Wettbewerbsverzerrung im Sport

Das Ziel des Projektes besteht erstens in der Ermittlung empirisch gesicherter Prävalenzschätzungen zum Phänomen der Bestechung im Sport infolge sportlicher Interessen oder monetärer Interessen Dritter. Zweitens sollen formalisierte Modelle zum Phänomen der Korruption aus anderen gesellschaftlichen Bereichen gesichtet und auf ihre Adäquanz hinsichtlich des Sports überprüft werden. Drittens sollen dadurch erste Ansätze zur Prävention von Korruption im Sport entwickelt werden. Zunächst wird mithilfe der Randomized Response-Technik ein Onlinebefragungsinstrument zur empirischen Erhebung von Korruption bei Sportlern konstruiert. Hiermit werden alle bundesdeutschen Kaderathleten sowie eine nicht aus dem Spitzenbereich stammende Vergleichsstichprobe von Wettkampfsportlern befragt. Während der Durchführung werden Theorien und entsprechende Modelle zum Phänomen der Korruption und den Möglichkeiten seiner anreizgesteuerten Bekämpfung gesichtet. Ihre Prüfung auf Übertragung auf den Sport erfolgt schließlich anhand der Befragungsergebnisse.