Neue Publikationen

NK: "Wenn die Ampel auf Grün schaltet...": Neuralgische Punkte einer Cannabisfreigabe

Gemeinsam mit Dr. Sebastian Sobota und Dr. Sören Lichtenthäler analysiert Prof. Oglakcioglu in der aktuellen NK (Neue Kriminalpolitik) den ursprünglichen Entwurf des Cannabiskontrollgesetzes, um im Anschluss etwaige rechtliche Hürden einer Cannabislegalisierung zu beleuchten. Dabei plädieren die Autoren für eine progressive Auslegung des internationalen Rechts, weisen auf die potenzielle Notwendigkeit eines Amnestiegesetzes hin und stellen fest, dass der Entwurf in weiten Teilen noch den Geist des BtMG atmet.
 

 

ZSJ: Happy Birthday - Rechtliche Altersgrenzen im Überblick

Prof. Oglakcioglu und Wiss. Mit. Uzun haben juristisch relevante Altersstufen in einem didaktischen Beitrag mit dem Titel "Happy Birthday" zusammengefasst. Der Beitrag ist in der aktuellen ZJS (2022, 348) erschienen und online abrufbar. Viel Spaß beim Lesen!

 

Squid Game - eine (nicht nur) materiell-strafrechtliche Betrachtung

Die erfolgreiche Netflixserie „Squid Game“ wirft spannende strafrechtliche Fragestellungen auf, die auch klausurrelevant sind. Gemeinsam mit Enes Özcan sind wir nach einem interdisziplinären Vorspann den tödlichen Kinderspielen auf den Grund gegangen und haben die Strafbarkeit aller am Spiel Beteiligten begutachtet. Während für die Organisatoren infolge der hierarchischen Strukturen die Konstruktion des „Täters hinter dem Täter“ von Relevanz sein dürfte (§ 25 I Alt. 2 StGB), muss bei den Spielern selbst eine eigenverantwortliche Selbstgefährdung diskutiert werden, um im Anschluss der Frage nachzugehen, ob etwaige Tötungen von Mitspielern gem. § 32 StGB (Notwehr) oder § 34 StGB (rechtfertigender) Notstand gerechtfertigt oder zumindest gem. § 35 StGB entschuldigt sind. Die Anwendung der Grundsätze zur eigenverantwortlichen Selbstgefährdung steuert hierbei auf die womöglich frappierende Erkenntnis zu, dass eine Veranstaltung von und Teilnahme an Spielen um Leben und Tod nicht zwingend strafbar sein muss... wenn nur die Regeln stimmen... #JA #lsoglakcioglu #squidgame #eigenverantwortlichkeit #risiko #tatherrschaft
 

 

Editorial JA 4/2022: Ein Blankettungeheuer - Extra für Sie zusammengelesen!

In der aktuellen JA habe ich das Blankettungeheuer des § 73 Ia Nr. 7e IfSG a.F. extra für Sie zusammengelesen! Das Bundesverfassungsgericht hatte die Norm in seinem Beschluss zur sektoralen Impfpflicht vom 10.2. 2022 (1 BvR 2649/21) als "bedenklich" eingestuft. Obwohl ich sogar einige Folgeverweise unberücksichtigt ließ, blieb kaum Platz für weitere Ausführungen. Insofern bin ich froh, dass das Editorial schon wieder überholt ist, da der Gesetzgeber unmittelbar auf den Wink mit dem Zaunpfahl aus Karlsruhe reagiert und - vereinfacht ausgedrückt - zumindest den Verweis auf die Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts gestrichen hat.

Hier geht es zum Beitrag 
 

NJW 2022, 601, Anmerkung zu einer Entscheidung des EuGH vom 23.11.2021 (C-564/19)

In der aktuellen NJW findet sich eine kurze von Prof. Oğlakcıoğlu zu einer Entscheidung des EuGH vom 23.11.2021 (C-564/19). Die Große Kammer befasst sich hier mit der Auslegung des Art. 267 AEUV. Während der BGH noch in BGHSt 63, 192 explizit ein fachgerichtliches Rechtsmittel für die Überprüfung eines Anspruchs auf Übersetzungen eingeräumt hatte, muss der EuGH klarstellen, dass die Vorlagemöglichkeit nach Art. 267 AEUV nicht durch das Obergericht vereitelt werden darf! Hierzu und zu etwaigen "Rückkopplungen" der Entscheidung auf das deutsche Gerichtsverfassungsrecht vgl. NJW 2022, 601

 

Klausurenkurs - Fälle zum Strafrecht Besonderer Teil, 2. Aufl. 2022

Das Fallbuch Oğlakcıoğlu/Rückert ist in zweiter Auflage erschienen! In 11 für die zweite Auflage aktualisierten Fällen mit ausführlichen Lösungen behandelt das Werk den gesamten Fortgeschrittenen-Stoff des Strafrechts. Der Band beschäftigt sich dabei mit allen examensrelevanten Tatbestandsgruppen des Besonderen Teils, umfasst sowohl Nichtvermögensdelikte (u.a. Mord und Totschlag, Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Beleidigung) als auch Vermögensdelikte (u.a. Diebstahl, Betrug, Raub, Erpressung). Er richtet sich damit an Teilnehmende der Fortgeschrittenenübung und Examenskandidatinnen und -kandidaten gleichermaßen, zumal den Lesenden durch alternative Klausurbausteine und Aufgabenstellungen eine Anpassung des Schwierigkeitsgrads bzw. Zeitrahmens ermöglicht wird. Die in einem Workshop an der Universität Erlangen-Nürnberg erprobten, klausurtypischen Fälle werden ausführlich gelöst. Einem jeden Fall vorangestellt finden sich zudem umfassende Vorbemerkungen mit Hinweisen zur Falllösung. Eine Übersicht zu den Klausurproblemen des Besonderen Teils mit Literaturverweisen zur Vertiefung rundet das Buch ab.

 

Handbuch des Strafrechts

„Beitrag zum Handbuch des Strafrechts von Hilgendorf/Kudlich/Valerius erschienen: Das auf neun Bände angelegte „Handbuch des Strafrechts“ ist eine Gesamtdarstellung des deutschen Strafrechts, das nicht über Kommentierungen einzelner Vorschriften, sondern in Form themenspezifischer Abhandlungen erschlossen wird. Band 6 nimmt in fünf Abschnitten einzelne, besondere Themenbereiche des Strafrechts ausführlich in den Blick. Er widmet sich dem Medizinstrafrecht, dem Betäubungs- und Arzneimittelstrafrecht, dem Wirtschafts- und Steuerstrafrecht und umfasst Beiträge zum Themengebiet „Kommunikation und Strafrecht“ sowie zum Völkerstrafrecht.

 

Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch: StGB, Band 7: Nebenstrafrecht I, JGG, C.H.Beck, München, 4. Aufl. 2021

Die 4. Auflage des MüKo-StGB (nunmehr Band 7) beinhaltet neben relevanten Normen des JGG (§§ 1 ff., 17 ff., 27 ff., 61 ff., JGG) das gesamte Stoff-Nebenstrafrecht (AMG, AntidopingG, BtMG, BtMVV, GÜG, NpSG), Medizin- und Biostrafrecht (TPG, TFG, GenTG), Natur- und Tierschutzrecht (TierSchG, BNatSchG) sowie das Vereins- und Versammlungsstrafrecht (VereinsG, VersammlG). Sie ist mit doppelter Beteiligung des Instituts für Wirtschaftsstrafrecht erschienen: Bandredakteur ist Prof. Mansdörfer, während die ca. 1200 Seiten umfassende Kommentierung des Betäubungsmittel- und Grundstoffüberwachungsrechts von Prof. Oğlakcıoğlu stammt.