Hinweise zu Abschlussarbeiten

Hier findet sich eine Sammlung von Hinweisen zu schriftlichen Ausarbeitungen (Seminararbeiten, Bachelor- und Masterarbeiten) für Studenten unserer Fachgruppe.

Voraussetzungen

Studierende, die an unserem Lehrstuhl ihre Abschlussarbeit anfertigen möchten, sollten folgende Voraussetzungen mitbringen:

Für Bachelorarbeiten

  • Interesse daran, Sachverhalte der IT-Sicherheit oder des technischen Datenschutzes wissenschaftlich zu bearbeiten
  • Weitere Voraussetzungen ergeben sich aus der jeweiligen Arbeit. In den meisten Fällen sind Programmierkenntnisse erforderlich; oft sind Grundkenntnisse zu Rechnernetzen (z.B. aus entsprechenden Vorlesungen) hilfreich.

Für Masterarbeiten zusätzlich

  • Erfolgreiche Teilnahme an einer Vorlesung oder an einem Seminar aus dem Themengebiet der Masterarbeit

Inhaltliche Aspekte

  • Wir empfehlen dringend die Verwendung von LaTeX zur Anfertigung aller Ausarbeitungen.
  • Das Abstract ist eine kurze und prägnante Inhaltsangabe und sollte unabhängig vom Text verständlich sein. Umgekehrt sollte im eigentlichen Text nicht vorausgesetzt werden, dass der Leser auch das Abstract gelesen hat.
  • Zwei direkt aufeinander folgende Überschriften ohne dazwischenliegenden Text sollten vermieden werden (dies kommt gelegentlich bei Überschriften verschiedener Ebenen vor). Hier ist ein sinnvoller Tipp, kurz zu beschreiben, worum es in den folgenden Unterkapiteln allgemein geht.
  • Es empfiehlt sich (i.d.R. nach der Motivation des Themas bzw. gegen Ende der Einleitung), einen Überblick über die Struktur der Arbeit zu geben.
  • Rechtschreibung: Zusammensetzungen von deutschen Wörtern und Fremdwörtern werden bezüglich der Zusammenschreibung nicht anders behandelt als rein deutsche Wortzusammensetzungen, z.B. Brute-Force-Angriff (mit Bindestrichen) oder Hashfunktion bzw. Hash-Funktion (beide Varianten möglich).
  • Der jeweilige Eigenanteil an der Arbeit muss deutlich gemacht werden.
  • Es sollte darauf geachtet werden, dass bei Evaluationen die Ergebnisse auch interpretiert und analysiert werden, und nicht nur das aus den Zahlen/Graphen offensichtliche noch einmal in Prosa aufgeschrieben wird
  • Für den Stil von Abschlussarbeiten sei dieser Ratgeber der Uni Kassel empfohlen. In wenigen Punkten weichen unsere Empfehlungen davon ab; dies wird an dieser Stelle vermerkt.
  • Danksagungen an den Betreuer oder Korrektor sind weder nötig noch üblich. Die Betreuung von Abschlussarbeiten gehört zu unserem Beruf. Außerdem wissen Sie zum Abgabezeitpunkt noch nicht, ob Sie uns nach Erhalt der Note immer noch dankbar sein werden.
  • Plagiate führen zur Bewertung der Arbeit als "nicht bestanden". Dies gilt auch für Zwischenabgaben z.B. von Seminararbeiten, bei denen wir ansonsten auf Fehler nur hinweisen - Täuschungsversuche sind aber in keinem Stadium akzeptabel.

Ablauf bei Abschlussarbeiten

Genaue Hinweise zum Ablauf von Abschlussarbeiten finden Sie in der für Ihren Studiengang gültigen Prüfungsordnung. Im Allgemeinen ist der Ablauf von Abschlussarbeiten wie folgt:

  • In einem ersten Treffen wird das Thema der Bachelor- oder Masterarbeit in seinen Grundzügen besprochen.
  • In einer Einarbeitungsphase, die ungefähr 4 Wochen dauern sollte, liest die Studentin bzw. der Student sich in das Thema ein, diskutiert seine Erkenntnisse mit dem Betreuer und konkretisiert mit diesem gemeinsam die Aufgabenstellung der Arbeit.
  • Am Ende der Einarbeitung steht eine durch die Studentin bzw. den Studenten formulierte Aufgabenstellung (mit der natürlich auch der Betreuer einverstanden sein muss). Sie enthält eine kurze Beschreibung des Hintergrunds bzw. der Motivation und die Zielsetzung der Arbeit, zusammengenommen meist ungefähr zwei Seiten. Die Zielsetzung sollte so konkret sein, dass Sie aus ihr entnehmen können, was Sie tun müssen. Die Ziele dienen auch als Grundlage der Begutachtung der Arbeit; sie sollten hinreichend konkret sein, um den Gutachtern die Prüfung zu ermöglichen, ob sie erreicht wurden. Sollte sich später herausstellen, dass die Ziele so nicht erreicht werden können (z.B. weil sich Teile der Arbeit als anspruchsvoller herausstellen, als dies zunächst angenommen wurde), sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Betreuer! Wenn er das Problem nachvollziehen kann und es objektive Gründe gibt, sind Änderungen nach Absprache noch möglich.
  • Am Ende der Einarbeitungsphase hält die Studentin bzw. der Student einen Antrittsvortrag. Nach Berücksichtigung sich daraus eventuell ergebenden Feedbacks erfolgt die Anmeldung der Arbeit.
  • Weiterhin ist ein verpflichtender Abschlussvortrag vorgesehen, der nach Abgabe der Ausarbeitung gehalten werden muss. Er fließt in die Benotung der Arbeit mit ein.

Vorträge

Für die im Rahmen einer Abschlussarbeit gehaltenen Vorträge gelten folgende Bedingungen:

Antrittsvortrag

Der Vortrag ist unbenotet und sollte eine Dauer von 15 Minuten (Bachelorarbeiten) bzw. 20 Minuten (Masterarbeiten) nicht überschreiten.

Abschlussvortrag

Der Vortrag ist benotet und es stehen 20 Minuten für Bachelor- bzw. 25 Minuten für Masterarbeitsabschlussvorträge zur Verfügung.

Die Zeitrestriktion ist hart, d.h. deutliche Überschreitungen können sich negativ auf die Note auswirken und zum vorzeitigen Abbruch des Vortrags führen. Verzögerungen durch etwaige Zwischenfragen sind von dieser Regelung ausgenommen.