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11.07.2019

Der deutsche Markt für Medizinal-Cannabis: Zwischenergebnisse und Projektüberblick

Im Rahmen unseres empirischen Forschungsprojekts zum deutschen Markt für Medizinal-Cannabis möchten wir über Zwischenergebnisse informieren und einen Projektüberblick bereitstellen. Interessierte Leser/innen sind eingeladen das zweiseitige Informationsmaterial hier zu downloaden.


19.03.2019

Der deutsche Markt für Medizinal-Cannabis: Befragung zur ärztlichen Verschreibungspraxis von Cannabisblüten

Kaum eine medizinische Therapieform wird so kontrovers diskutiert wie die Behandlung mit Medizinal-Cannabis. Die seit 2017 erlaubte Behandlung von schwer erkrankten Patienten wirft noch immer eine Vielzahl offener Fragen in der Öffentlichkeit wie auch in der Fachwelt auf. Deshalb widmet sich der Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik der Universität des Saarlandes in einem langfristig angelegten empirischen Forschungsprojekt der ärztlichen Verschreibungspraxis von medizinischem Cannabis. Erste Ergebnisse einer Pilot-Befragung unter Cannabis verschreibenden Ärzten liegen nun vor. Sie wurde durchgeführt vom Team des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Ashok Kaul.


Ein zentrales Erkenntnisinteresse betraf die Entwicklung von Tagesdosierungen im Therapieverlauf der Patienten. Die Befragung zeigt, dass knapp 60 Prozent der Patienten im ersten Behandlungsmonat die Stärke der Wirkstoffe (THC oder CBD) oder die Tagesdosis anpassen, und zwar typischerweise nach oben. Zwei Drittel der Patienten werden dabei aber auf eine Tagesdosis von unter 1,5 Gramm eingestellt.


In der Befragung zeigt sich auch, dass mehr als 40 Prozent der Ärzte den Eindruck haben, Patienten würden sich zusätzlich illegal mit Cannabisprodukten versorgen – trotz der seit 2017 möglichen Übernahme der Behandlungskosten durch die Krankenkassen. Die Hälfte der Ärzte sieht den Grund dafür in der mangelnden Verfügbarkeit von medizinischem Cannabis.


Ein bemerkenswertes Ergebnis liefert die Befragung mit Blick auf die Substitution opiatbasierter Medikationen bei Schmerzpatienten. Hier berichten 59 Prozent der befragten Ärzte, dass sie einen signifikanten Anteil der Patienten vollständig von Opiaten auf Cannabisblüten umgestellt haben. Im Durchschnitt waren dies 35 Prozent der Schmerzpatienten.


Die Pilot-Befragung wurde vollständig spendenfinanziert. Die Spender werden bei Veröffentlichung der vollständigen Ergebnisse zeitnah offengelegt, soweit ihr Einverständnis vorliegt.


02.01.2019

Neues empirisches Forschungsprojekt über die ärztliche Verschreibungspraxis von Medizinal-cannabis in Deutschland

Der Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der Universität des Saarlandes führt ein langfristig angelegtes empirisches Forschungsprojekt über die ärztliche Verschreibungspraxis von Medizinalcannabis in Deutschland durch. Ziel des Projekts ist es, den bundesweiten Bedarf an Medizinalcannabis genauer einschätzen zu können. Durch unsere Forschung möchten wir zu einer Verbesserung des Wissensstands und einer Optimierung der aktuellen staatlichen Herangehensweise an das Thema Cannabis als Medizin in Deutschland beitragen.

Wenn Sie Forschung und Lehre der Universität des Saarlandes in diesem Bereich unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende an:

Universität des Saarlandes
Bank1Saar eG, Saarbrücken
IBAN: DE94 5919 0000 0097 7180 08
BIC: SABADE5S
Verwendungszweck: "Spende Forschung Medizinalcannabis, LS Wirtschaftspolitik E102 1301 05"


01.10.2017

Präsidium beschließt Einrichtung einer interdiszi- plinären Forschungsstelle eeetc: Forschungsstelle für "Neue Mobilität" an der Universität des Saar- landes

Das Präsidium der Universität des Saarlandes (UdS) hat beschlossen, die Einrichtung von eeetc: Forschungsstelle für „Neue Mobilität“ an der Universität des Saarlandes zu genehmigen. Die Forschungsstelle eeetc (Economics, Electromobility, Evaluation, Transport/Transformation, Consumers/Change) nimmt ihre Arbeit am 1. Oktober 2017 zum Start des Wintersemesters 2017/2018 auf. Die Stelle ist als Forschungsnetzwerk konzipiert und wird von Volkswirt Prof. Dr. Ashok Kaul (Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der UdS) und Ingenieur Prof. Dr.-Ing. Horst Wieker (Forschungsgruppe Verkehrstelematik der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) des Saarlandes) gemeinsam getragen. Ziel ist es, auf Basis fundierter volks- und ingenieur-wissenschaftlicher Forschung wirtschaftspolitische und unternehmensrelevante Handlungsempfehlungen zu entwickeln, so dass die Automobilwirtschaft auch in Zukunft eine tragende Rolle für den Technologie- und Industriestandort Deutschland spielen kann. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf dem Automobilzulieferstandort Saarland liegen, der vom sektoralen Strukturwandel aufgrund der Digitalisierung der Wirtschaft und der Einführung alternativer Fahrzeugantriebe vor einem Umbruch steht. Die Arbeit der Forschungsstelle soll dabei helfen, Wertschöpfung und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze im Saarland und in ganz Deutschland zu sichern. Gleichzeitig soll die Erreichung ambitionierter klima- und umwelt- politischer Ziele unterstützt werden.


21.07.2017

Niedrigzinsen in der ökonomischen Theorie

Vortrag im Rahmen des Tagesseminars "Niedrigzinsen in Prüfung und Steuer" des Nürnberger Steuergespräche e.V. am 3. Juli 2017 zum ökonomischen Phänomen "Niedrigzinsen". Schwerpunkte waren hierbei insbesondere deren Ursachen, Auswirkungen und Handhabung im Kontext der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Programm des Tagesseminars finden Sie hier.


09.03.2017

Senkung der Mehrwertsteuer? - Interview mit Prof. Dr. Kaul

Herr Prof. Dr. Kaul hat sich für eine mögliche Senkung der Mehrwertsteuer ausgesprochen. Das Interview erschien in der Sendung "Plusminus" (ARD) und kann hier eingesehen werden.


28.10.2016

Alexander Zipp mit EEX Excellence Award 2015 ausgezeichnet

Für seine Dissertation, unter der Betreuung von Ashok Kaul und Christian von Hirschhausen (TU Berlin), mit dem Titel "Die Marktfähigkeit von flukturierenden erneuerbaren Energien im liberalisierten Stromsektor" wurde Alexander Zipp mit dem 5. European Energy Exchange (EEX) Excellence Award ausgezeichnet. Dieser wird jährlich an Autoren herausragender wissenschaftlicher Arbeiten vergeben, die sich mit politischen, regulatorischen, technischen und wirtschaftlichen Fragestellungen in den Bereichen Energie und Agrarprodukte sowie dem Börsenhandel mit diesen Produkten auseinandersetzen.

Der Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik gratuliert Herrn Dr. Zipp herzlich zu dieser Auszeichnung. Weitere Informationen zur Preisverleihung und der EEX finden Sie hier.

Unser Profil

Der Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der Universität des Saarlandes ist in der Folgenabschätzung von Gesetzgebungen mit empirischen (statistischen) Methoden aktiv.

Insbesondere forschen und lehren wir in den Gebieten Arbeitsmarkt-politik, Strukturwandel in der Automobilindustrie und zu gesundheitspolitischen Themen, u.a. hinsichtlich der Versorgungs-situation mit Medizinalcannabis in Deutschland und der Regulierung von Lifestyle-Risiken (wie z.B. Tabak- und Alkoholkonsum sowie ungesunder Ernährung). Darüber hinaus befassen wir uns mit methodischen Fragen in der empirischen Wirtschaftsforschung, z.B. mit synthetischen Kontroll-methoden (Synthetic Control Methods) sowie maschinellem Lernen (Machine / Statistical Learning), einem Teilgebiet der künstlichen Intelligenz.