Montag, 26. Februar 2018

Ausstellung „Schlafes Bruder“: Traum und Tod in zeitgenössischer Kunst

Eine Ausstellung mit dem Titel „Schlafes Bruder – Traum und Tod in zeitgenössischer Kunst“ präsentiert das Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ der Universität des Saarlandes in Kooperation mit der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Stadtgalerie: Vom 9. März bis 28. April 2018 sind im Hauberrisser Saal des Rathauses St. Johann ausgewählte Werke zeitgenössischer Künstler zu sehen, die den verborgenen Welten von Traum und Tod ästhetisch nachspüren. Bei der Vernissage am Freitag, 9. März, um 19 Uhr führen die drei Kuratorinnen – alle Doktorandinnen des Graduiertenkollegs – in die Ausstellung ein. Die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt, Charlotte Britz, hat die Schirmherrschaft übernommen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Traum und Tod – beide Phänomene gehören zu den Grunderfahrungen menschlichen Lebens, und doch sind weder Träume noch der Tod im Moment ihres Eintretens bewusst erfahrbar. Umso vielfältiger eröffnen sich die Möglichkeiten der ästhetischen Darstellung, und umso stärker scheinen diese Erfahrungen Kunstschaffende seit jeher zu faszinieren. Mit aktuellen Werken von Gregor Gaida, Ben Goossens, Elke Härtel, Anna Klüssendorf, Christof Mascher Simon Schubert und Martin Spengler spürt die Ausstellung „Schlafes Bruder” der Wesensverwandtschaft von Traum und Tod nach.

Die Ausstellung versammelt Werke sowohl klassischer Gattungen wie Malerei, Zeichnung oder Skulptur, aber auch Mixed Media sowie Objekt- und Textilkunst. Dabei sind schaurig-schöne Ansichten von Schmetterlingen, deren unwirkliche Kombinationen einer Traumlogik folgen, ebenso zu sehen wie alptraumhafte und himmlische Jenseitsvisionen. Altmeisterliche Figurinen mit dämonischen Zügen treten neben irritierende Vogelkörper, festgehalten im Moment einer surrealen Metamorphose. Das Besondere an der Ausstellung: Drei Arbeiten, die die Künstler Anna Klüssendorf und Christof Mascher speziell für „Schlafes Bruder“ geschaffen haben, feiern in Saarbrücken Premiere.

Förderer und Sponsoren sind: das DFG-Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“, die Universitätsgesellschaft der Universität des Saarlandes, das Gleichstellungsbüro, das Graduiertenprogramm der Universität des Saarlandes, die Union Stiftung, die Staatskanzlei des Saarlandes, Villa Lessing – Liberale Stiftung Saar, der Sparkassenverband Saar und der Rotary Club Saarbrücken.

Kuratorinnen der Ausstellung sind die Doktorandinnen Agnes Karpinski, Janina Klein und Kristin Schneider, die im Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ promovieren.
Dieses untersucht, wie Träume im europäischen Kulturraum vom Mittelalter bis in die Gegenwart in Kunst und Kultur dargestellt werden, beispielsweise in Romanen und Gedichten, auf der Bühne, im Film oder in Gemälden. Den Schwerpunkt der interdisziplinären Forschungsarbeit bilden die jeweiligen Wechselwirkungen zwischen Traumästhetik, Wissenspoetik, Kunst und Kultur in den unterschiedlichen europäischen Kontexten.

Weitere Infos: www.traumkulturen.de

Programm der Vernissage am Freitag, 09.03.2018, 19 Uhr, Hauberrisser Saal, Rathaus St. Johann

Begrüßung:

- Thomas Brück
Kulturdezernent der Landeshauptstadt Saarbrücken
- Prof. Dr. Christiane Solte-Gresser
Sprecherin des Graduiertenkollegs „Europäische Traumkulturen“

Einführung: Agnes Karpinski, Janina Klein und Kristin Schneider, Kuratorinnenteam, Doktorandinnen des Graduiertenkollegs „Europäische Traumkulturen“

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Dienstag bis Freitag 14-18 Uhr
Samstag 12-16 Uhr
Ostern geschlossen
Eintritt frei
www.facebook.com/schlafesbrudertraumundtod
www.traumkulturen.de

Ausstellungsprogramm:

Samstag, 17.03.2018, 15 Uhr
Kuratorinnenführung mit Agnes Karpinski, M. A.

Mittwoch, 21.03., bis Freitag, 23.03.2018
Internationale Tagung „Träume von Geburt und Tod. Traumdarstellungen körperlicher Grenzerfahrungen in Literatur, bildender Kunst, Theater, Musik und Film" Universität des Saarlandes, Graduate Centre (Campus C9 3)

Samstag, 07.04.2018, 15 Uhr
Kuratorinnenführung mit Janina Klein, M. A.

Samstag, 21.04.201 8, 15 Uhr
Kuratorinnenführung mit Kristin Schneider, M. A.

Kontakt:

Kristin Schneider
Kristin.schneider(at)uni-saarland.de
0176-2464 7900

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681 302-2601) richten.