Thursday, 18. January 2018

Vortrag: „In Vielfalt geeint? Vom Wandel der Parteienlandschaften in Europa“

um 16 Uhr im Rahmen der Ringvorlesung "Europa-Diskurs(e)"

Die französische Historikerin Hélène Miard-Delacroix spricht am Donnerstag, 18. Januar, in der Vortragsreihe „Europa-Diskurs(e)“ des Europa-Kollegs CEUS über den Wandel der Parteienlandschaft in Europa und den Aufstieg des Populismus. Der Vortrag in deutscher Sprache findet von 16 bis 18 Uhr in Gebäude A2 2 statt (2. OG, Hörsaal 2.02). Alle Interessierten sind willkommen.

Mit der renommierten französischen Historikerin und Politikwissenschaftlerin Hélène Miard-Delacroix ist am Donnerstag, 18. Januar, eine ausgewiesene Expertin der deutschen Geschichte und der deutsch-französischen Beziehungen an der Universität des Saarlandes zu Gast. In ihrem Vortrag „In Vielfalt geeint? Vom Wandel der Parteienlandschaften in Europa“ widmet sie sich den autoritären Tendenzen, die in einigen Ländern Europas nicht zu übersehen seien; in anderen – wie auch in Deutschland – habe sich der Populismus als politische Kraft etabliert. Ist der Wandel der Parteienlandschaften in Europa nur eine Herausforderung oder vielleicht eine echte Gefahr für die Demokratie als Wertesystem? Ist Europa wirklich „in Vielfalt geeint“ und kann diesen antidemokratischen Kräften standhalten? Ausgehend vom deutsch-französischen Vergleich werden einige Behauptungen zu den neuesten Entwicklungen in Europa diskutiert.

Hélène Miard-Delacroix ist Professorin für deutsche Zeitgeschichte und Kultur an der Université Paris-Sorbonne. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande und des „Ordre des Palmes académiques“. 2017 erhielt sie den Internationalen Forschungspreis der Max-Weber-Stiftung beim Historischen Kolleg. 2016/17 hatte sie die Alfred-Grosser-Gastprofessur an der Goethe-Universität Frankfurt inne. Sie ist in zahlreichen Gremien deutscher und französischer Stiftungen und wissenschaftlicher Einrichtungen vertreten, unter anderem als Vorsitzende des Internationalen Beirats der Willy-Brandt-Stiftung und als Vizepräsidentin des wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Zeitgeschichte in München. Seit 2016 ist sie Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Historikerkomitees. Zusammen mit dem Saarbrücker Historiker Dietmar Hüser, Mitglied des CEUS-Direktoriums und Leiter des Frankreichzentrums, und dem Luxemburger Professor Andreas Fickers leitet sie ein trinationales Doktorandenkolleg.

Die Reihe „Europa-Diskurs(e)“ gibt Studenten und Wissenschaftlern der Universität sowie der interessierten Öffentlichkeit Gelegenheit, sich über aktuelle Europa-Forschung an internationalen Universitäten zu informieren und mit renommierten Gästen ins Gespräch zu kommen. Mit der interdisziplinären Vortragsreihe will das Europa-Kolleg CEUS an die Europaforschung der Universität des Saarlandes anknüpfen und so innovative Impulse und nachhaltige Kontakte befördern. In diesem Sinne sind einige Vorträge inhaltlich gekoppelt an die SFB-Initiative „Fluchtraum Europa“, die sich seit 2016 mit Prozessen und kulturellen Dynamiken im Zusammenhang mit Flucht und Migration beschäftigt und am CEUS fakultätsübergreifend koordiniert wird. (Mehr Infos unter: www.uni-saarland.de/einrichtung/ceus/ceus-forschung/fluchtraum-europa.html)

Zeit und Ort:
6 Einzeltermine donnerstags, 16 bis18 Uhr, Campus, Gebäude A2 2, 2. OG, Hörsaal 2.02
Parkmöglichkeiten im Parkhaus am Meerwiesertalweg oder auf dem Campus.

Kontakt und Information:
Anne Rennig
Geschäftsführung des Europa-Kollegs CEUS
Tel. 0681-302 4041, E-Mail: ceus@uni-saarland.de
www.uni-saarland.de/ceus