Forschung

MessMo - Messtechnisch gestützte Montage

 

EFRE-Projekt (Saarland): Durchgängiger Informationsfluss zur ganzheitlichen Ursachen-Wirkungsanalyse mit dem Ziel der frühzeitigen Prognose von Ausfällen in Produktionssystemen und Produkten durch integrierte Messtechnik und smarte Signalverarbeitung.

Laufzeit: 01.04.2018 - 31.03.2020

 
Ansprechpartner: Prof. Dr. Rainer Müller und Prof. Dr. Andreas Schütze (Lehrstuhl für Messtechnik)
 
Projektbeschreibung:
Bei der industriellen Produktion (Montage als Teilbereich der Produktion) werden unterschiedliche Spezialmaschinen von unterschiedlichen Herstellern benötigt. Dies führt zu heterogenen und hochkomplexen Systemlandschaften. Viele Produkte erfordern zudem nach ihrer Montage eine Prüfung der Funktionen und ihrer wesentlichen Merkmalen (Key Characteristics), um die geforderte Qualität sicherzustellen. Meist werden die Ergebnisse in unterschiedlichen Formaten strukturiert oder unstrukturiert erfasst. Im Falle eines Fehlers müssen die Daten im Kontext einer Gesamtbetrachtung und -überwachung des Montageprozesses sowie der Rückverfolgbarkeit von Fehlern bis hin zur Ursache ausgewertet werden. Zuordnungen dieser Daten zu den Prozessen über den Gesamtproduktionsprozess sind jedoch bisher nicht möglich, da die betreffenden Produktions- oder Teilemerkmale (z.B. Verschleiß) nicht direkt gemessen werden können.

Ziel ist es, den Prozessroboter in der Montage gleichzeitig als Messmittel zu nutzen. Dadurch kann während des eigentlichen Montageprozesses beiläufig eine Messwerterfassung durch die interne Robotersensorik erfolgen. Im nächsten Schritt wird mit Hilfe maschineller und automatisierbarer Lernverfahren auf die betreffenden Produktmerkmale hingedeutet, was eine physikalische Modellierung des Prozesses durch eine vollautomatische, statistische Modellierung auf der Basis archivierter Prozessdaten ergänzt und verbessert. Auch eventuelle produktionsschrittübergreifende Rückfragen oder Problemstellungen können bisher nicht ohne weiteres identifiziert werden. Bei den Prüfdaten handelt es sich zudem um sehr große Datenmengen, die eine Erkennung von Fehlermustern und die spätere Zuordnung zusätzlich erschweren.

Eine zuverlässige und frühzeitige Erkennung von Fehlern durch die Prüfung und Rückschlüsse auf die Produktionsprozesse, wie sie hier angestrebt werden, würde erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen, da Prozessdrifts auch erkannt werden können, bevor eine Abweichung vom Soll-Zustand so groß ist, dass sie zu einem Fehler bzw. Ausschuss führen würde.

 Das übergeordnete Ziel ist es, das Know-How der Arbeitsgruppen Messtechnik und Montagetechnik zu verbinden, um die oben genannten Probleme anzugehen und die vorgeschlagenen Lösungen umzusetzen.

 

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Rainer Müller
Lehrstuhlinhaber
rainer.mueller(at)mst.uni-saarland.de
+49 (681) 85787 - 0

c/o ZeMA – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH

Eschberger Weg 46
Gewerbepark, Gebäude 9
D – 66121 Saarbrücken

Telefon: +49 (0) 681 – 85787 – 0
Telefax: +49 (0) 681 – 85787 – 11

Web: www.zema.de
E-Mail: info(at)zema.de