaillierte Informationen zur Bewerbung bzw. Einschreibung sowie Antragsformulare (Online- oder Papier-Formular) können Sie den den Internetseiten des Studierendensekretariates entnehmen.


Wann kann ich mich einschreiben bzw. rückmelden?
Informationen zu den Semesterterminen bezüglich Einschreibungs- bzw. Rückmeldefrist finden Sie auf der entsprechenden Internetseite der Universität.

 

Kann ich mich auch zum Sommersemester in das erste Fachsemester einschreiben?
Nein, da eine Aufnahme des Studiums der Rechtswissenschaft nur zum Wintersemester möglich ist.

Wechsel von einer anderen Uni

 

Ist ein Wechsel jederzeit möglich?
Ein Wechsel von einer anderen Universität zur Universität des Saarlandes ist grundsätzlich jederzeit möglich, wenn die entsprechenden Leistungen vergleichbar sind. Es empfiehlt sich jedoch, immer zum Wintersemester zu wechseln, da das Studiensystem jahresbezogen ausgerichtet ist. Näheres zum Studiensystem auf der FAQ-Seite: Studiensystem

Kann ich auch bei einer nicht bestandenen Zwischenprüfung nach Saarbrücken wechseln?
Die Fortsetzung Ihres Studiums in Saarbrücken ist nicht möglich, wenn Sie an einer anderen deutschen Hochschule im Studiengang Rechtswissenschaft das Recht zur Abschlussprüfung verwirkt haben (Verlust des Prüfungsanspruchs). Dies ist z.B. dann der Fall, wenn Sie eine vorgesehene Zwischenprüfung endgültig nicht bestanden haben. In diesem Fall sieht das Universitätsgesetz die Versagung der Einschreibung vor (vgl. § 72 Abs. 1 Nr. 4 UG); ein Wechsel nach Saarbrücken ist daher nicht möglich.

Werden mir meine an der anderen Universität erbrachten Leistungsnachweise anerkannt? Wie muss ich mir meine Scheine anerkennen lassen?
Bei einem Hochschulwechsel ist Folgendes zu beachten: Ein Ausschuss bestehend aus drei Professorinnen/Professoren der Rechtswissenschaftlichen Fakultät entscheidet über die Anerkennung der Leistungen, die an einer anderen Hochschule erbracht worden sind, und stuft den Bewerber in ein Semester ein. Dies bedeutet für Bewerbungen in ein höheres Semester, dass vor oder gleichzeitig mit der Einschreibung an der Universität (zur Einschreibung siehe Abschnitt: Einschreibung) ein formloser schriftlicher Antrag an den

Gleichwertigkeitsausschuss

c/o Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der UdS

Postfach 15 11 50

66041 Saarbrücken

zu stellen ist. Der Vorsitzende des Ausschusses ist derzeit Herr Univ.-Prof. Dr. Hannes Ludyga. Bitte schildern Sie Ihren bisherigen Studienverlauf, wie viele Semester Sie bisher studiert, welche Leistungen Sie bisher erbracht haben (bitte anhand von beglaubigten Kopien nachweisen), wann Sie wechseln wollen und in welches Semester Sie eingestuft werden wollen bzw. welche Leistungsnachweise anerkannt werden sollen. Unbedingt einzureichen ist auch eine zeitnahe Bescheinigung Ihrer bisherigen Universität, dass Sie Ihren Prüfungsanspruch noch nicht verloren haben. Legen Sie bitte ferner einen Lebenslauf bei. Sie erhalten ‑ nach der Sitzung des Ausschusses ‑ einen schriftlichen Bescheid mit Angabe der Einstufung und evtl. Auflagen. In der Regel stuft der Ausschuss Studierende fortlaufend und ohne Auflagen ein, wenn an der früheren Universität alle verlangten Leistungen erbracht worden sind (Somit werden i.d.R. alle früheren Leistungen anerkannt!).


Bitte beachten Sie auch, dass der Antrag an den Ausschuss und der Antrag auf Zulassung bzw. die Immatrikulation zum Studium in ein höheres Fachsemester zwei verschiedene und unabhängig voneinander zu sehende Anträge sind und an zwei verschiedene Stellen gerichtet werden müssen.

Vorlesungsverzeichnis

 

Wo erhalte ich ein Vorlesungsverzeichnis?
Das  Vorlesungsverzeichnis der Universität des Saarlandes wird von der Universität des Saarlandes in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Über das HIS-Lsf-Portal erreichen Sie das digitale Vorlesungsverzeichnis.


Ferner wird eine Version im pdf.Format von der Fakultät auf ihrer Internetseite online gestellt.

Wann beginnen die Vorlesungen?
Die Semestertermine können Sie ebenfalls online einsehen.

Die Vorlesungen beginnen immer in der ersten Woche der Vorlesungszeit – sofern im Vorlesungsverzeichnis der Fakultät bzw. im Glaskasten der Abteilung für die Lehrveranstaltungaushänge (gegenüber HS 0.19) nichts anderes vermerkt ist.

Studiensystem


Wie sieht das Studium der Rechtswissenschaft in Saarbrücken aus?


Das Konzept des Studiums der Rechtswissenschaft in Saarbrücken ist gezielt darauf angelegt, dass die Studierenden den gewünschten Erfolg auch tatsächlich erreichen. In den ersten sechs Semestern des Studiums, d.h. während des Grund- (1. Studienjahr) und des Hauptstudiums (2. und 3. Studienjahr), sollen die Studierenden am Ende eines jeden Semesters in allen Pflichtveranstaltungen an einer Prüfung ‑ meist einer Abschlussklausur ‑ teilnehmen, damit sowohl die Lernenden als auch die Lehrenden erkennen können, ob der Stoff, der in den einzelnen Veranstaltungen vermittelt werden soll, auch tatsächlich beherrscht wird und auf Grund dessen sinnvoll das Studium fortgesetzt werden kann.

Insgesamt sind in jedem Semester Lehrveranstaltungen im Umfang von 18 Wochenstunden vorgesehen, und pro Semester-Wochenstunde einer Veranstaltung werden bei Bestehen der Abschlussprüfung zwei Leistungspunkte gutgeschrieben, d.h. pro Semester können maximal 36 Leistungspunkte erworben werden. Nach jeweils zwei Semestern (also einem Studienjahr) müssen für den Übergang in das nächste Studienjahr wenigstens 50 Leis­tungspunkte (von den 72 möglichen) "gesammelt" worden sein; ist diese Zahl nicht erreicht, sind aber mindestens 40 Leistungspunkte erworben, besteht die Möglichkeit, in Wiederholungsprüfungen (in der vorlesungsfreien Zeit vor dem Beginn des Wintersemesters) die noch fehlenden Punkte zu erlangen. Dieses System erlaubt nicht nur eine ständige Selbstkontrolle der Studierenden, ob sie in Ihrem Studium die erstrebten Fortschritte machen, sondern führt auch, wie die bisherigen Erfahrungen zeigen, zu einer kontinuierlichen Vermehrung derjenigen rechtswissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, die zur erfolgreichen Teilnahme an drei Übungen – für Fortgeschrittene ‑ im 4., 5. und 6. Semester (in denen jeweils mindestens eine Hausarbeit und eine Klausur zu bestehen sind) sowie am Schwerpunktbereichsstudium im 4. Studienjahr (verknüpft mit wirtschaftswissenschaftlichen Lehrinhalten) und schließlich zum Bestehen der 1. juristischen Prüfung nötig sind.


Leistungskontrollen


Wann finden die Leistungskontrollen statt?
Die Leistungskontrollen finden jeweils am Ende eines Semesters in der letzten Vorlesungswoche und in der ersten vorlesungsfreien Woche statt. Mitte September werden dann Wiederholungsprüfungen durchgeführt, für die nur diejenigen Studierenden zugelassen sind, die in den regulären Leistungskontrollen mindestens 40 und höchstens 49 Leistungspunkte erworben haben. Die genauen Termine werden jeweils durch Aushang im Glaskasten des Juristischen Prüfungsamtes oder im Internet bekannt gegeben.

Handelt es sich bei der Leistungskontrolle immer um eine schriftliche Prüfung?
Nein, Leistungskontrollen im Sinne von § 4 Absatz 1 der StuPrO sind Aufsichtsarbeiten oder mündliche Prüfungen.

Muss ich mich zu den Leistungskontrollen anmelden?
In der Regel wird eine Anmeldung zu den Leistungskontrollen nicht gefordert; Ausnahmen (etwa bei mündlichen Prüfungen) werden auf dem Terminaushang gesondert vermerkt.

Wann hängen die Ergebnisse der Leistungskontrollen aus? Sind diese auch online zu finden?
Die Noten für die Leistungskontrollen im Wintersemester werden Anfang April, die Noten für die Leistungskontrollen im Sommersemester Anfang September durch Aushang im Glaskasten des Juristischen Prüfungsamtes oder im Internet bekannt gegeben. Die Ergebnisse der Wiederholungskontrollen stehen jeweils etwa Mitte Oktober fest.

Was ist, wenn meine Matrikelnummer nicht auf den Ergebnislisten steht?
Auf den Aushängen werden nur die Ergebnisse der Studierenden, die mit dem Studienabschluss 1. juristisches Staatsexamen bzw. 1. juristische Prüfung eingeschrieben sind, veröffentlicht. Alle anderen Studierenden werden gebeten, ihre Klausur am Lehrstuhl des Klausurerstellers abzuholen!
Gehören Sie zu dem oben genannten Kreis und stehen trotz allem nicht auf der Liste, gehen Sie bitte zu dem Lehrstuhl des Klausurerstellers und fragen dort nach, wieso Sie nicht in die Liste aufgenommen wurden; evtl. war Ihre Matrikelnummer undeutlich geschrieben. Der Lehrstuhl muss dann schriftlich dem Juristischen Prüfungsamt im Dekanat Ihren Namen, Ihre Matrikelnummer und Ihre Note nachmelden.

Wo kann man die Leistungskontrollarbeiten abholen?
Die korrigierten Klausuren können am jeweiligen Lehrstuhl des Klausurerstellers abgeholt werden. Bitte beachten Sie hierzu die Öffnungszeiten der Sekretariate.

Bekomme ich eine Bescheinigung über meine Leistungen und wann?
Am Ende eines Studienjahres – meist Anfang September bzw. nach den Wiederholungskontrollen Mitte Oktober – werden Zeugnisse über die Leistungen aus dem entsprechenden Studienjahr ausgestellt. Diese werden per Post in der Regel an die Heimatadresse gesandt. Das Zeugnis enthält Hinweise zum Übergang ins nächste Studienjahr, eventuell über die Zulassung zu den Wiederholungskontrollen oder einen Hinweis zur Durchführung eines Beratungsgespräches.

Ich bin mit meiner Note unzufrieden – was soll ich tun?
Sollten Sie mit einer Note unzufrieden sein, wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Ersteller der Leistungskontrolle. Hierbei ist es erforderlich, dass Sie schriftlich darlegen, warum Sie der Ansicht sind, dass die Leistungskontrolle besser bewertet werden müsste.

Was mache ich, wenn ich krankheitsbedingt nicht an einer Leistungskontrolle teilnehmen kann?
§ 2a Abs. 1 Satz 4 JAO i.V.m. § 16 Abs. 3 Satz 1 JAG sieht vor, dass im Falle einer Verhinderung wegen Krankheit die voraussichtliche Dauer unverzüglich schriftlich beim Juristischen Prüfungsamt der Universität geltend zu machen und durch amtsärztliches Attest nachzuweisen ist. Bitte beachten Sie, dass ein Attest eines Hausarztes bzw. eines Facharztes nicht ausreicht! (Diese Regelung gilt nur für die Hauptfachstudierenden, nicht aber für die Nebenfach- oder Doppelstudierenden!)

Wann werde ich zu den Wiederholungskontrollen zugelassen? Welche Wiederholungskontrollen darf ich mitschreiben?
Wurden in einem Studienjahr weniger als 50, aber mindestens 40 Leistungspunkte erworben, kann die Prüfung in den Lehrveranstaltungen, für die ein erfolgreicher Nachweis nicht erbracht worden ist, vor Beginn des nächsten Studienjahres (sprich: Mitte September) wiederholt werden. Bitte beachten Sie, dass Sie dabei nur an den Leistungskontrollen teilnehmen dürfen, die Sie bei dem regulären Versuch mitgeschrieben und nicht bestanden haben bzw. bei denen Sie aufgrund krankheitsbedingter Nichtteilnahme nach Vorlage eines amtsärztlichen Attestes entschuldigt gefehlt haben.

§ 2a Abs. 2 JAO ist so zu verstehen, dass die Wiederholung einer Leistungskontrollklausur nur möglich ist, wenn zuvor der erste Versuch erfolglos war, wobei die Teilnahme daran durch Abgabe des (evtl. auch leeren) Klausurbogens nachgewiesen sein muss. Dies ergibt sich aus dem Wort „wiederholen“, das einen erstmaligen – erfolglosen – Versuch voraussetzt. Die Verhinderungsregelung in Abs. 1 bezieht sich nur auf die regelmäßigen Leistungskontrollen am Ende einer Lehrveranstaltung und nicht auf die Wiederholungsklausuren oder Nachklausuren. Die Chance der Nachholung wegen Verhinderung besteht deshalb nur in einer Teilnahme an den Nachklausuren, wenn man die normale Leistungskontrolle versäumt hat.


Ich bin nicht zu den Wiederholungskontrollen zugelassen, obwohl ich weniger als 50, aber mindestens 40 Leistungspunkte erworben habe. Woran liegt dies?
Wie zuvor bereits geschildert, dürfen Sie nur an den Wiederholungskontrollen teilnehmen, die Sie bei dem regulären Versuch mitgeschrieben und nicht bestanden haben bzw. bei denen Sie aufgrund krankheitsbedingter Nichtteilnahme nach Vorlage eines amtsärztlichen Attestes entschuldigt gefehlt haben. Haben Sie nur an Leistungskontrollen teilgenommen, die in der Summe weniger als 50 Leistungspunkte ergeben, haben Sie keinen Anspruch auf Teilnahme an den Wiederholungskontrollen.

Ich habe bereits über 50 Leistungspunkte in den regulären Leistungskontrollen erreicht und möchte mich in einigen Klausuren verbessern bzw. an Leistungskontrollen teilnehmen, an welchen ich vorher nicht teilgenommen habe. Geht das?
Das Juristenausbildungsgesetz sieht eine freiwillige Teilnahme an den Wiederholungskontrollen nicht vor. Eine Teilnahme ist in beiden Fällen nicht möglich!

Ich bin Doppelstudentin/Doppelstudent. Wann habe ich ein Studienjahr bestanden?
Muss ich auch ein amtsärztliches Attest vorlegen, wenn ich aufgrund Krankheit nicht an einer Leistungskontrolle teilnehmen konnte?
Für Studierende, die neben dem Studium der Rechtswissenschaft ein Studium des französischen Rechts am Centre Juridique Franco-Allemand aufgenommen haben, gilt eine Ausnahmeregel. Diese können auch dann in das nächste Studienjahr zugelassen werden, wenn sie nicht die notwendigen Leistungspunkte erworben haben.
Voraussetzung für einen Übergang vom ersten ins zweite Studienjahr ist dann aber, dass sie im Rahmen des Diplôme intermédiaire de Licence de droit das erste Studienjahr am Centre Juridique Franco-Allemand mit Erfolg abgeschlossen haben; Voraussetzung für den Übergang vom zweiten in das dritte Studienjahr ist der Erwerb des Diplôme intermédiaire de Licence de droit; Voraussetzung für den Übergang vom dritten in das vierte Studienjahr ist, dass insgesamt 150 Leistungspunkte erworben wurden.
Die Doppelstudierenden können auch jederzeit in den Wiederholungskontrollen fehlende Punkte nachholen, selbst wenn sie an der regulären Klausur nicht teilgenommen haben. Ein amtsärztliches Attest bei krankheitsbedingter Nichtteilnahme an Klausuren ist für die Doppelstudierenden aufgrund der genannten Regelung nicht erforderlich.

Beratungsgespräch

 

Wann muss ich mich zu einem Beratungsgespräch anmelden?
Gemäß § 2a Absatz 2 Satz 7 JAO müssen Sie bei Nichtbestehen eines Studienjahres eine Beratung durch einen Professor/eine Professorin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät absolvieren. Die Beratung muss vor Fortsetzung des Studiums erfolgen. Daher wird empfohlen, diese bis spätestens zu Beginn des nächsten Vorlesungssemesters durchzuführen.

Wo kann ich ein Beratungsgespräch absolvieren?
Alle Professoren/Professorinnen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät führen die Beratungsgespräche durch. Sie selbst entscheiden, bei welchem Professor/bei welcher Professorin Sie ein Beratungsgespräch führen möchten. Bitte machen Sie hierzu einen Termin bei dem jeweiligen Lehrstuhlsekretariat aus.

Gibt der Professor in dem Beratungsgespräch eine bindende Empfehlung für das weitere Studium ab?
Sinn und Zweck des Beratungsgespräches ist es festzustellen, wieso Sie das Studienjahr nicht geschafft, wo Ihre Schwächen gelegen haben und wie diese ausgeräumt werden können, damit Sie das zu wiederholende Studienjahr erfolgreich absolvieren. Das Beratungsgespräch dient nicht dazu, eine verbindliche Empfehlung auszusprechen, ob Sie das Studium fortführen sollen.

Wie weise ich das Beratungsgespräch nach?
In den meisten Fällen erhalten Sie einen Beleg darüber, dass Sie ein Beratungsgespräch geführt haben, welchen Sie dann beim Juristischen Prüfungsamt im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät abgeben sollten; einige Lehrstühle übermitteln den Beleg auch direkt an das Juristische Prüfungsamt.

Schlüsselqualifikation und fremdsprachliche rechtswissenschaftliche Lehrveranstaltung

Muss ich einen Leistungsnachweis zur Schlüsselqualifikation und einen Nachweis einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Lehrveranstaltung erbringen?

Gemäß § 5 Absatz 4 Satz 1 JAG (2003) müssen die Bewerberinnen/Bewerber für die erste juristische Prüfung während des Studiums

  • an einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Lehrveranstaltung (z.B. Einführung in das französische Staats- und Verwaltungsrecht [in französischer Sprache] bzw. Einführung in das französische Privatrecht [in französischer Sprache]) oder einem rechtswissenschaftlich ausgerichteten Kurs der englischen oder französischen Sprache (z. B. Englische Rechtsterminologie) und
  • an einer Lehrveranstaltung zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen

teilgenommen haben. Schlüsselqualifikationen sind u. a. gemäß § 5 Absatz 5 Satz 2 JAG Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung, Mediation, Vernehmungslehre und Kommunikationsfähigkeit.

Kann ich diese Nachweise nur durch Veranstaltungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät erbringen?

Über die Gleichwertigkeit einer anderweitig erworbenen Fremdsprachenkompetenz bzw. Schlüsselqualifikation entscheidet der Gleichwertigkeitsausschuss der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes (siehe hierzu die Ausführungen zum Gleichwertigkeitsausschuss unter Abschnitt II).

Ich habe mein Studium vor dem Wintersemester 2003/2004 aufgenommen. Muss ich auch eine Schlüsselqualifikationsveranstaltung und eine fremdsprachige rechtswissenschaftliche Lehrveranstaltung besuchen?

Wenn Sie sich zur ersten juristischen Prüfung melden und das neue Prüfungsrecht für Studium undExamen wählen, müssen Sie eine fremdsprachige rechtswissenschaftliche Veranstaltung oder einen rechtswissenschaftlich ausgerichteten Sprachkurs besucht haben. Dasselbe gilt für die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen.

Arbeitsgemeinschaften und Tutorien


Wie melde ich mich an?
Auf der folgenden Internetseite finden Sie die Informationen zu Arbeitsgemeinschaften und Tutorien: http://elas.jura.uni-saarland.de/
Auf dieser Seite können Sie sich direkt für diese Veranstaltungen anmelden.


Sind die Arbeitsgemeinschaften und Tutorien Pflichtfachveranstaltungen?

Die Arbeitsgemeinschaften sind Pflichtveranstaltungen. Sinn und Zweck der Arbeitsgemeinschaften ist es, den Stoff der Hauptvorlesung mit Falllösungstechnik in Kleingruppen zu vermitteln. In den Tutorien soll, aufbauend auf den Stoff des Grundstudiums, die Falllösungstechnik weiter geübt werden; diese Veranstaltungen sind keine Pflichtveranstaltungen, werden jedoch den Studierenden dringend empfohlen.


Ich konnte mich bei den Arbeitsgemeinschaften bzw. Tutorien nicht anmelden. Was soll ich tun?
Bitte wenden Sie sich an die Lehrstühle, die die jeweilige Arbeitsgemeinschaft oder das Tutorium betreuen.

Ich habe mich bei einer Arbeitsgemeinschaft nicht angemeldet und möchte die Leistungskontrollklausur mitschreiben. Ist dies ein Hinderungsgrund?
Nein, dies ist kein Hinderungsgrund. Bitte gehen Sie in die jeweilige Leistungskontrollveranstaltung und schreiben Sie die Leistungskontrollklausur mit. Im Übrigen sollte der Fall, dass Sie nicht an einer Arbeitsgemeinschaft teilgenommen haben, eigentlich nicht eintreten.

Propädeutische Übung

Was ist die propädeutische Übung?
Nach § 6 Abs. 2 StuPrO ist das Bestehen einer propädeutischen Übung Voraussetzung für die Zulassung zu den Übungen - für Fortgeschrittene - im Bürgerlichen Recht, im Strafrecht und im Öffentlichen Recht.

 

Muss ich an einer propädeutischen Übung teilnehmen?
§ 6 Abs. 2 StuPrO findet erstmals Anwendung auf Studierende, die sich im Wintersemester 2010/2011 im ersten Studienjahr befanden.
Für Studierende, die vor dem Wintersemester 2010/2011 das rechtswissenschaftliche Studium begonnen haben, gilt obige Regelung nicht.

 

Wann ist die propädeutische Übung bestanden?
Bestanden ist die propädeutische Übung, wenn die propädeutische Hausarbeit mit mindestens der Note "ausreichend" bewertet worden ist.

 

Wie läuft die Übung ab?
Die propädeutische Übung findet in Verbindung mit der Lehrveranstaltung "Einführung in das juristische Denken und Arbeiten" (1. Semester, in jedem Wintersemester) statt. Die Anfertigung der propädeutischen Hausarbeit ist in der vorlesungsfreien Zeit nach dem ersten Semester. Die Betreuung erfolgt durch den Lehrstuhl, der die Lehrveranstaltung "Einführung in das juristische Denken und Arbeiten" durchführt.

 

Was ist, wenn ich die Hausarbeit nicht bestanden oder nicht abgegeben habe?
Wurde an der propädeutischen Übung in der vorlesungsfreien Zeit nach dem ersten Semester nicht erfolgreich teilgenommen, so findet in der vorlesungsfreien Zeit nach dem zweiten Semester eine Wiederholung statt. Bei erneut erfolgloser Teilnahme sind in den darauf folgenden Semestern weitere Wiederholungen zulässig.

Übungen - für Fortgeschrittene

Was ist Voraussetzung für die Zulassung zu einer Übung - für Fortgeschrittene?
Für Studierende, die ihr Studium ab dem WS 2010/2011 begonnen haben, ist das Bestehen einer propädeutischen Übung Voraussetzung für die Zulassung.


Welcher Lehrstuhl führt im nächsten Semester die Übung durch?
Eine Übersicht über die angebotenen Übungen finden Sie auf folgender Internetseite: Übersicht der Übungen


Wo kann ich mich für die Übung anmelden?
Auf der folgenden Internetseite können Sie sich zu den Übungen anmelden, sobald die Übung von dem jeweiligen Lehrstuhl freigeschaltet wurde:
http://elas.jura.uni-saarland.de/


Ich konnte mich bei der Übung nicht anmelden. Was soll ich tun?
Bitte wenden Sie sich an den Lehrstuhl, der die jeweilige Übung durchführt.


Muss ich mich zur Übung anmelden? Gibt es hierzu eine Frist?
Es wird empfohlen, sich über die o g. Internetseite anzumelden, da damit sogleich die notwendigen Daten vorhanden sind, um später einen Übungsschein auszustellen. Für die Anmeldung wird in der Regel eine Frist gesetzt. Sollte die Frist bereits abgelaufen sein, wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Lehrstuhl, der die Übung durchführt, damit Ihre Daten noch nachträglich aufgenommen werden können.


Wie viele Hausarbeiten und Klausuren werden pro Übung angeboten?
In einer Übung sind für alle Teilnehmenden mindestens zwei Hausarbeiten sowie in der Regel drei, mindestens aber zwei, Aufsichtsarbeiten anzubieten.


Wann habe ich eine Übung bestanden?
Die Teilnahme an einer Übung ist erfolgreich, wenn in dieser Übung wenigstens eine Hausarbeit und eine Aufsichtsarbeit mit mindestens der Note „ausreichend“ bewertet worden sind.


Wann werden die Hausarbeiten angeboten?
Beide Hausarbeiten werden in der vorlesungsfreien Zeit angeboten, eine davon in der vorlesungsfreien Zeit vor dem Beginn und eine in der vorlesungsfreien Zeit nach dem Ende der Lehrveranstaltung.


Kann ich bestandene Arbeiten aus einer vorangegangenen Übung mit in die nächste Übung nehmen?
Nein, aus einer früheren Übung können weder eine Hausarbeit noch eine Klausur übertragen werden!

Seminare

 

Ich habe während des zweiten und/oder dritten Studienjahres ein Seminar erfolgreich absolviert. Wie kann ich mir das Seminar auf meine Leistungspunkte anrechnen lassen?
Bitte kommen Sie mit dem Originalseminarschein und einer Kopie dieses Scheines beim Juristischen Prüfungsamt im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät vorbei. Beachten Sie, dass die Anrechnung auf die Leistungspunkte nur Sinn macht, wenn Sie eine nicht absolvierte Leistungskontrolle bzw. eine nicht bestandene Veranstaltung ersetzen möchten. Das Seminar darf im Übrigen nicht Teil des Schwerpunktbereichsstudiums sein.

Wie viele Seminare kann ich mir im zweiten und/oder dritten Studienjahr anrechnen lassen?
Gemäß § 2a Abs. 2 Satz 3 und 4 JAO können Sie im zweiten Studienjahr durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar und/oder im dritten Studienjahr durch die erfolgreiche Teilnahme an zwei Seminaren, die nicht Teil Ihres Schwerpunktbereichsstudiums sind, je vier Leistungspunkte erhalten.

Ich möchte an einem Seminar aus dem Schwerpunktbereich bereits im Hauptstudium teilnehmen. Was muss ich hierzu tun? Bekomme ich für dieses Seminar auch Leistungspunkte?
Studierende, die sich noch im Hauptstudium (2. – 3. Studienjahr) befinden, können gemäß § 5 Abs. 2 Satz 6 JAG schon vor dem 4. Studienjahr aufgrund besonderer, vor Beginn des Seminars zu beantragender Zulassung durch das Juristische Prüfungsamt im Dekanat an einem Seminar als vorgezogenem Teil ihres Schwerpunktbereichsstudiums teilnehmen; das Juristische Prüfungsamt wird, wenn nicht besondere Gründe entgegenstehen, diese Zulassung in der Regel erteilen. Leistungspunkte können bei einer Teilnahme im Rahmen des Schwerpunktbereichsstudiums nicht erworben werden. (Im Schwerpunktbereichsstudium werden keine Leistungskontrollen durchgeführt!). Eine gleichzeitige Anrechnung dieses Seminars im zweiten oder dritten Studienjahr ist nicht möglich.

Wann habe ich erfolgreich an einem Seminar teilgenommen?
Die Teilnahme an einem Seminar ist erfolgreich, wenn in dem Seminar wenigstens eine schriftliche Arbeit mit mindestens der Note "ausreichend" bewertet und regelmäßig an dem Seminar teilgenommen worden ist (§ 7 Abs. 2 StuPrO).

Muss ich für ein ordnungsgemäßes Studium an einem Seminar erfolgreich teilgenommen haben?
Zur Zulassung zum ersten juristischen Staatsexamen bzw. zur ersten juristischen Prüfung benötigen Sie nicht zwingend ein erfolgreich absolviertes Seminar innerhalb des Schwerpunktbereichsstudiums; Sie können auch an einer Übung oder an einer sonstigen Vertiefungs- oder Ergänzungsveranstaltung (hier kommt es auf den Schwerpunktbereich an) teilgenommen haben. Das Seminar können Sie aber für das "qualifizierte" Diplom verwenden.

Kann ich mir die Seminare als „Promotionsseminare“ anrechnen lassen?
Ob die Seminarscheine, die Sie während des Studiums erworben haben, Seminare im Sinne der Promotionsordnung sind, hängt im Wesentlichen davon ab, mit welcher Note Sie das erste oder zweite Staatsexamen bzw. die erste juristische Prüfung abgeschlossen haben (vgl. insoweit § 5 der Promotionsordnung der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes für die Promotion zur Doktorin/zum Doktor des Rechts vom 21. Oktober 2004 (Dienstbl. 2005, S. 127) sowie im Übrigen die Hinweise zur Promotion auf der entsprechenden Seite.

Examensklausurenkurs

 

Ab wann kann ich am Examensklausurenkurs teilnehmen?
Voraussetzung für die Teilnahme an den Klausuren im Strafrecht ist die Vorlage des Scheines der Übung im Strafrecht (für Fortgeschrittene). Voraussetzung für die Teilnahme an den Klausuren im Privatrecht und Öffentlichen Recht ist die Vorlage der Scheine der (Fortgeschrittenen-)Übungen im Bürgerlichen Recht, Öffentlichen Recht und Strafrecht.


Wo findet der Examensklausurenkurs statt?
Die Klausuren finden in der Regel samstags ab 9:00 Uhr in Hörsaal 0.18, Gebäude B4 1, statt. Es stehen, je nach Klausur, vier bzw. fünf Zeitstunden für die Bearbeitung zur Verfügung. Die Besprechung und Rückgabe erfolgt in der Regel ‑ wenn nicht anders angegeben – freitags von 14:15 Uhr bis 15:45 Uhr jeweils im Hörsaal 0.24 des Gebäudes B4 1. Die Termine erfahren Sie durch Aushang im Glaskasten (gegenüber HS 0.19, Geb. B4 1) oder unter Examensvorbereitung.


Bekomme ich einen Schein für den Examensklausurenkurs ausgestellt?
Über die erfolgreiche Teilnahme am Examensklausurenkurs kann im Dekanat ein Schein ausgestellt werden. Voraussetzung sind mindestens zwei mit ausreichend (4 Punkte) bewertete Klausuren eines Semesterkurses. Die korrigierten Klausuren müssen zur Ausstellung des Scheins mitgebracht werden.

Wechsel von Saarbrücken zu einer anderen Universität


Welche Bescheinigungen werden mir von der Universität des Saarlandes ausgestellt?
Haben Sie das erste Studienjahr bestanden, so kann Ihnen eine Bescheinigung ausgestellt werden, dass Sie bei uns zu den Übungen (für Fortgeschrittene) zugelassen sind.
Im Übrigen können Ihnen Grundlagenveranstaltungen (Einführung in das juristische Denken und Arbeiten, Juristische Methodenlehre, Rechts- und Verfassungsgeschichte I und II, Allgemeine Staatslehre und Rechtsphilosophie) gesondert bescheinigt werden, sofern Sie in den genannten Leistungskontrollen eine schriftliche Arbeit geschrieben und mit mindestens der Note „ausreichend“ bestanden haben.
Des Weiteren erhalten Sie auf Antrag eine Bescheinigung, dass der erfolgreiche Abschluss des zweiten Studienjahres in seinen Voraussetzungen denen einer erfolgreichen Ablegung der Zwischenprüfung gemäß § 15 Abs. 1 HRG entspricht und dass Sie im Studiengang Rechtswissenschaft keine nach der Prüfungsordnung erforderliche Prüfung (Zwischenprüfung, studienbegleitende Leistungskontrolle) endgültig nicht bestanden haben.


An der neuen Universität benötige ich Teilnahmebescheinigungen für die Arbeitsgemeinschaften. Wer stellt mir eine solche Bescheinigung aus?
Die Teilnahmebescheinigungen für die Arbeitsgemeinschaften werden vom Arbeitsgemeinschaftsleiter bzw. von dem Lehrstuhl des Koordinators der Arbeitsgemeinschaft auf Wunsch ausgestellt, sofern eine regelmäßige Teilnahme an der Veranstaltung vorliegt. Zu diesem Zweck werden in den Arbeitsgemeinschaften Teilnehmerlisten geführt.

Ordnungsgemäßes Studium gem. § 5, § 9 Abs. 3, 4 JAG

 

Wo bekomme ich die Bescheinigung für das ordnungsgemäße Studium?

Diese Bescheinigung stellt das Juristische Prüfungsamt im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes aus, frühestens im Juni des achten Semesters.
Welche Unterlagen vorgelegt werden müssen, ergibt sich aus der folgenden Frage.
Nach der Überprüfung werden die Unterlagen zusammen mit der Bescheinigung zurückgegeben.

 

Welche Unterlagen muss ich hierzu zur Prüfung vorlegen?

Bitte bringen Sie hierzu mit (im Original):

- die drei Übungsscheine im Strafrecht, Bürgerlichen Recht und Öffentlichen Recht (inkl. Schein der Propädeutischen Übung bei Studienbeginn ab WS 2010/2011)

- den Nachweis der Lehrveranstaltung zur Fremdsprachenkompetenz i.S.d. § 5 Abs. 4 JAG (Eintrag im Studienbuch)

- den Nachweis der Lehrveranstaltung zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen i.S.d. § 5 Abs. 4, 5 JAG (Eintrag im Studienbuch)

- den Seminarschein (optional), erbracht in dem gewählten Schwerpunkt-
bereich

- das Studienbuch mit den ausgefüllten Belegblättern aller Semester (siehe Studienplan Rechtswissenschaft)

- die drei Jahresabschlusszeugnisse

Hinweis:

Auf den Belegblättern des 7. und 8. Semesters (Schwerpunktbereichsstudium sowie Vertiefungs- und Wiederholungsstudium) müssen insbesondere auch folgende Veranstaltungen eingetragen sein:

- die Veranstaltungen des Schwerpunktbereichs (je nach gewähltem Schwerpunktbereich) im Umfang von 8 bis 10 Wochenstunden im 7. Semester bzw. 7 bis 10 Wochenstunden im 8. Semester
und
- die Veranstaltungen zur Ergänzung und Vertiefung sowie zur Examens-
vorbereitung (die von der Universität angebotenen Repetitorien und Examensklausurenkurse) im Umfang von jeweils 8 Wochenstunden im 7. und im 8. Semester.


Die Bescheinigungen über die Ableistung praktischer Studienzeiten werden nicht benötigt. Diese sind nur dem Landesprüfungsamt bei der Anmeldung zur Pflichtfachprüfung vorzulegen.

Praktische Studienzeiten

 

Wie lange muss ich ein Praktikum absolvieren?

Während der vorlesungsfreien Zeit müssen Sie für die Dauer von insgesamt drei Monaten (!) an praktischen Studienzeiten teilnehmen (vgl. § 7 JAG). Die praktischen Studienzeiten können bei höchstens drei Stellen abgeleistet werden, wobei die Mindestdauer bei einer Stelle einen Monat (!) nicht unterschreiten soll (§ 2 Abs. 2 JAO).

Welche Praktika muss ich absolvieren?

Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2003/2004 aufgenommen haben, sollen mindestens einen Monat (!) der praktischen Studienzeit bei der Verwaltung ableisten; Studierende, die ihr Studium ab dem Wintersemester 2003/2004 aufgenommen haben, sollen mindestens einen Monat (!) der praktischen Studienzeiten bei einer Rechtsanwältin/
einem Rechtsanwalt ableisten.

Wo kann ich ein Praktikum absolvieren?

Die praktischen Studienzeiten können gemäß § 7 JAG abgeleistet werden bei:
a)  gesetzgebenden Körperschaften,
b)  Verwaltungsbehörden,
c)  Gerichten,
d)  Staatsanwaltschaften,
e)  Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts,
f)   Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälten,
g)  Notarinnen/Notaren,
h)  Rechtsabteilungen von Verbänden und Wirtschaftsunternehmen oder
i)   sonstigen Stellen, die die Präsidentin/der Präsident des Landes-
prüfungsamtes für Juristen für geeignet erklärt.

Wer ist zuständig für die Anerkennung von Praktika?

Der Präsident/die Präsidentin des Landesprüfungsamtes für Juristen bei dem Ministerium der Justiz ist zuständig für die Anerkennung von Praktika, auch für die Anerkennung von im Ausland abgeleisteten Praktika. (Landesprüfungsamt für Juristen, Franz-Josef-Röder-Straße 15, 66119 Saarbrücken, Telefon: 0681 501-5318 oder 0681 501-5321, Telefax: 0681 501-5897, http://www.saarland.de/1537.htm.)

Bestehen irgendwelche Formvorschriften für die Praktikums-
bescheinigung?

Es bestehen keine Formvorschriften. Die ausbildende Stelle muss Ihnen nur bescheinigen, dass Sie Ihre praktische Studienzeit ordnungsgemäß wahrgenommen haben. Ein Formblatt für diese Bescheinigung gibt es nicht.

 

 

Schwerpunktbereiche

  

Welche Schwerpunktbereiche werden angeboten?

  • Deutsches und internationales Vertrags- und Wirtschaftsrecht
  • Deutsches und internationales Steuerrecht
  • Deutsches und europäisches Arbeits- und Sozialrecht
  • Internationales Recht, Europarecht und Menschenrechtsschutz
  • Deutsches und internationales Informations- und Medienrecht
  • Deutsche und internationale Strafrechtspflege, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht
  • Französisches Recht (gem. § 9 Abs. 4 StuPrO)
  • Deutsches und europäisches Privatversicherungsrecht
  • IT-Recht und Rechtsinformatik.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Studien-  und Prüfungsordnung!

Erste juristische Prüfung - Pflichtfachprüfung und Schwerpunktbereichsprüfung (nach neuem Recht)


Erste juristische Prüfung

Das Gesetz zur Reform der Juristenausbildung, welches am 1. Juli 2003 in Kraft getreten ist, hat u. a. die bundesrechtlichen Rahmenregelungen zur Juristenausbildung im Deutschen Richtergesetz (DRiG) geändert. Wichtigste Änderung für die Studierenden ist, dass das bisherige erste juristische Staatsexamen (auch: erste juristische Staatsprüfung) ersetzt wird durch die zweigeteilte erste juristische Prüfung, bestehend aus einer staatlichen Pflichtfachprüfung sowie einer universitären Schwerpunktbereichsprüfung. Ferner sollen den Studierenden bereits in der juristischen Ausbildung im Studium verstärkt sog. Schlüsselqualifikationen, wie Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung, Mediation, Vernehmungslehre und Kommunikationsfähigkeit vermittelt werden. Zugleich soll die Fremdsprachenkompetenz aller Studierenden (durch fremdsprachige rechtswissenschaftliche Veranstaltung oder rechtswissenschaftlich ausgerichtete Sprachkurse) gefördert werden.


We
lche Zulassungsvoraussetzung muss ich erfüllen, um das Schwerpunktbereichsstudium zu absolvieren?

Es muss ein ordnungsgemäßes Studium von drei Studienjahren (mit Bestehen der jeweiligen Leistungskontrollen) vorliegen. Sollten Sie von einer anderen Universität nach Saarbrücken wechseln, so muss der Gleichwertigkeitsausschuss feststellen, dass Ihre Leistungen, die Sie an der anderen Universität erbracht haben, denen der drei Studienjahre gleichwertig sind.


Was sind die Voraussetzungen für das Examen?

Erste juristische Prüfung, hier staatliche Pflichtfachprüfung

  1. Nachweis über ein ordnungsgemäßes Studium der Rechtswissenschaft (§ 5, § 9 Abs. 3, 4 JAG);
  2. ein zweisemestriges Studium der Rechtswissenschaft an der Universität des Saarlandes; die zwei Semester müssen der Prüfung unmittelbar vorausgegangen sein;
  3. erfolgreiche Teilnahme an je einer Übung im Bürgerlichen Recht, im Strafrecht und im Öffentlichen Recht;
  4. Ableistung einer ordnungsgemäßen praktischen Studienzeit.

Zuständig für die Zulassung zu 2. und 4. und die Durchführung der Pflichtfachprüfung ist das Landesprüfungsamt für Juristen!

Erste juristische Prüfung, hier universitäre Schwerpunktbereichsprüfung (§§ 9 ff. StuPrO)

  1. Nachweis über ein ordnungsgemäßes Studium der Rechtswissenschaft (§ 5 JAG) und
  2. ein zweisemestriges Studium der Rechtswissenschaft an der Universität des Saarlandes; die zwei Semester müssen der Prüfung unmittelbar vorausgegangen sein;

Der Antrag auf Zulassung zur Schwerpunktbereichsprüfung muss unmittelbar im Anschluss an das Universitätsstudium, spätestens innerhalb von drei Monaten nach dem Schluss des letzten Studiensemesters, gestellt werden (vgl. § 12 Abs. 1 StuPrO).

Zuständig für die Durchführung der Schwerpunktbereichsprüfung ist das Juristische Prüfungsamt im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät!


Welche Unterlagen muss ich vorlegen? Wo bekomme ich die Anmeldeunterlagen?

Näheres zu den Unterlagen, die Sie zur Examensanmeldung vorlegen müssen, finden Sie in den Anmeldeformularen, die Sie im 

Landesprüfungsamt für Juristen

Franz-Josef-Röder-Straße 15

66119 Saarbrücken

Telefon: 0681 501-5318 oder 0681 501-5319

Telefax: 0681 501-5897


oder – für die Schwerpunktbereichsprüfung – bei dem
Juristischen Prüfungsamt im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät

erhalten können.


Sie können die Anmeldeunterlagen auch downloaden:


Für die Pflichtfachprüfung unter:

http://www.saarland.de/3806.htm


Für die Schwerpunktbereichsprüfung unter:

http://www.uni-saarland.de/fakultaet/r/pruefungsamt.html


Wo finde ich die Termine für die Anmeldung zur ersten juristischen Prüfung bzw. zur Schwerpunktbereichsprüfung?

Als Aushang im Glaskasten in Gebäude B4 1 oder unter:


http://www.saarland.de/1554.htm bzw.


http://www.uni-saarland.de/fakultaet/r/pruefungsamt.html


Was ist die „Freischuss“-Regelung?

Für die erstmalige Ablegung der staatlichen Pflichtfachprüfung gilt die so genannte „Freischuss“-Regelung. Sie beinhaltet einen risikolosen Prüfungsversuch, der bei Nichtbestehen als nicht unternommen gilt. Voraussetzung ist allerdings ein ununterbrochenes Studium der Rechtswissenschaft von höchstens acht Semestern; Zeiten eines Rechtsstudiums im Ausland oder einer Beurlaubung aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit) bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.


Welche Leistungen müssen zum Bestehen der Schwerpunktbereichsprüfung erbracht werden?

Die Schwerpunktbereichsprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Die schriftliche Prüfung besteht aus zwei Aufsichtsarbeiten, die mündliche Prüfung aus einem Prüfungsgespräch.


Wann ist die Schwerpunktbereichsprüfung bestanden? Wie errechnet sich die Prüfungsgesamtnote der Schwerpunktbereichsprüfung?

Die Prüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsgesamtnote „ausreichend“ oder besser ist. Die Prüfungsgesamtnote wird in der Weise ermittelt, dass die Punktzahl für jede Aufsichtsarbeit mit Faktor 1,5 und für die Einzelnote der mündlichen Prüfung mit Faktor 1,25 vervielfältigt und die Summe durch Devisor 4,25 geteilt wird (vgl. § 18 StuPrO). Hierbei ist zu beachten, dass eine Zulassung zur mündlichen Prüfung nur erfolgt, wenn mindestens eine Aufsichtsarbeit mit 4,00 Punkten oder mehr bewertet worden ist. Sind beide Aufsichtsarbeiten mit weniger als 4,00 Punkten bewertet worden, so ist der Prüfling von der mündlichen Prüfung im Schwerpunktbereich ausgeschlossen (vgl. § 15 Abs. 3 StuPrO).


Erhalte ich ein Zeugnis über die bestandene Schwerpunktbereichsprüfung?

Wer die Schwerpunktbereichsprüfung bestanden hat, erhält vom Juristischen Prüfungsamt im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ein Zeugnis, aus dem die Gesamtnote der Schwerpunktbereichsprüfung mit Notenbezeichnung und Punktwert ersichtlich ist (vgl. § 18 Abs. 5 StuPrO).


Welche Leistungen müssen im Rahmen der Pflichtfachprüfung erbracht werden?

Die staatliche Pflichtfachprüfung gliedert sich in eine schriftliche und eine mündliche Prüfung. Die schriftliche Prüfung besteht aus sechs Aufsichtsarbeiten (drei Aufsichtsarbeiten im Bürgerlichen Recht, zwei Aufsichtsarbeiten im Öffentlichen Recht und eine Aufsichtsarbeit im Strafrecht). Etwa 5 Monate nach Abschluss der schriftlichen Prüfung findet dann die mündliche Prüfung statt.

Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie im Juristenausbildungsgesetz – JAG – und in der Ausbildungsordnung für Juristen – JAO –; die Normtexte können Sie einsehen unter:

http://www.uni-saarland.de/fakultaet/r/pruefungsamt.html


Erhalte ich ein Zeugnis über die bestandene Pflichtfachprüfung?

Wer die staatliche Pflichtfachprüfung bestanden hat, erhält vom Landesprüfungsamt ein Zeugnis, aus dem die Gesamtnote der staatlichen Pflichtfachprüfung mit Notenbezeichnung und Punktwert ersichtlich ist (vgl. § 14 Abs. 5 JAG).


Wann ist die Erste Juristische Prüfung bestanden?

Die erste juristische Prüfung hat nur bestanden, wer sowohl die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung als auch die staatliche Pflichtfachprüfung bestanden hat.

Zum Bestehen der Schwerpunktbereichsprüfung siehe oben und zum Bestehen der Pflichtfachprüfung siehe § 14 Abs. 4 JAG.


Bekomme ich eine Urkunde mit einer Gesamtnote? Wer stellt diese aus?

Das Zeugnis über das Bestehen der ersten juristischen Prüfung wird von dem Landesprüfungsamt erteilt, bei dem die staatliche Pflichtfachprüfung abgelegt wurde. Das Zeugnis weist hierbei die Ergebnisse der bestandenen universitären Schwerpunktbereichsprüfung und der bestandenen staatlichen Pflichtfachprüfung sowie zusätzlich eine Gesamtnote aus.


Wie geht die Prüfungsgesamtnote der Schwerpunktbereichsprüfung in die Prüfungsgesamtnote der ersten juristischen Prüfung ein?

In die Gesamtnote der ersten juristischen Prüfung fließt die Prüfungsgesamtnote der bestandenen staatlichen Pflichtfachprüfung mit 70 vom Hundert und die Prüfungsgesamtnote der universitären Schwerpunktbereichsprüfung mit 30 vom Hundert ein.

BAföG

 

Wer kann mich in Sachen BAföG beraten?

Bitte wenden Sie sich an die BAföG-Beratungsstelle des Studentenwerkes. Informationen hierzu finden Sie auf folgender Internetseite: www.studentenwerk-saarland.de

Ferner möchten wir Sie auch noch auf die informative Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hinweisen: www.das-neue-bafoeg.de

 

Wer ist BAföG-Beauftragter der Rechtswissenschaftlichen Fakultät?

Dies ist derzeit der Präsident des Juristischen Prüfungsamtes. Bitte wenden Sie sich hierzu an das Juristische Prüfungsamt der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

 

Wo bekomme ich die Formulare für die Antragstellung?

Sie bekommen sie entweder direkt bei der BAföG-Beratungsstelle des Studentenwerks oder Sie können diese im Internet unter www.das-neue-bafoeg.de/de/432.php downloaden.

 

Wo bekomme ich eine Bestätigung meiner Leistungen für das vierte Fachsemester (Formblatt 5)?

Bitte geben Sie das Formblatt 5 beim Juristischen Prüfungsamt im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ab und vergessen Sie nicht, die Zeilen 1 bis 9 auszufüllen. Der Leistungsstand des vierten Fachsemesters wird bestätigt, wenn das zweite Studienjahr erfolgreich absolviert wurde. Doppelstudierende müssen das zweite Jahr am Centre juridique franco-allemand oder die ersten beiden Studienjahre des deutschen Rechts bestanden haben.

 

Ich beziehe BAföG – was muss ich bei den Leistungskontrollen beachten?

Studierenden, die BAföG beziehen, empfehlen wir, dass sie an allen Leistungskontrollen teilnehmen, da dies für die BAföG-Stelle ein Kriterium ist, BAföG ausnahmsweise für zwei Semester weiter zu gewähren, obwohl ein Studienjahr einmal nicht bestanden wurde.