Ziele

Verbundpartner sind alle an der saarländischen Lehrerbildung beteiligten Akteure, deren primäre Zielsetzung die Fortentwicklung der LehrerInnenausbildung ist:

o bezüglich der Anforderungen von Heterogenität, 

o hinsichtlich der stärkeren Individualisierung des Unterrichts,

o durch Stärkung der wissenschaftsgestützten Qualitätsverbesserung des Praxisbezugs.

Zielgruppe

Die Angebote richten sich an Studierende folgender Lehramts-Studiengänge: 

Lehramt für die Primarstufe (LP)

Lehramt für die Primarstufe und Sekundarstufe I (LPS1) (auslaufend)

Lehramt für die Sekundarstufe I (LS1)

Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (LS1+2)

Lehramt an beruflichen Schulen (LAB)

Kurzbeschreibung

Theoriefundierter Praxisbezug findet – über die Schulpraktika hinaus – in den verschiedenen Fachdisziplinen der saarländischen Hochschullandschaft in „Lernwerkstätten“ oder auch „Lernateliers“ bzw. „Schülerlaboren“ statt. Diese Orte der Verbindung zwischen Theorie und Praxis haben sich der Realisation innovativer pädagogischer und didaktischer Konzepte verschrieben. Gemeinsam mit der Hochschule für Musik (HfM Saar) und der Hochschule für Bildende Künste (HBKsaar) ist an der Universität des Saarlandes (UdS) daher der „Verbund der Lernwerkstätten“ (VdL) entstanden. Insgesamt zehn Lernwerkstätten aus vier Clustern des Projektes SaLUt („Optimierung der saarländischen LehrerInnenausbildung“) der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (BMBF) sind bereits in die Lehramtsstudiengänge integriert:

 

Durch die Expertise der in den verschiedenen Clustern des SaLUt-Gesamtprojektes engagierten WissenschaftlerInnen wird der Verbund – basierend auf regelmäßig erhobenen Evaluationsergebnisse – weiter konzeptionell ausgebaut und kontinuierlich optimiert. 

Inhaltlich beschäftigen sich die einzelnen Lernwerkstätten mit verschiedenen Heterogenitätsaspekten (z.B. leistungsbezogene, persönliche, sprachliche, religiöse oder weltanschauliche Heterogenität) und Individualisierung von Unterricht, mit dem Ziel, die angehenden Lehrkräfte kompetent auf die heterogene Schülerschaft vorzubereiten.

Die Zusammenarbeit zeigt sich in fächerübergreifenden Forschungsarbeiten, gemeinsamen Veranstaltungen und Publikationen sowie in gemeinsam entwickelten und inhaltlich abgestimmten Lehr- und Qualifizierungsangeboten. 

Strukturelle Einbettung/Nachhaltigkeit

Strukturell ist der Verbund clusterübergreifend ausgerichtet und verbindet inhaltlich die einzelnen Veranstaltungen bzw. Angebote, die auf den Umgang mit Heterogenität und Individualisierung im Unterricht vorbereiten sollen.

Gegenwärtig durchlaufen alle Studierenden des Lehramts verschiedene curricular verankerte Angebote in verschiedenen Lernwerkstätten des Verbundes. Dabei haben die zukünftigen Lehrkräfte die Möglichkeit, die verschiedenen didaktischen Konzepte, die in einer komplexitätsreduzierten und innovativen Praxisumgebung entwickelt wurden, in universitären Praktika zu vertiefen und in wissenschaftlichen Hausarbeiten kritisch zu reflektieren. Die erworbenen Kenntnisse können ferner in der zweiten Ausbildungsphase vertieft und mit Lehrkräften an den Schulen weiterentwickelt werden. Im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung werden vor diesem Hintergrund drei strukturelle Ziele mit den Lernwerkstätten verfolgt:

1. Die erste Ausbildungsphase praxisorientierter zu gestalten und den Praxisbezug im Hinblick auf Anforderungen im Referendariat und im Schuldienst weiter zu erhöhen. 

2. Das Lehramtsstudium (als erste Ausbildungsphase) mit den weiteren Phasen (Studienseminar und Weiterbildung) stärker zu verzahnen.

3. In gemeinsamen Angeboten von Universität, Studienseminaren und Instituten der Lehrerfort- bzw. -weiterbildung didaktische Konzeptionen zu vermitteln, die im Sinne eines didaktischen Forschungs- und Entwicklungsverbundes ausgebaut werden.

Zeitplan

Folgender Zeitplan setzt diese strukturellen Ziele in Aufgaben um, damit der Verbund der Lernwerkstätten als zentrales didaktisches Element, das von allen beteiligten Institutionen genutzt werden kann, nachhaltig in der LehrerInnenbildung integriert wird.

Aus dem VdL heraus wurde bereits eine Vielzahl gemeinsamer Veranstaltungen durchgeführt. Auch in diesem Semester präsentierte sich der VdL beim Tag der offenen Tür der Universität des Saarlandes und derzeit läuft in Kooperation mit den Lehrerfortbildungsinstituten ILF und LPM die Fortsetzung der Ringvorlesung „Bunte Einheit im Klassenzimmer? – Heterogenität, Inklusion & Individualisierung. Impulse aus Wissenschaft und Praxis.“ Neben Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler (z.B. SummerSchool SaLUt im Juli, Lernfest im September) beteiligt sich der VdL auch am Tag der Schülerlabore im November und organisiert derzeit ein Treffen mit allen Fachleitern des Saarlandes, um gezielt die Kooperation mit den Studienseminaren voranzutreiben. Laut Zeitplan entspricht das der Transferphase, wobei der Entwicklungsstand der einzelnen LWS nicht einheitlich ist, da einige LWS im Rahmen von SaLUt neu gegründet wurden.

Nach außen präsentiert sich der VdL mit den einzelnen LWS an Fachtagungen, QLB-Netzwerktreffen/Programmworkshops sowie durch den gemeinsamen Internetauftritt des VdL (www.lernwerkstatt.saarland); Die bestehenden Kooperationen, die inner- und außerhochschulische Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg und die Sichtbarkeit nach außen die Stellung der Lehramtsausbildung im Verbund UdS, HfM Saar, HBKsaar insgesamt positiv beeinflusst.

Kooperationen (innerhalb/außerhalb der Universität)

Außerhalb der Universität sind Kooperationen mit den Institutionen, die in der LehrerInnenbildung aktiv sind, und Universitäten der Großregion entscheidend, um die Maßnahmen phasen- und grenzüberschreitend nutzbar zu machen.

Daneben existieren Kooperationen mit LWS anderer QLB-Projekte (Uni Kassel und Uni Erfurt) und generell ein enger Austausch mit Hochschullernwerkstätten im deutschsprachigen Raum über das Internationale Netzwerk der Hochschullernwerkstätten NeHle e.V..

Zentrale Aktivitäten 2018

18.-20.02.2018: Forum/Workshop: „Förderung kooperativer Lernprozesse von Studierenden im GOFEX_Projektpraktikum.“ 11. Internationale Fachtagung der Hochschullernwerkstätten in Erfurt: „Lernwerkstätten im Spannungsverhältnis zwischen Individuum, Gemeinschaft, Ding und Raum“
VdL: Dr. Mareike Kelkel & Prof. Dr. Markus Peschel

08.-10.03.2018: Werkstatt: „GOFEX_Projektpraktikum – ein neues Praxisformat“
27. GDSU-Jahrestagung in Dresden „Forschendes Lernen im Sachunterricht“
VdL: Dr. Mareike Kelkel & Prof. Dr. Markus Peschel

26.05.2018: Präsentation der Lernwerkstätten beim Tag der offenen Tür
Universität des Saarlandes A5 4
VdL/SaLUt

08.05.2018: VdL-Treffen
Universität des Saarlandes im Lehr-Lern-Atelier des ISM
VdL

15.05.-19.06.2018: Ringvorlesung: „Bunte Einheit im Klassenzimmer? – Heterogenität, Inklusion & Individualisierung. Impulse aus Wissenschaft und Praxis.“
Universität des Saarlandes, E2 2
VdL/SaLUt

Frühjahr 2018: Fertigstellung des Tagungsbandes zur 9. Internationalen Fachtagung der Hochschullernwerkstätten: „Fachlichkeit in Lernwerkstätten. Kind und Sache in Lernwerkstätten." Klinkhardt.
VdL

10.01. + 25.04.2018: Präsentation der LW/SL im Rahmen der Kinderuni
Universität des Saarlandes, Audimax
VdL

Kommende Veranstaltungen:

09., 16. Und 23.07.2018: SummerSchool SaLUt
Universität des Saarlandes und Hochschule für Bildende Künste saar
VdL

02.09.2018: Lernfest
Deutsch-Französischer Garten, Saarbrücken
VdL

26.09.2018: Fachleitertreffen
Universität des Saarlandes, Aula
VdL (in Kooperation mit SaarLab)

20.11.2018: Tag der Schülerlabore
Universität des Saarlandes, Aula
VdL in Kooperation mit SaarLab


Das Vorhaben SaLUt wird unter dem Förderkennzeichen 01JA1606A im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

 

 

 

 

Sprecher

Prof. Dr. Markus Peschel,
Tel. 0681 / 302-71399,
markus.peschel@uni-saarland.de

Weitere Ansprechpartner

Dr. Mareike Kelkel,
Tel. 0681 / 302-71392,
mareike.kelkel@uni-saarland.de