Das Cluster Bildungswissenschaften entwickelt und evaluiert Maßnahmen, die fächerübergreifend individualisierte Lehr-Lernprozesse unterstützen und den Umgang mit unterschiedlich leistenden Schüler/inne/n fördern.

Ziele

  1. Entwicklung einer bildungswissenschaftlichen Lernwerkstatt zum Umgang mit Heterogenität, speziell zu den Themen: 

  • Individualisierung von Lernprozessen, selbstreguliertes Lernen 
  • Individualisierung von Lernprozessen, Hochbegabung und Hochleistung 

 

  1. Kooperationen mit Fachwissenschaften und Fachdidaktiken zur Entwicklung gemeinsamer Konzeptionen zur Vorbereitung der Lehramtsstudierenden auf die erweiterten Anforderungen von Individualisierung, Inklusion und den Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen im Unterricht. 

Zielgruppe

Die Angebote des Clusters Bildungswissenschaften richten sich an Studierende folgender Lehramts-Studiengänge: 

  • Lehramt für die Primarstufe (LP) 
  • Lehramt für die Primarstufe und Sekundarstufe I (LPS1) 
  • Lehramt für die Sekundarstufe I (LS1) 
  • Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (LS1+2) 
  • Lehramt an beruflichen Schulen (LAB) 

Kurzbeschreibung

Die Lernwerkstatt „Bildungswissenschaften“ zielt auf den Kompetenzaufbau bei angehenden Lehrpersonen zur Gestaltung individueller Lehr- und Lernsituationen sowie den Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen und Inklusion. Dabei werden zwei Schwerpunkte gesetzt: 


(1) Zum einen sollen die Studierenden über die Bereitstellung von Materialien und Konzeptionen zum selbstregulierten Lernen sowie der Individualisierung von Lernprozessen im Unterricht dabei unterstützt werden, Unterrichtskonzeptionen zum Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen für ihre eigene schulische Praxis zu entwickeln. Dabei erhalten die angehenden Lehrpersonen durch eine onlinebasierte Lernwerkstatt und Blended-Learning-Fortbildungen fächerübergreifende Unterstützung zur Gestaltung individualisierter Lehr-Lernprozesse, die die Studierenden dann exemplarisch auf einzelne Fächer bzw. Inhalte beziehen können und sollen. 

 

(2) Zum anderen wird das Augenmerkt auf den Erwerb fächerübergreifender sowie fachbezogener Kompetenzen von angehenden Lehrpersonen zum Finden und Fördern hochbegabter und hochleistender Schülerinnen und Schüler gelenkt. Dazu werden den Lehramtsstudierenden – zunächst im Rahmen einer entsprechenden Lehrveranstaltung – theoretische Grundlagen zu Begabung, Hochbegabung und Hochleistung sowie aktuelle Befunden zur Situation und zu Charakteristika von hochbegabten und hochleistenden Schülerinnen und Schülern vermittelt. Weiterhin werden unterschiedliche Ansätze einer integrativen / inklusiven Förderung im Regelunterricht, (partiell) segregierende inner- und außerschulischer Förderansätze sowie deren Wirksamkeit und deren Umsetzbarkeit beispielsweise in den jeweiligen Unterrichtsfächern der Studierenden in verschiedenen Schulformen und Klassenstufen exemplarisch thematisiert. Zudem erhalten die Lehramtsstudierenden einen praktischen Einblick in die Arbeit der Beratungsstelle Hochbegabung Saarland „IQ-XXL“ sowie in spezifische Förderangebote auf dem Saarbrücker Campus (u.a. GOFEX – Grundschullabor für offenes Experimentieren). An die Lehrveranstaltung anschließend werden die Materialien modifiziert und optimiert, in die Lernwerkstatt integriert und entsprechend kontinuierlich um weitere Materialien und Konzeptionen ergänzt. 

strukturelle Einbettung/Nachhaltigkeit

Die bildungswissenschaftliche Lernwerkstatt ist Teil des Verbunds der Lernwerkstätten und wird seit dem Wintersemester 2016/2017 regelmäßig im Wahlpflichtmodul des bildungswissenschaftlichen Lehramtsstudiums angeboten. Darüber hinaus werden Teile der bildungswissenschaftlichen Lernwerkstatt – insbesondere zum selbstregulierten Lernen – in Lernwerkstätten anderer Cluster (z.B. Philosophie, Theologie) integriert und es ist geplant, diese Kooperationen langfristig zu etablieren. Entsprechende Lehrkooperationen zwischen Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken (und Fachwissenschaften) sind angelaufen und werden ausgebaut. 

Qualitätssichernde Maßnahmen

Die teilnehmenden Lehramtsstudierenden der im Wintersemester 2016/2017 angebotenen Lehrveranstaltung evaluierten (summativ und formativ) die Gesamtkonzeption sowie spezifische Aspekte und Inhalte der Lehrveranstaltung. Positiv hervorgehoben wurde insbesondere die – aus Studierendensicht – gelungene Verbindung der Erarbeitung theoretischer Inhalte und deren Bezug zu konkreten Aspekten schulisch-unterrichtlichen Handelns im eigenen Unterrichtsfach. Im Rahmen von fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kooperationen werden – u.a. in Abschlussarbeiten – Verbindungen und Bezüge dieser Konzepte beispielsweise zur Arbeit im Schülerlabor (z.B. NanoBioLab) in den Blick genommen. 

Die Materialien mit Fokus auf selbstreguliertem Lernen wurden von den Studierenden als hilfreich und als förderlich für ihr eigenes selbstreguliertes Lernen eingeschätzt. Die künftige Evaluation soll neben Qualitätsaspekten auch weitere pädagogisch-psychologisch relevante Variablen (wie Lehrerselbstwirksamkeit und wahrgenommene Selbstbestimmung) erfassen und die Wirksamkeit der Lernwerkstatt soll im Rahmen eines Kontrollgruppendesigns 

untersucht werden. Im Rahmen der Kooperation mit den Fachwissenschaften und Fachdidaktiken werden die gleichen Erhebungsinstrumente eingesetzt, auch um verschiedene Lernwerkstätten hinsichtlich ihrer Spezifika vergleichen zu können. Darüber hinaus werden lernwerkstättenspezifische Informationen erhoben und analysiert. 

Verortung innerhalb von SaLUt

Einbindung in den Verbund der Lernwerkstätten (LW) 

Die bildungswissenschaftliche Lernwerkstatt ist Teil des Verbunds der LW und stellt eine überfachliche Lernwerkstatt zum Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen dar (speziell: selbstreguliertes Lernen, Hochbegabung und Hochleistung) 

Kooperationen (innerhalb/außerhalb der Universität) Cluster MINT

  • Chemie: Betreuung gemeinsamer Staatsexamensarbeiten im Zusammenhang mit Lernprozessen im NanoBioLab 
  • Sachunterricht, GOFEX (Grundschullabor für offenes Experimentieren): Differenzierungsmaterialien und -möglichkeiten zur Begabungs- und Leistungsförderung unter Berücksichtigung heterogener Lernvoraussetzungen
  • Romanistik: Evaluation von Seminareinheiten Cluster Werteerziehung:
  • Philosophie & Theologie: Projekt zur Kombination fächerübergreifender und fachbezogener Strategien zum Umgang mit Heterogenität im Rahmen der philosophischen/theologischen Lernwerkstatt
  • Musik: Seminarevaluation, Lernwerkstatt „Theaterstück“ (geplant)

Zudem bestehen Kooperationen (bzw. sind Kooperation in Planung) mit Bildungsinstitutionen des Landes: 

  • Beratungsstelle Hochbegabung Saarland „IQ-XXL“ 
  • verschiedene Schulen unterschiedlicher Schulformen im Saarland 
  • Zentrum für Lehrerbildung (ZFL) 
  • Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) 

Bisherige zentrale Aktivitäten 2018

  • Februar 2018: Vortrag „Lernwerkstätten als inklusionsorientierte Lehr-/Lernorte.“
    Programmworkshop der Qualitätsoffensive Lehrerbildung: CHANcen GEstalten – Inklusionsorientierung in der Lehrerbildung als Impuls für Entwicklungsprozesse in Hochschulen in Dortmund
    Cluster Bildungswissenschaften: Prof. Dr. Franziska Perels, Dr. Laura Dörrenbächer-Ulrich 

  • März 2018: Vortrag „Selbstregulierendes Lernen mit Aufgaben: Perspektiven einer kompetenzorientierten Aufgabenkultur“
    TUD-SYLBER Graduiertenforum an der Technischen Universität in Dresden
    Cluster Bildungswissenschaften: Prof. Dr. Franziska Perels, Dr. Laura Dörrenbächer-Ulrich 

  • März 2018: Vortrag: „Binnen – kurzer Zeit – differenzieren. Was leisten Französischlehrwerke?“  
    Französischlehrer-Tag 2018 in Erlangen
    Cluster Bildungswissenschaften: Verena Keimerl & Prof. Dr. Jörn Sparfeldt

  • März 2018: zweitägige Lerneinheit „Italienisch für Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Jahrgangsstufe“
    Studientage an der Beratungsstelle Hochbegabung IQ-XXL, Rentrisch
    Cluster Bildungswissenschaften: Verena Keimerl & Prof. Dr. Jörn Sparfeldt

  • Mai 2018: Vortrag „Qualitätsoffensive Lehrerbildung – Ergebnisse und Perspektiven“
    2. Ringvorlesung des QLB-Projektes SaLUt an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken
    Cluster Bildungswissenschaften: Prof. Dr. Franziska Perels, Dr. Laura Dörrenbächer-Ulrich 

  • Mai 2018: Workshop „Sprachen vernetzen im Fremdsprachenunterricht“. Fortbildung für Lehramtsstudierende, -absolventinnen und -absolventen „Mehrsprachigkeit in der Schule“
    Universität des Saarlandes: Frankreichzentrum / Lehr-Lern-Atelier
    Cluster Bildungswissenschaften & Cluster Sprachen & Mehrsprachigkeit: Verena Keimerl & Fabienne Klos

  • Juni 2018: Vortrag „Begabtenförderung im Saarland. Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Umsetzung“
    2. Ringvorlesung des QLB-Projektes SaLUt an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken
    Cluster Bildungswissenschaften: Prof. Dr. Jörn Sparfeldt & Sandra Behrend (Beratungsstelle Hochbegabung Saarland IQ-XXL)

Lehrveranstaltungen mit QLB-Bezug

SoSe18

  • Lernwerkstatt: selbstreguliertes Lernen
    Bildungswissenschaften: Dr. Laura Dörrenbächer-Ulrich & Franziska Perels

  • Lernwerkstatt: Finden und Fördern (hoch-)begabter Schülerinnen und Schüler
    Bildungswissenschaften: Prof. Dr. Jörn Sparfeldt & Verena Keimerl

WiSe17/18

  • Lernwerkstatt: selbstreguliertes Lernen
    Bildungswissenschaften: Dr. Laura Dörrenbächer-Ulrich 

  • Lernwerkstatt: selbstreguliertes Lernen
    Bildungswissenschaften: Prof. Dr. Franziska Perels


Das Vorhaben SaLUt wird unter dem Förderkennzeichen 01JA1606A im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

 

 

 

 

Sprecherin

Prof. Dr. Franziska Perels 

Tel. 0681 / 302-58340

f.perels@mx.uni-saarland.de

 

Weitere Ansprechpartner/innen

 

Prof. Dr. Jörn Sparfeldt

Tel. 0681 / 302-57490

j.sparfeldt@mx.uni-saarland.de

 

Dr. Laura Dörrenbächer-Ulrich

Tel. 0681 / 302 -58337

laura.doerrenbaecher@uni-saarland.de

 

Verena Keimerl

Tel. 0681 / 302-57482

verena.keimerl(at)uni-saarland.de