Studentische Tagung "Glaube und Zukunft - Menschen zwischen Wallfahrt und Weltraum"

Vom 25. bis 27. April veranstalten Studierende und angehende Wissenschaftler*innen des Fachs „Historische Anthropologie/Europäischen Ethnologie“ auf dem Unicampus eine wissenschaftliche Tagung mit dem Titel „Glaube und Zukunft – Menschen zwischen Wallfahrt und Weltraum“. Beginn ist am Donnerstag, 25. April 2019, um 16 Uhr im Graduate Center (Gebäude C9 3).

Spätestens seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und verstärkt durch die Migrationsbewegungen im Gefolge des Krieges in Syrien kamen Diskussionen um Religion und religiöse Überzeugungen zurück nach Europa. Gleichzeitig sehen viele Menschen heute die Gestaltung ihrer Zukunft nicht mehr in religiösen Fundierungen. Sie fragen vielmehr nach technischen Visionen und deren realer Umsetzbarkeit – von der Künstlichen Intelligenz bis hin zur Eroberung des Weltraums.  Die Tagung will diese beiden Perspektiven verbinden.

Das Programm der Tagung finden Sie hier.

Öffentlicher Vortrag zu Vegetarismus

Am Montag, den 17.12.2018, beteiligt sich Frau Prof. Dr. Krug-Richter am diesjährigen Vorlesungsexpress des AStA der Universität des Saarlandes mit einem Vortrag zum Vegetarismus. Der einstündige Beitrag findet in der Aula der Universität im Gebäude A3.3 um 13 Uhr statt und ist für alle Interessenten geöffnet.

Näheres zum Programm des Vorlesungsexpresses und zum AStA der Universität finden Sie hier.

Öffentliche Ringvorlesung im SoSe 2018

„Erinnerung und Aufbruch. Das europäische Kulturerbe im Saarland nach 1945“

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Saarland unter der französischen Militärregierung ein Masterplan für den Wiederaufbau erarbeitet. Kern des Projektes war der Neubau der kriegszerstörten Städte Saarbrücken, Saarlouis und Neunkirchen nach Entwürfen von französischen Architekten. Es kennzeichnet die französische Besatzung, dass sie in Überwindung von Ressentiments die Versöhnung beider Nationen und den Aufbruch in ein anderes Europa unternahm. Gleichwohl zogen die funktionalistischen Stadtbauentwürfe den Unmut der lokalen Behörden nach sich; einmal weil sie nicht auf die unmittelbare Notlage der Bevölkerung reagierten, zum anderen weil ihrer einseitig zukunftsgerichteten Modernität keine Erinnerung eingeschrieben war.

Die Ringvorlesung wird über die Stadtbauprojekte hinausgehend ein breiteres kulturhistorisches Panorama der Wiederaufbaujahre entwerfen. Sie bezieht die Rolle der kulturtragenden, lokalen Institutionen mit ein, so das Centre des Métiers d'Art, das später in die Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK) überging, so die Moderne Galerie des Saarlandmuseums, deren Sammlungsschwerpunkt klassische Moderne und Neo-Avantgarde verband, so auch die deutsch-französische Universitätsgründung im Saarbrücker Stadtwald, deren nach wie vor aktuellem Europa-Gedanken sich die Ringvorlesung verpflichtet fühlt.

Die Vorlesungsreihe hebt auf den unhintergehbaren Zusammenhang ab, dass sich der Umgang mit Kulturerbe stets an der prekären Schnittstelle von Erinnern und Vergessen bewegt. Es ist eine altbekannte Erkenntnis, dass es der Kraft des Vergessens bedarf, um Platz für einen Neuanfang zu schaffen. Umgekehrt heißt Erinnern Auswählen, Unterscheiden, Sich-in-Beziehung-setzen und Sinn stiften. Das Kulturerbe des 20. Jahrhunderts erinnert in Europa nicht zuletzt an verheerende Kriege und Katastrophen – an Auf-Brüche – und kann die Gegenwart lehren, dass sie die Bindung an die Vergangenheit immer wieder aufnehmen wie zugleich von sich abstreifen muss. Die Beschäftigung mit dem Kulturerbe ist deshalb weit mehr als eine Beschäftigung mit ästhetischen Fragen. Sie rührt am politischen Fundament Europas, an dessen inneren Grenzlinien und -öffnungen sich Geschichte und Gegenwart des Saarlandes entlang bewegen.

Die Vorträge finden statt mittwochs um 18 Uhr s.t. im Pingusson-Bau (Gebäude der ehemaligen Französischen Botschaft in Saarbrücken), Hohenzollernstraße 60/Keplerstraße 21, 66117 Saarbrücken.

Das Programm mit den Terminen und Vortragsthemen finden Sie hier ...

Gastvortrag im Juni

Wir freuen uns ankündigen zu dürfen, dass am Donnerstag, den 7.6.2018, Jun. Prof. Dr. Meike Wolf (Universität Frankfurt a.M.) als Referentin an der UdS zu Gast sein wird. Frau Wolf spricht ab 18 Uhr über Ihr kulturanthropologisches DFG-Projekt zur Globalisierung der Grippe - und damit nicht zuletzt über Zukunftspraxen wie Prävention und Preparedness. Der Vortrag im Geb. B 3.1, HS III ist öffentlich. Wir freuen uns auf zahlreiche Zuhörer!

 

SR 2-Interview zur Tagung "Alltag. Gesellschaft! Utopie?"

Landwirtschaft und Konsum sind im Wandel. Aktuelle Formen und Praktiken nachhaltiger und solidarischer Lebensmittelproduktion, -distribution und -konsumption waren am 20./21. April 2018 Thema einer kulturwissenschaftlichen Fachtagung an der UdS. Im Live-Interview des SR 2 berichtete Christian Holland stellvertretend für 15 Studierende der HA/EE von den Lehrforschungs- und Tagungsergebnissen. Hören Sie HIER ...

Tagungsankündigung: "Alltag. Gesellschaft! Utopie?"

 

Wann:

Fr., 20. und Sa., 21. April 2018

Wo:

Universität des Saarlandes (Graduate Center)

Programm:

HIER ...

 

Agrargifte und Pestizidbelastung, Artensterben und Milchpreisverfall, Massentierhaltung und Discount-Fleisch: Das öffentliche Bild der Landwirtschaft ist geprägt von Skandalen, Bauern leiden unter enormem Preisdruck und Verbraucher sind zunehmend verunsichert, was man überhaupt noch guten Gewissens konsumieren kann.

Während biologische und regional produzierte Waren längst den Massenmarkt erreicht haben, entstehen in Nischen gesellschaftliche Utopien eines künftig „besseren Lebens“. Kleine Höfe und Urban Gardening-Projekte, Weingüter und Imkereien – in zahlreichen Initiativen werden Formen der Lebensmittelproduktion, -distribution und -konsumption erprobt, die nicht auf Wachstum und Profitmaximierung, sondern Verantwortung, Solidarität und Nachhaltigkeit setzen.

Die Landwirtschaft im Wandel ist Thema einer wissenschaftlichen Fachtagung, die das Ergebnis eines einjährigen Lehrforschungsprojekt an der Universität des Saarlandes bildet. Gemeinsam mit Experten der Universität Regensburg soll erörtert werden, inwieweit sich im frühen 21. Jahrhundert Agrarkulturen auszuprägen beginnen, die nicht nur den Status quo kritisieren, sondern im Alltag bereits Fluchtpunkte einer „neuen Landwirtschaft“ von morgen entwerfen.

Alle Infos auf einen Blick: HIER ...

 

 

"Heimat" im öffentlichen Diskurs

"Heimat? Das ist mehr als Trachtenvereine" ...

Ein ausführliches Interview zum Thema Heimat führte das ZDF jüngst mit Prof. Dr. Barbara Krug-Richter. Was unser Verständnis von Heimat mit Recht, Verlustängsten oder Globalisierung zu tun hat, lesen Sie HIER ...

 

 

"Überall dehemm?": Ausstellung noch immer auf Wanderschaft

Seit 1. Februar 2018 ist unsere in Kooperation mit der Gemeinde Tholey entstandene und zuletzt in der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG, Saarbrücken) gezeigte Ausstellung "Überall dehemm? Aspekte von Heimat in Alltag und Kultur" in den Räumen der Union Stiftung Saarbrücken zu sehen. Sie ist nun eingebunden in einen politischen Diskurs der Stiftung und trägt so zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Heimat und Beheimatung weiterhin bei. Wir freuen uns über die große Reichweite, die unser Projekt bislang erfahren hat. Weiterführende Infos finden sich HIER.

 

 

"Heimat" im Deutschlandfunk (Feature mit Prof. Dr. Barbara Krug-Richter)

Der Deutschlandfunk diskutierte am 16. Nov. 2017 in einem Feature die Thematik "Heimat". Für die HA/EE kommt Frau Krug-Richter ausführlich zu Wort. Die Ausstellung unserer Studierenden wird hervorgehoben und sogar ein O-Ton unseres Audio-Beitrags zu "Heimat und Wohnungslosigkeit" eingebunden - unbedingt HIER anhören!

"Überall dehemm?": Ausstellung auf Wanderschaft

Vom 26.10. bis 22.12.2017 ist die in Kooperation mit der Gemeinde Tholey entstandene Ausstellung "Überall dehemm? Aspekte von Heimat in Alltag und Kultur" in der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) in Saarbrücken erneut zu besichtigen. Die Ausstellung ist Ergebnis eines einjährigen Lehrforschungsprojekts der Historischen Anthropologie / Europäischen Ethnologie und wurde von rund 40 Studierenden erarbeitet. Wir freuen uns auch weiterhin über Ihren Besuch!

 

 

Richard-van-Dülmen-Preis 2017 ...

...an unsere Doktorandin und Lehrbeauftragte Isabelle Schierstein M.A. verliehen - herzlichen Glückwunsch! Zum ausführlichen Bericht geht es HIER.

Rundfunkbeitrag zur Jagd (mit Prof. Dr. Barbara Krug-Richter)

Das SWR2-Sendeformat "Forum" griff am 14. Juli 2017 das Thema Jagd auf. Unter dem Titel "Ende der Schonzeit - Warum ist das Jagen so beliebt?" näherte sich eine ExpertInnenrunde aus Kunsthistoriker, Forst- und Umweltpolitologe sowie Kulturwissenschaftlerin dem hochaktuellen Kulturphänomen. Frau Krug-Richter brachte die Perspektiven der Historischen Anthropologie/ Europäischen Ethnologie ein - unbedingt HIER anhören!

Ausstellung "Überall dehemm?"

Vom 9.6. bis 30.9.2017 zeigt die Gemeinde Tholey im Schaumbergturm (Ebene 4) die Ausstellung "Überall dehemm? Aspekte von Heimat in Alltag und Kultur". Diese ist Ergebnis eines einjährigen Lehrforschungsprojekts der Historischen Anthropologie/ Europäischen Ethnologie und wurde von rund 40 Studierenden erarbeitet. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

 

 

Neuerscheinung

Der Sammelband zur Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde 2014 in Saarbrücken ist jüngst im Waxmann Verlag erschienen. Weiterführende Infos HIER.

 

Filmreihe "Heimat"

Filmreihe im Rahmen der Interdisziplinäre Tagung: Heimat zwischen Kitsch und Utopie.

Kulturwissenschaftliche Annäherungen an ein brisantes Forschungsfeld

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der Tagung "Heimat zwischen Kitsch und Utopie" und Empfang im Rathausfestsaal

Das Institut für Kunst- und Kulturwissenschaft lädt alle Interessierten herzlich zum Abendvortrag von Herrn Prof. Dr. Julio Mendívil (Frankfurt am Main) mit Empfang im Rathausfestsaal der Stadt Saarbrücken ein:

„Heimat 2.0: Über die imaginäre Heimat in der deutschen Schlagermusik". Der Vortrag findet statt im Rahmen der interdisziplinären Tagung "Heimat zwischen Kitsch und Utopie".

Ort: Rathausfestsaal, Saarbrücken

Zeit: Donnerstag, 10. November, 20.00 Uhr

Interdisziplinäre Tagung:"Heimat zwischen Kitsch und Utopie" (10.-12. November 2016)

Was als „Heimat“ verstanden werden kann, wird (nicht nur) in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Es erscheint vernünftig, sich rein wissenshistorisch und -soziologisch mit diesen Diskursen zu beschäftigen, um verschiedene „Heimat“-Definitionen zu umreißen und so der Schwierigkeit zu entgehen, sich begrifflich festzulegen. Tendenziell wird dabei aber auch – nicht zuletzt aus Respekt gegenüber der Uneindeutigkeit des Begriffs – die Auseinandersetzung mit „Heimat“-Phänomenen gemieden. Auf unserer Tagung wollen wir nicht in erster Linie über „Heimat“-Begriffe diskutieren, sondern vor allem über verschiedene Formen von „Heimat“-Markierungen. Wir laden die kulturwissenschaftlichen Disziplinen, aber auch Künstlerinnen und Künstler ein, anhand konkreter Beispiele oder Projekte die Pluralität von „Heimat“-Phänomenen in verschiedenen Medien zu erkunden.

Veranstaltungsort: Universität des Saarlandes, Saarbrücken, 10.-12. November 2016

Veranstalter: Universität des Saarlandes, FR 3.6 Kunst- und Kulturwissenschaft, Jun.-Prof. Dr. Amalia Barboza, Juniorprofessur Theorien und Methoden der Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Barbara Krug-Richter, Professur für Historische Anthropologie/ Europäische Ethnologie und Prof. Dr. Sigrid Ruby, Institut für Kunstgeschichte.

Das aktuelle Programm finden Sie hier!

 

 

 

Wohnkulturen. „My Home is my castle"

Die eigenen vier Wände sind privater Rückzugsort und zugleich Ausdruck  
unserer Lebensstile und Wohnpraktiken. Wiederholt fragt uns der  
Konzern IKEA in seiner Werbung: „Wohnst Du noch oder lebst Du  
schon?!“. Aber lässt sich Leben und Wohnen gegeneinander aufrechnen?  
Achim Hahn betont dem widersprechend die Architektur als Lebensmittel  
und verdeutlicht damit seine elementare Funktion. Dabei unterscheidet  
er zwischen dem Produkt und dem Ziel des Bauens. Das Produkt ist für  
ihn der Bau selbst, während das Ziel eben vielmehr das Wohnen sei.  
Daher ist neben dem Architekten und dem Designer gerade jeder Wohnende  
ein Gestalter seiner unmittelbaren Umwelt. Haus, Wohnung, Möbel etc.  
werden zu Medien unser Selbst.

Das Projektseminar der Historischen Anthropologie / Europäischen  
Ethnologie in den Historisch orientierten Kulturwissenschaften (HoK)  
widmete sich der Erfassung von Wohnwelten u.a. mittels der Methoden  
der teilnehmenden Beobachtung, empirischen Erhebung, des Interviews  
und der dichten Beschreibung. Ziel des zwei-semestrigen Seminars war  
die Erstellung eines Blogs.


Filmreihe im Kino 8 1/2

Filmreihe im Sommersemester 2016:

NachhaltICHkeit - Zwischen Utopie und Lebensstil

Blue Marble – Die von der Besatzung der Apollo 17 aufgenommene Fotografie von 1972 zeigt die Erde und ist heute ein fester Bestandteil unseres Bildgedächtnisses. Der Flug zum Mond schuf eindrucksvoll das Bewusstsein für unseren eigenen Planeten. Heute werden wir täglich mit der drohenden Gefahr eines ökologischen, ökonomischen oder sozialen Zusammen-bruchs konfrontiert. Die Forderung nach einem Umdenken wird lauter.

 

Der Begriff der Nachhaltigkeit wird jedoch auch immer mehr mit der Idee von Selbst-verwirklichung verbunden. Gleichzeitig zeigen Wörter wie ‚Greenwashing‘, dass ein tatsächliches Umdenken nicht immer stattfindet.

Im Sommersemester 2016 beschäftigt sich die Historische Anthropologie / Europäische Ethnologie mit diesem genannten Themenkomplex aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Zentral für die Vertiefung und die Möglichkeit zur Diskussion ist dabei eine Filmreihe im kino achteinhalb in Saarbrücken.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem kino achteinhalb und der Heinrich-Böll-Stiftung Saar.

Ausstellung

 

Trailer  zur Ausstellung.