Welche mechanischen Eigenschaften haben lebende Zellen und Gewebe, und welche Folgen ergeben sich daraus für die Wundheilung oder die Ausbreitung von Metastasen? Oder: Wie gelingt es Immunzellen, sich auf Tumorzellen zuzubewegen und sie zu zerstören?

Mit wissenschaftlichen Fragestellungen wie diesen beschäftigt sich die Biophysik. Es geht darum, die komplexen Vorgänge in lebenden Zellen zu erforschen und dadurch die Mechanismen, nach denen biologische Prozesse ablaufen, besser zu verstehen. Damit werden neue Grundlagen für Anwendungen in der Medizin und der Biotechnologie geschaffen.

Zum interdisziplinären Umfeld der Saarbrücker Biophysik gehören der Informatik-Exzellenzcluster mit Beteiligung der Bioinformatik, die pharmazeutische Biologie und weitere Forschungsinstitute, beispielsweise das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik, das Leibniz-Institut für neue Materialien oder das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland.

Die Biophysik der Saar-Uni ist in international führende Netzwerke eingebunden. Hierzu gehören das Institut Curie in Paris, die Princeton University in den USA und das AMOLF-Institut in Amsterdam. Zudem gibt es gemeinsame Forschungsaktivitäten und Lehrveranstaltungen mit der Universität Straßburg.

Aufgrund dieser Vernetzung bietet sich Masterstudenten und Doktoranden eine große Auswahl an spannenden Forschungsthemen. Er eröffnet Nachwuchswissenschaftlern weitere Spezialisierungsmöglichkeiten in fächerübergreifenden Projekten, die sich mit grundlegenden Prozessen in biologischen Zellen beschäftigen.