Mittwoch, 11. April 2018

Internationaler „March for Science“ am 14. April in Saarbrücken

Rund 300 Studenten und Wissenschaftler demonstrierten am Samstag für die Freiheit der Wissenschaft. Der „March for Science“ fand zeitgleich in 230 Städten auf der ganzen Welt statt. Er richtete sich gegen „Fake News“ und die Missachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Hier viele Bilder und Impressionen vom Saarbrücker "March for Science": https://bit.ly/2ENsYeX

Zum Hintergrund:

Der „March for Science“ ist eine internationale Bewegung mit dem Ziel, die Freiheit der Wissenschaft zu verteidigen. Am Samstag, 14. April 2018, fandn erneut weltweit Demonstrationen und andere Events statt, um gegen jede Einschränkung von Freiheit in Forschung und Lehre zu protestieren.

Nachfolgend einige der zentralen Anliegen von der Webseite des „March for Science“:

„Wir in Deutschland sind in der glücklichen Situation, dass unsere Freiheit nicht so direkt bedroht ist wie in vielen anderen Ländern. Aber auch wir haben allen Grund, wachsam zu sein und Fehlentwicklungen rechtzeitig entgegenzutreten: Das Beispiel USA zeigt, wie schnell sich Dinge radikal ändern können.
Die Wissenschaft in Deutschland und Europa sieht sich einem zunehmenden Vertrauensschwund gegenüber. Demokratiefeindliche Kräfte versuchen, daraus politisches Kapital zu schlagen. Der Terminus „Alternative Fakten“ als das Unwort des Jahres 2017 kennzeichnet diese besorgniserregende Entwicklung.

Um dieser Vertrauenskrise zu begegnen, muss der Wert wissenschaftlichen Denkens wieder stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken. Wissenschaft ist kein Selbstzweck. Die klare Unterscheidung zwischen evidenzbasiertem, nachprüfbarem Wissen und persönlicher Meinung ist eine Grundvoraussetzung jeder politischen Debatte und damit unserer Demokratie insgesamt. Jeder Versuch, Wissenschaft zu beeinflussen, zu bagatellisieren oder für eigene Zwecke zu vereinnahmen, ist ein Angriff auf die Demokratie. Alle gesellschaftlichen Kräfte sind aufgerufen, diesen Grundkonsens deutlich zu machen.

Gleichzeitig muss selbstverständlich auch die Wissenschaft selbst kritisch auf eigene Versäumnisse blicken. Es liegt auch in der Verantwortung der Wissenschaft selbst, sich das Vertrauen der Gesellschaft zu erwerben und zu erhalten. Das gegenwärtige Wissenschaftssystem bietet beispielsweise keine Anreize für Wissenschaftler, ihre Forschung nach außen zu kommunizieren. Vertrauen entsteht jedoch nur durch Kommunikation. Wissenschaft und Gesellschaft sind aufeinander angewiesen. Beide Teile müssen ihren Beitrag leisten, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden.
Auch in Deutschland wird es am 14. April zahlreiche Veranstaltungen geben. Alle sind eingeladen, sich an dieser weltweiten Demonstration für den Wert von Forschung und Wissenschaft zu beteiligen – nicht nur Wissenschaftler/innen!“

Weitere Infos: https://marchforscience.de

Organisationsteam des Saarbrücker „March for Science“:

Lukas Redemann, AStA der Universität, Mail: polbil(at)asta.uni-saarland.de , Tel. 0681 302 2969
Wissenschaftliche Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Karin Jacobs, Mail: k.jacobs(at)physik.uni-saarland.de, Tel. 0681 302 717 88