Wednesday, 18. April 2018

Fußball-WM 2018: Wie viel Wissenschaft steckt im modernen Profifußball?

Professor Tim Meyer, Foto: DFB

Am Mittwoch, 18. April um 19 Uhr wird Tim Meyer, Professor für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes und Mannschaftsarzt der Deutschen Fußballnationalmannschaft einen Vortrag halten zum Thema "Fußball-WM 2018: Wie viel Wissenschaft steckt im modernen Profifußball?“. Der öffentliche Vortrag im Rahmen des Wissenschaftsforums der Universitätsgesellschaft findet in der Aula der Universität, Gebäude A3 3, auf dem Saarbrücker Campus statt.

Auch wenn die Zahl akademisch ausgebildeter Personen im Umfeld des modernen Profifußballs eindeutig zugenommen hat, heißt dies nicht automatisch, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in angemessener Weise berücksichtigt werden. Zu viele verschiedene kommerzielle und individuelle Interessen sowie unterschiedliche Traditionen und Realitäten des Fußballbetriebs verhindern oft, dass aktuelle Studienergebnissen unmittelbar umgesetzt werden.

Als Mannschaftsarzt des Fußballnationalteams und Vorsitzender der Medizinischen Kommission des Deutschen Fußball-Bundes hat Tim Meyer zum einen die Perspektive des „Praktikers“. Er gibt aber auch als Wissenschaftler dem Fußball wichtige Impulse, sowohl in seiner Funktion als Chefredakteur der einzigen internationalen wissenschaftlichen Zeitschrift über Fußball (Science and Medicine in Football) als auch als Leiter des internationalen PhD-Programmes „Science and Health in Football“ am Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes. Insofern kann Tim Meyer aus eigener Erfahrung anhand vieler Beispiele darüber berichten, wo es trotz aller Modernisierungsbemühungen weiterhin Verwerfungen zwischen Wissenschaft und Praxis gibt.