Freitag, 03. August 2018

Universität des Saarlandes darf weiter den Titel „Fairtrade-University“ tragen

Die Saar-Uni darf sich weiter „Fairtrade-University“ nennen. Im Mai 2014 war sie als erste faire Uni Deutschlands ausgezeichnet worden, nun wurde sie bereits zum zweiten Mal „rezertifiziert“. Inzwischen gibt es in Deutschland 19 faire Universitäten.

„Das Bewusstsein für den fairen Handel stärken und den Konsum fairer Produkte auf dem Campus fördern – das sind die Ziele des Aktionsbündnisses ‚Faire Uni Saar‘“, erklärt Heike Savelkouls-Diener. Als Vertreterin des Studentenwerks im Saarland gehört sie zur Steuerungsgruppe des Bündnisses auf dem Campus und ist hier seit mehr als zehn Jahren in der Fairtrade-Initiative aktiv. Als erste „Fairtrade-University“ in Deutschland habe die Saar-Uni auch eine Vorreiterrolle übernommen, sagt sie. „Bei einem Großteil der neu hinzugekommenen Hochschulen waren wir beratend am Zertifizierungsprozess beteiligt.“

Faire Produkte wie Kaffee, Tee, Säfte oder Schokoriegel sind inzwischen überall an der Saar-Uni präsent: Fast alle Cafés und Gaststätten bieten sie an, und auch im Lebensmittelmarkt sind die Produkte erhältlich. „Die Mensa kauft nur noch fair gehandelte Bananen, und auch Reis und Quinoa stammen meist aus fairem Handel“, berichtet Heike Savelkouls-Diener. Rund 15 Studentinnen und Studenten sind derzeit im Aktionsbündnis an der Uni aktiv; die meisten von ihnen kommen aus dem Ausland. Mehr als 200 sind bereits als „Botschafter des fairen Handels“ geschult worden. Sie besuchen die Lehrstühle und Einrichtungen und werben für den fairen Handel, indem sie das Angebot auf dem Campus vorstellen. Außerdem organisieren sie die wöchentlichen Info- und Verkaufsstände im Mensa-Foyer sowie Aktionstage. Darüber hinaus werden auch immer wieder Workshops veranstaltet. Ein großes Ereignis im vergangenen Jahr war ein Kongress zum fairen Handel in der Aula der Universität, bei dem sich Akteure aus zahlreichen Ländern unter dem Motto „Fairtrade across generations“ über die neusten Entwicklungen im fairen Handel austauschten.

„Schön wäre es, wenn Themen des fairen Handels auch in die universitäre Lehre einbezogen würden; hier gibt es schon Kontakte zu einzelnen Dozenten“, sagt Savelkouls-Diener. Um zu beraten, welche Aktionen anstehen, trifft sich die Steuerungsgruppe regelmäßig im Café der Katholischen Hochschulgemeinde auf dem Campus.

Zum Aktionsbündnis „Faire Uni Saar“ hatten sich 2011 Akteure der Fairtrade Initiative Saarbrücken (FIS) und der Universität des Saarlandes zusammengeschlossen. Nachdem eine Steuerungsgruppe gebildet worden war und die führenden Universitätsgremien einen formellen Beschluss unterzeichnet hatten, reichte das Aktionsbündnis 2014 eine Initiativ-Bewerbung bei Fairtrade Deutschland ein. Als erste Hochschule in Deutschland erhielt die Saar-Uni das Siegel „Fairtrade University“; es muss alle zwei Jahre neu beantragt werden.
 
Mitglieder der Steuerungsgruppe sind das Studentenwerk im Saarland e.V., die Evangelische Studentengemeinde (ESG), die Katholische Hochschulgemeinde (KHG), der AStA und die Fairtrade Initiative Saarbrücken.

Vertreterinnen und Vertreter der Steuerungsgruppe informieren während der Vorlesungszeit jeweils am ersten Freitag jedes Monats um 12 Uhr im Café der Katholischen Hochschulgemeinde über die Arbeit der Fairen Uni Saar. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen.

Internet: http://faire-uni-saar.de/

Kontakt:
Heike Savelkouls-Diener
E-Mail: h.savelkouls@studentenwerk-saarland.de
Telefon: 0681 302-4998
Internet: www.studentenwerk-saarland.de