Montag, 07. Januar 2019

Deutsch-französische Woche in Saarbrücken mit Podiumsdiskussion über die Europawahlen 2019

Das Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes und seine Partner feiern die deutsch-französische Woche 2019 mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Bürger, Parteien, Parlament – Eine kritische Vorausschau auf die Europawahlen im Mai 2019“ am Donnerstag, 24. Januar, um 18.30 Uhr im Rathausfestsaal Saarbrücken. Um Anmeldung beim Frankreichzentrum bis 17. Januar 2019 wird gebeten: fz@mx.uni-saarland.de

Ende Mai 2019 wird das Europäische Parlament von den Bürgerinnen und Bürgern der EU zum neunten Mal direkt gewählt. Fünf Jahre nach dem letzten Urnengang steht Europa vor gewichtigen politischen Herausforderungen: Nicht nur könnte es sich um die erste Europawahl nach dem Brexit handeln, auch bringen die Wahlerfolge für Rechtspopulisten sowie die Vertrauenskrise, in der sich die etablierten Parteien befinden, das demokratische Parteiengefüge in Straßburg und das liberale Europa ins Wanken. Als Gegeninitiative zu der von Marine Le Pen im Europaparlament initiierten länderübergreifenden Fraktionsgründung plant Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron eine antipopulistische Fraktion nach dem Muster seiner En marche-Bewegung im eigenen Land. Frankreichs engster Verbündeter Deutschland, noch unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, rutscht zurzeit von einer innenpolitischen Krise in die nächste; neben dem grundsätzlichen Übereinkommen beider Nachbarn, die europäische Gemeinschaft zusammenzuhalten und voranzubringen, bleibt der deutsch-französische Motor durch manche inhaltlichen Differenzen sowie Meinungsunterschiede zum Reformtempo gebremst. Dieses Dilemma der alten europäischen Kernländer zwischen Einheit und Uneinigkeit in der Frage nach mehr oder weniger Europa intensiviert sich auch aufgrund einer immer entschlosseneren Einflussnahme einiger osteuropäischer Mitgliedsstaaten, wie beispielsweise der Visegrád-Staaten, die sich gegen eine Vertiefung der Union aussprechen.

Gäste auf dem Podium sind:
_ Prof. Dr. Dieter Bingen, Politikwissenschaftler, Direktor des Deutschen Polen-Instituts, Darmstadt
_ Prof. Dr. Uwe Jun, Politikwissenschaftler, Universität Trier
_ Dr. Nicolas Hubé, Politikwissenschaftler, Université Paris I Panthéon Sorbonne

Die Moderation hat der Historiker und Leiter des Frankreichzentrums Prof. Dr. Dietmar Hüser von der Universität des Saarlandes.

Die Podiumsdiskussion „Bürger, Parteien, Parlament – Eine kritische Vorausschau auf die Europawahlen im Mai 2019“ findet am Donnerstag, 24. Januar, um 18.30 Uhr im Rathausfestsaal der Stadt Saarbrücken (St. Johann) statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung beim Frankreichzentrum bis 17. Januar 2019 wird gebeten: fz@mx.uni-saarland.de

Mitveranstalter der Podiumsdiskussion sind die ASKO EUROPA-Stiftung, die Europäische Akademie Otzenhausen, das Europe Direct-Informationszentrum der Landeshauptstadt Saarbrücken sowie die Europa-Union Saar. Weitere Partner sind das Goethe Institut Nancy und das Institut Français Saarbrücken. Die Veranstaltung wird gefördert vom Deutsch-Französischen Jugendwerk.

Weitere Informationen:
Sandra Duhem, Geschäftsführerin, Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes,
E-Mail: s.duhem@mx.uni-saarland.de; Tel.: +49(0)681 302-4854
www.uni-saarland.de/einrichtung/frz.html

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) ist Mitorganisator der deutsch-französischen Woche. Seine Gründung geht auf den 22. Januar 1963 zurück. Damals legten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Grundstein für die deutsch-französische Freundschaft durch die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags. Um die enge Freundschaft zwischen den beiden Nachbarländern zu feiern, unterstützt das DFJW im Januar in ganz Deutschland mehr als 130 Projekte zur Entdeckung der Sprache und Kultur des Nachbarlands.