Konzeption, Durchführung sowie längsschnittliche und prozessuale Evaluation einer Intervention im regulären Unterricht zur Förderung selbstregulierten Lernens von Schülern der vierten Jahrgangsstufe (SELE-F)

Typ

Forschungsprojekt

 

Finanzierung

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft PE 1176/7-1

 

Mitarbeiter

Manuela Leidinger
Prof. Dr. Franziska Perels

 

Kurzbeschreibung

Die beiden internationalen Vergleichsstudien TIMSS (Baumert et al., 1997) und PISA (Prenzel et al., 2004) räumen der Kompetenz selbstregulierten Lernens einen bedeutsamen Stellenwert ein und machen darauf aufmerksam, dass deutsche Schüler bezüglich der crosscurricularen Kompetenzen, zu denen auch die Fähigkeit zum selbstregulierten Lernen zu zählen ist, eher mittelmäßig einzuschätzen sind. Gerade vor dem Hintergrund der sich schnell wandelnden Anforderung und der geringen Halbwertszeit des Wissens ist in Deutschland eine Diskussion über die Wichtigkeit dieser Fähigkeit für das schulische Lernen entstanden, in deren weiteren Verlauf die Bedeutsamkeit selbstregulierten Lernens für das Lernen sowie für die akademische Leistung empirisch belegt wurde (Baumert et al., 2000; Boerner, Seeber, Keller & Beinborn, 2005; Leopold & Leutner, 2002). Aus diesem Grund ist es notwendig, Schüler schon frühzeitig in ihrer schulischen Laufbahn mit Strategien selbstregulierten Lernens vertraut zu machen.

 

Die Zielsetzung des Projektes besteht darin, Möglichkeiten zur langfristigen Integration von Selbstregulationsstrategien in den regulären Mathematikunterricht der dritten und vierten Klassenstufe zu untersuchen. Dazu werden zwei Interventionsmöglichkeiten zur Förderung selbstregulierten Lernens im Unterricht konzipiert, durchgeführt und sowohl längsschnittlich als auch prozessual evaluiert und in einem 2x2-Design systematisch variiert werden.

 

Theoretische Grundlage der Intervention bildet der prozessuale Selbstregulationsansatz (siehe z.B. Zimmerman, 2000), bei dem der Lernprozess in drei Lernphasen unterteilt wird. Auf Grundlage dieses theoretischen Ansatzes wird zum einen eine Lehrerqualifizierung entwickelt, in der die teilnehmenden Lehrkräfte sowohl Selbstregulationsstrategien für ihr eigenes Lernen als auch Methoden zur Förderung selbstregulierten Lernens ihrer Schüler erhalten. Als zweite Interventionsmöglichkeit werden den Lehrkräften neu entwickelte, selbstregulationsförderliche Unterrichtsmaterialien mit dazugehörigen Instruktionen dargereicht, die im Rahmen des regulären Grundschulunterrichts eingesetzt werden sollen.