Thursday, 07. June 2018

Deutsch-französische Debatte über Theater und Sprache in der Grenzregion

am 18. Juni in der villa Europa

Am Montag, 18. Juni 2018, um 18.30 Uhr findet in der Villa Europa die nächste Veranstaltung der Reihe „Tête-à-tête“ statt: Unter dem Titel „Pour un théâtre européen entre les langues: Theater als Arena der Sprachen“ diskutieren zwei Experten aus Deutschland und Frankreich über das Theater und seine Rolle in der Grenzregion. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten bis 11. Juni 2018 an: fz@mx.uni-saarland.de

Mehrsprachigkeit ist ein großes Thema in der Grenzregion Saar-Lor-Lux – aktuell befördert durch die Debatten um die Frankreichstrategie der saarländischen Landesregierung. Grenzregionen werden häufig als „Labor“ bezeichnet für die Frage, ob und wie Europa im alltäglichen Leben funktionieren kann. Ein Experimentierfeld, in dem sich dies besonders verdichtet, ist das Theater, das menschliche Erfahrungen und Ideen auf die Bühne bringt. In einer plurikulturellen Gesellschaft wie der Grenzregion steht es vor der Herausforderung der „Übersetzung“: Wie kann man Theater in verschiedenen Sprachen machen und dennoch ein Publikum erreichen, das nicht alle diese Sprachen beherrscht? Wie definiert sich beiderseits der Grenzen der Begriff des politischen Theaters, und was kann Theater für das Selbstverständnis „des europäischen Bürgers“ leisten? – Über diese und andere Fragen werden die Experten Ursula Thinnes und Mikaël Serre debattieren, die den deutschen und französischen Theaterbetrieb aus der Praxis kennen und bereits in grenzüberschreitenden Projekten tätig waren.

Ursula Thinnes ist seit 2017 Chefdramaturgin am Schauspiel Frankfurt. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Komparatistik, Germanistik und Geschichte hat sie in den USA und Österreich gearbeitet, bevor sie von 2006 bis 2017 Chefdramaturgin am Saarländischen Staatstheater war.
Mikaël Serre, Absolvent der Kunstakademie in Saint-Etienne und der École Internationale de Théâtre Jacques Lecoq in Paris, arbeitet aktuell als Regisseur am Berliner Maxim Gorki Theater. Neben der Regiearbeit übersetzte er unter anderem Texte von Franz Xaver Kroetz und Marius von Mayenburg ins Französische.
Das Gespräch wird moderiert von Dr. Ian de Toffoli, der als Literaturwissenschaftler an der Universität Luxemburg arbeitet und darüber hinaus als Literaturkritiker und Bühnenautor tätig ist.  

Bei der Veranstaltungsreihe Tête-à-tête treffen sich zwei Referenten aus Deutschland und Frankreich, um über ein aktuelles Thema zu diskutieren. Die Veranstaltung findet zweimal im Jahr statt – abwechselnd in Lothringen und in Saarbrücken.
Organisiert wird „Tête-à-tête“ vom Frankreichzentrum gemeinsam mit dem Centre franco-allemand de Lorraine (CFALOR) in Partnerschaft mit dem Goethe-Institut Nancy und dem Institut français Saarbrücken.

Veranstaltungsort: Villa Europa, Kohlweg 7, 66123 Saarbrücken

Kontakt:
Frankreichzentrum
Sandra Duhem
Geschäftsführerin
s.duhem(at)mx.uni-saarland.de
Tel.: +49 681 302-4854