Donnerstag, 22. Februar 2018

Vortrag über neue Herausforderungen für die christlichen Konfessionen an der Saar

am 1. März

Zum Abschluss der öffentlichen Ringvorlesung „Die Reformation und die Kirchen an der Saar 1517-2017“, spricht Professor Thomas Großbölting (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) am Donnerstag, 1. März, über „Säkularisierungsprozesse, Ökumene und religiöser Pluralismus – neue Herausforderungen für beide Konfessionen an der Saar“. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Sitzungssaal des Landesamtes für Zentrale Dienste. Der Eintritt ist frei.

Folgt man allein den Selbstbeschreibungen der kirchlichen Professionals, dann ist immer Krise, und das Verschwinden der Kirchen droht. Schaut man hinter diese Angstszenarien, dann findet man zweierlei: Es gibt tatsächlich einen starken Formwandel insbesondere der christlichen Konfessionen und auch eine Säkularisierung, hier verstanden als Bedeutungsverlust der vormals dominanten Religionsgruppen. Der Vortrag versucht, hinter die Kulisse dieses sehr allgemeinen Befundes zu blicken und die Entwicklung des religiösen Feldes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter aufzuschlüsseln: Was treibt diesen Prozess? Welche Konsequenzen hat er für das Verhältnis der Konfessionen untereinander, für die Beziehungen zu anderen religiösen Gruppen, für die Gesellschaft insgesamt? Und: Lassen sich aus diesen Befunden womöglich Trends für die weitere Entwicklung ableiten?

Veranstaltungsort: Landesamt für Zentrale Dienste, Hardenbergstr. 6, 66119 Saarbrücken (Sitzungssaal).

Die Ringvorlesung, die die Auswirkungen der Reformation auf das religiöse Leben an der Saar beleuchtet hat, wurde von der Kommission für Saarländische Landesgeschichte gemeinsam mit der Universität des Saarlandes veranstaltet.

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriele B. Clemens
E-Mail: kommission@landesarchiv.saarland.de oder d.kurz@mx.uni-saarland.de
Tel.: 0681 501-1938 oder 0681 302-2339