Tagungen 2022

Die Arbeitsgruppe Europastudien organisiert vom 30. Juni bis 02. Juli 2022 zusammen mit der Fachrichtung Gesellschaftswissenschaftliche Europaforschung, dem Cluster für Europaforschung CEUS und Kolleg:innen der Partneruniversitäten des LOGOS-Verbundes die LOGOS-Doktorand:innen-Tagung auf dem Saarbrücker Campus.

Zudem übernimmt die Arbeitsgruppe Europastudien die Organisation der Tagung Europa(-Welten) im Umbruch - Grenz(ziehung)en im Wandel, gemeinsam mit der Deutschen Akademie für Landeskunde und dem Cluster für Europaforschung CEUS, die vom 05. bis 07. Oktober 2022 in Saarbrücken stattfinden wird.

 

 

LOGOS 2022: Transformationsprozesse | Umbrüche - Zäsuren - Aufbrüche

Grenzüberschreitende Doktorand:innenschule der Universitäten Liège, Lorraine, Luxembourg, Trier, Mannheim und der Universität des Saarlandes in den Geistes- und Sozialwissenschaften vom 30. Juni bis 2. Juli 2022 in Saarbrücken.  Die LOGOS-Doktorand:innenschule 2022 rückt Transformationsprozesse prominent in den Fokus und wendet sich dabei in besonderer Weise Umbrüchen, Zäsuren und Aufbrüchen zu.

Ein Themenbereich versammelt Beiträge zu Transformationsprozessen im Allgemeinen, etwa zu Theorien und Methoden, zu globalen Themenstellungen, zur Erfahrung von Veränderungsprozessen. Beiträge, die sich mit Dispositiven und Medien, die Transformationen erfahrbar machen, beschäftigen, kommen ebenfalls zum Zug. Ergänzend finden Beiträge Berücksichtigung, die Wandlungen bei der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Transformationen in den Blick nehmen. Mit zwei weiteren setzen wir besondere Schwerpunkte, die bestehenden Forschungszusammenhängen in unserer Großregion Rechnung tragen, nämlich dem Forschungsfokus „Europa“ an der Universität des Saarlandes und der Bedeutung von „Grenz(ziehung)en“ im Rahmen des UniGR-Center for Border Studies.  

Ablauf:

  • 30. Juni 2022: Beginn um 13:00 Uhr, offizielle Begrüßung und Keynote Lectures durch Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann (Universität des Saarlandes) und Dr. Christian Wille (Universität Luxemburg) ab 16:00 Uhr
  • 01. Juli 2022: Sessions mit Vorträgen der Teilnehmer:innen
  • 02. Juli 2022: Sessions mit Vorträgen der Teilnehmer:innen und gemeinsamer Abschluss.

 

Tagungsprogramm

Europa(-Welten) im Umbruch - Grenz(ziehung)en im Wandel

Gemeinsame Tagung der Deutschen Akademie für Landeskunde (DAL) sowie der Arbeitsgruppe Europastudien und des Clusters für Europaforschung (CEUS) der Universität des Saarlandes, 5. und 6. Oktober 2022 in Saarbrücken: Bereits die Begriffsgeschichte "Europas" ist durchaus "spektakulär": Der griechischen Mythologie folgend wurde die Königstochter "Europe" von Zeus in Stiergestalt nach Kreta entführt und verführt – der Ausgangspunkt zur Benennung der umgebenden Region. Europa wurde im Verlauf der Geschichte zum Abendland des Christentums mit diffusen und sich regelmäßig verschiebenden Grenzen. Nach dem Epochenbruch der beiden Weltkriege ist die Konstitution bzw. (Re-)Produktion Europas zunehmend mit dem Weg hin zur Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten "vom Westen Europas" ausgehend verbunden. Hinzukommen weitreichende nationalstaatliche Neuordnungen mit raumbezogenen Konflikten und sich wandelnden Regionalisierungsprozessen.

Damit ergeben sich vielfältige Ansatzpunkte und Fragestellungen zu "Europa-Welten" im Mehrebenengeflecht von "Europa in der Welt" bis zum Lokalen – und dies mit einem Blick "von innen", aber auch einem Blick "von außen" auf europabezogene Umbrüche. In den letzten Jahren erlangten Aushandlungsprozesse um den BREXIT und die so bezeichnete "Flüchtlingskrise" besondere Aufmerksamkeit, womit gerade die Außengrenzen der EU in den Fokus rückten. Seit dem Frühjahr 2020 stehen nunmehr auch die europäischen Binnengrenzen unerwartet im Scheinwerferlicht: Mit der Covid-19-Pandemie wurden im "Herzen Europas" in Teilen verstärkte Grenzkontrollen bzw. Grenzschließungen umgesetzt, was im Schengen-Raum eine Zäsur für die scheinbare Gewissheit offener Grenzen bedeutete und Fragen nach Entwicklungsperspektiven für grenzüberschreitende Kooperationen stellt.

Für die forschungsbezogene Auseinandersetzung ergeben sich vor dem skizzierten Hintergrund mehrere zu diskutierende Themenfelder und hochaktuelle Fragestellungen:

  • Auf theoretisch-konzeptueller Ebene geht es um eine Positionsbestimmung der European Studies innerhalb der Area Studies und der "Verortung" geographisch-raumbezogener Zugänge. Hinzu kommen Fragen nach disziplinären und interdisziplinären Zugriffen und aktuellen Impulsen.
  • In etwas stärker "anwendungsbezogener" Ausrichtung soll dem Werden "Europas", den sich transformierenden Beziehungen Europas "zur Welt" sowie der heutigen Europäischen Union Aufmerksamkeit geschenkt werden, dabei auch den Diskussionsprozessen um das Europa der Regionen und Regionalisierungsprozessen.
  • Zudem – und damit eng verbunden – wird vielfältigen Grenz(ziehung)en Beachtung zuteil: Mit den Border Studies haben sich mit konstruktivistischer Ausrichtung verstärkt seit den 1990er Jahren Forschungsausrichtungen auf "Grenzen" jenseits einer einfachen territorialen Fokussierung ergeben, die für "europabezogene" Fragestellungen in hohem Maße fruchtbar gemacht werden können. 

 

Tagungsprogramm

 

Zur Anmeldung


Für die Tagung wird ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 60 Euro für Vollzahler:innen und 45 Euro für Bachelor- und Masterstudierende erhoben. Bitte überweisen Sie nach erfolgter Anmeldung den Beitrag auf nachfolgendes Konto:

DEUTSCHE AKADEMIE FÜR LANDESKUNDE E.V. 
IBAN: DE21 8604 0000 0209 9844 00
Kontonummer: 209 984 400   
Bankleitzahl: 860 400 00
BIC: COBADEFFXXX

Verwendungszweck: "DAL Tagung Saarbrücken 2022" für Vollzahler:innen bzw. "DAL Tagung Saarbrücken 2022 reduziert" für Bachelor-/Master-Studierende.