14.03.2017

Preis für herausragende Lehre an saarländischen Hochschulen verliehen

Auszeichnung für Sprachenzentrum und Junior-Professor in Mathematik

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat gestern den Landespreis Hochschullehre für herausragende Lehrleistungen an den Hochschulen des Saarlandes verliehen. Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis wird seit 2003 jährlich an Dozenten der saarländischen Hochschulen vergeben, die mit ihrem besonderen Engagement, ihrem Organisationstalent, ihrer fachlichen Wissensvermittlung und ihrem didaktisch-methodischen Vorgehen neue Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre gesetzt haben. Der Preis, der für die Bewerbungsrunde 2016 verliehen wird, teilt sich dem Vorschlag der 14-köpfigen, unabhängigen Jury folgend in drei Teile auf.


Den ersten Preis in Höhe von 15.000 Euro erhalten Dr. Peter Tischer, Dr. Roger Charlton und Christoph Klein vom Sprachenzentrum der Universität des Saarlandes für das Projekt „RoPeCast – The light-hearted podcast for learners of English“.

Unter diesem Titel produzieren sie englische Kurzhörsendungen für alle, die ihr Englisch auf unterhaltsame Weise verbessern möchten. In ihren Fünfminutenprogrammen greifen die Macher zweimal im Monat unterhaltsame Themen rund um die englische Kultur und Sprache auf. Die Podcasts sind als studienbegleitendes Angebot zum selbständigen Sprachenlernen gedacht, werden aber auch in der Sekundarstufe an Schulen verwendet. Rund hundert Episoden zu mehr als 40 Themenkomplexen hat das RoPeCast-Team seit 2008 produziert, die über den Youtube-Kanal RoPeCast, sowie über www.ropecast.de aufrufbar sind.

Den zweiten Preis in Höhe von 15.000 Euro erhält Junior-Professor Moritz Weber von der Saar-Uni für das Projekt „Entwicklung und Durchführung mathematischer Kurse zur Vorbereitung von Asylberechtigten und Flüchtlingen auf den MINT-Studieneingangstest der UdS“.

Hierbei können Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge ihr mathematisches Wissen für den Eingangstest an der Universität des Saarlandes auffrischen. Der junge Wissenschaftler konzipierte das neue Kursangebot für die sehr heterogene Zielgruppe in Eigeninitiative und führte den sechswöchigen Unterricht gemeinsam mit Kollegen vor dem zweiten und dritten Eingangstest durch. Danach konnten deutlich mehr Flüchtlinge den Eingangstest erfolgreich absolvieren. Teilnehmern, die den Test bestehen, eröffnet sich (im Allgemeinen nach Absolvieren eines Deutschkurses sowie vorbereitender Fachkurse) die Möglichkeit, ein grundständiges Studium in einem zulassungsfreien MINT-Fach an der Saar-Uni aufzunehmen.

Den dritten Preis in Höhe von 15.000 Euro erhalten Prof. Dr. Nicole Schwarz, Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw saar), Prof. Jörg Nonnweiler, Hochschule für Musik Saar (HfM), und Prof. Dr. Rolf Sachsse, Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK), für den Masterstudiengang „Kulturmanagement“.

Dieser Studiengang Kulturmanagement wird von der htw saar, der HfM und der HBK angeboten. Dieser hochschulübergreifende Ansatz macht den Studiengang bundesweit einzigartig und inhaltlich einmalig: Betriebswirte erwerben Fachwissen über künstlerisch-ästhetische Aspekte und den Kultursektor. Musiker und Künstler eignen sich wirtschaftliche Kompetenzen speziell für den Kultursektor an. So ausgestattet finden sich die Absolventen künstlerischer und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge gut gerüstet für ihre Arbeit im Kultursektor.

Zu Ehren des 2016 verstorbenen Prorektors der htw saar, Prof. Enrico Lieblang, und zur Würdigung seiner Leistungen in der Lehre hat die Jury empfohlen, im Rahmen der Verleihung des Landespreises Hochschullehre über die StudienStiftungSaar drei „Enrico-Lieblang-Saarland-Stipendien“ über insgesamt 5.400 Euro zu finanzieren. Sie erhalten drei Studenten, die den Studienalltag mit ihrer Liebe zu Musik, Kunst und Kultur zu vereinen beziehungsweise die sich an der Hochschule in sozialen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten engagieren: Frau Anja Konieczny, Herrn Abdallah Qubala sowie Frau Sarah Müller.