Donnerstag, 22. Oktober 2015

Öffentliche Ringvorlesung beschäftigt sich mit Reflektionen des Lichts

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Lichts und der lichtbasierten Technologien“ ausgerufen. Damit soll die Bedeutung des Lichts für das Leben auf der Erde hervorgehoben werden. Auch die Ringvorlesung „Licht-Reflektionen“ befasst sich in diesem Wintersemester mit der Rolle des Lichts in Wissenschaft und Kultur. An sieben Terminen gehen Referenten unter anderem auf Goethes Farbenlehre, die Funktion des Auges und die Welt der Lichtteilchen ein. Zum Auftakt am 29. Oktober spricht Professorin Eva K. Grebel von der Universität Heidelberg über die Entwicklung von Galaxien. Die Ringvorlesung findet mit einer Ausnahme immer donnerstags um 19 Uhr im Haus der Zukunft statt. Organisiert wird sie von einem Team um die Physik-Professoren Jürgen Eschner und Giovanna Morigi in Zusammenarbeit mit der Stadt Saarbrücken. Die Vorlesungen sind öffentlich. Der Eintritt ist frei.

Ohne Licht wäre ein Leben, wie wir es kennen, auf der Erde gar nicht möglich. So brauchen Pflanzen zum Beispiel Licht, um Photosynthese zu betreiben, und Menschen benötigen es nicht nur zum Sehen, sondern etwa auch zum Erhalt der geistigen und körperlichen Gesundheit. Lichtstrahlen spielen zudem in der Technik eine wichtige Rolle: Computertomographien geben Ärzten in kurzer Zeit Einblick in den menschlichen Körper, über Glasfaserkabel werden Daten per Licht einfach und schnell weitergeleitet und moderne Lasertechnologien kommen in der industriellen Produktion zum Einsatz.

Zum Auftakt der Ringvorlesung spricht die Heidelberger Astronomin Professorin Eva K. Grebel darüber, welche Bedeutung Licht beim Erforschen von entfernten Galaxien zukommt. Dabei wird sie auch darauf eingehen, wie Wissenschaftler die Entstehung des Sonnensystems enträtseln wollen. In den darauffolgenden Vorträgen geht es unter anderem um den Welle-Teilchen-Dualismus und um die Farbenlehren von Johann Wolfgang von Goethe, der die physikalischen Erkenntnisse zum Farbsehen von Isaac Newton in Frage stellte. Ferner referiert die Saarbrücker Biophysikerin Juniorprofessorin Franziska Lautenschläger darüber, wie Forscher Licht nutzen, um Einblicke in die Zellen des Immunsystems zu erhalten. In weiteren Vorträgen geht es außerdem um einzelne Atome aus Sicht der Physik und Philosophie sowie um die Funktionsweise unseres Auges und die Bedeutung des Lichts in der Medizin.

Das komplette Programm unter www.uni-saarland.de/licht2015

Fragen beantwortet:
Michael Schug
AG Quanten-Photonik/ Prof. Dr. Jürgen Eschner
E-Mail: licht2015(at)uni-saarland.de
Tel.: 0681  302-70378