Kollegtreffen Mai 2018

Vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2018 fand der dritte Workshop des trinationalen Doktorandenkollegs statt. In Luxemburg kamen das wissenschaftliche Leitungsteam (Prof. Dietmar Hüser, Prof. Hélène Miard-Delacroix und Prof. Andreas Fickers), die TeilnehmerInnen des Kollegs sowie Gast- und NachwuchswissenschaftlerInnen zusammen. Im Fokus des Workshops stand das Thema "Migration in Luxemburg", wodurch die TeilnehmerInnen nicht nur das dritte Partnerland besser kennen lernten, sondern zugleich ein gelungener Einstieg in das neue Jahresthema Gesellschaftsdiagnosen: Diversität und Transversalität gegeben wurde.
Der Workshop startete mit einem Gastvortrag von Dr. Denis Scuto (C²DH – Université du Luxembourg), der einen Überblick über die Migrationsgeschichte Luxemburgs seit der Industriellen Revolution gab.  Anschließend stellte Anita Lucchesi (Université du Luxembourg) ihr Dissertationsprojekt Shaping a digital memory plattform on migration narratives: A public history project on Italian and Portuguese migration memories in Luxembourg vor. Kommentiert wurde der Werkstattbericht von Prof. em. Dr. Rainer Hudemann (Universität des Saarlandes / Sorbonne Université).
Der zweite Tag der Doktorandenschule begann mit einem Besuch des Centre de Documentation sur les Migrations Humaines (CDMH) in Dudelange und der vergleichenden Präsentation der virtuellen und physischen Ausstellung zum Ersten Weltkrieg in Luxemburg. Dr. Sandra Camarda (C²DH – Université du Luxembourg) führte zunächst durch die physische Ausstellung, bei der die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Migrationsgeschichte von Dudelange beleuchtet werden. Anschließend brachte Sie den TeilnehmerInnen des Workshops die digitale Ausstellung Éischte Weltkrich: Remembering the Great War in Luxembourgnäher.
Erlebbar wurde die bewegte Geschichte von Dudelange, die von Einwanderern aus Italien geprägt ist, durch einen geführten Rundgang durch das umliegende Quartier Italien. Danach berichtete Jost Richter (Universität des Saarlandes) über den Stand seines PromotionsvorhabensDie politische Auseinandersetzung mit der Euro-Krise in Deutschland und Frankreich. Der Kommentar von Dr. Elena Danescu (C²DH – Université du Luxembourg) wurde stellvertretend von Benjamin Zenner vorgetragen. Der Donnerstag endete mit einer Führung durch Luxemburg-Stadt.
Der letzte Tag des Workshops brachte den TeilnehmerInnen Einblicke in das Dissertationsprojekt von Pascal Schneider (Sorbonne Université / Universität des Saarlandes). Er referierte zu L’étude sociologique des membres du NSDAP dans les territoires annexés au IIIème Reich de 1938 à 1944 (Alsace, Moselle, Eupen-Malmédy, Sudètes), entre diversité et transversalité. Dr. Sonja Kmec (Institut d’histoire – Université du Luxembourg) kommentierte den Vortrag.
Im nachfolgenden Programmpunkt Gesellschaftsdiagnosen – Ausblick richtete das Leitungsteam den Fokus erneut stärker auf das diesjährige Leitthema des Kollegs. Prof. Dietmar Hüser, Prof. Andreas Fickers und Prof. Hélène Miard-Delacroix stellten Forschungsliteratur vor, die relevante und interessante Analysen von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen bieten.
Abschließend stellten Jasmin Nicklas (Universität des Sarlandes) und Paul Maurice (Sorbonne Université) die Interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft Frankreich-Deutschland (IFFD) / Groupe Interdisciplinaire de Recherche Allemagne-France (GIRAF) vor.

Die Broschüre zu dem Workshop können Sie hier einsehen.