Forschung

Im Zentrum historisch-anthropologischer Forschung stehen die Menschen als Subjekte – und damit die Gestaltung, Wahrnehmung und Deutung ihres alltäglichen Lebens in verschiedenen Jahrhunderten. Das Themenspektrum ist breit (z.B. Kulturgeschichte der Ernährung, Umgang mit dem Tod, Konflikt- und Streitkultur). Methodisch bevorzugt das Fach mikrohistorische Ansätze. Diese Perspektive gewann in den deutschsprachigen Geschichtswissenschaften seit den 1980er Jahren vermehrt an Bedeutung und bezog einen Teil ihrer Fragestellungen aus der Auseinandersetzung mit ethnologischen Forschungskonzepten sowie Arbeiten der historischen Volkskunde. Insofern verfügen Historische Anthropologie und Europäische Ethnologie über inhaltliche Schnittmengen, unterscheiden sich jedoch teils hinsichtlich ihrer Themenfelder, ihres Untersuchungszeitraumes und – daraus resultierend – auch in ihrem methodischen Vorgehen.

Die Europäische Ethnologie verfolgt zwar auch historische Fragestellungen, hat jedoch seit gut 25 Jahren einen Schwerpunkt in der Gegenwartsforschung; ihr Untersuchungsraum ist Europa. In ihren Gegenwartsforschungen steht sie der Soziologie und Ethnologie nahe. Sie bevorzugt qualitative Forschungsmethoden wie z.B. die teilnehmende Beobachtung, leitfadengestützte und narrative Interviews. Ihre Ethnografien verstehen sich als dichte Beschreibungen alltagskultureller Phänomene.

    • Dissertationsprojekte

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    • Lehrforschungsprojekte

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    • Abschlussarbeiten

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