Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums (M.A.)

Germanistik in der dynamischen SaarLorLux-Region studieren und dabei interkulturelle Kompetenzen entwickeln: Diese bundesweit einmalige Chance bietet der trinationale Masterstudiengang "Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums", der von den Universitäten in Saarbrücken, Metz und Luxemburg gemeinsam angeboten wird. Die räumliche Nähe dieser drei Hochschulen macht ein internationales Studium in der Regelstudienzeit von vier Semestern möglich.

Das Lehrprogramm behandelt die deutsche Sprache und Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, wobei die Studierenden zwischen forschungs- und praxisorientierten Schwerpunkten wählen können. Je nach Schwerpunkt bereitet das Masterstudium auf eine Tätigkeit in Wissenschaft, Verlagswesen, Medien und Kommunikation, Kulturinstitutionen, Bibliotheken oder Erwachsenenbildung vor.

Der trinationale Masterstudiengang verbindet auf innovative Weise verschiedene nationale Studien- und Wissenschaftskulturen. Die Studierenden lernen drei unterschiedliche Forschungstraditionen kennen und erwerben eine ausgeprägte interkulturelle Kompetenz und dadurch einen deutlichen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.

Die Möglichkeit der individuellen Gestaltung des Studiums trägt zur weiteren Profilierung der Absolventen bei. Hierfür stehen den Studierenden zehn fachliche Schwerpunkte zur Auswahl: Literatur und Kultur des 19. bis 21. Jahrhunderts, Synchrone Sprachwissenschaft, Ältere deutsche Literatur- und Sprachgeschichte, Literatur und Kultur der frühen Neuzeit (16. bis 18. Jahrhundert), "Civilisation" und "Historie des idées" des 19. bis 21. Jahrhunderts, Literatur und Kultur Österreichs, Kultur, Literatur und Sprache im SaarLorLux-Raum, "Traduction", Deutsch als Fremdsprache sowie Sprechwissenschaft und Sprecherziehung.

Eine forschungsbezogene Variante des Masterstudiengangs wird im Rahmen eines PhD-Track-Programms angeboten. Studierenden, die sich für dieses Programm entscheiden, steht nach erfolgreichem Masterabschluss eine strukturierte Promotion im Co-Tutelle-Verfahren offen. Das Programm mit dem Titel Interkulturalität in Literaturen, Medien und Organisationen verknüpft somit das zweijährige Masterstudium direkt mit einer dreijährigen Promotionsphase.

Ein individuelles Studium über die Ländergrenzen hinweg

Studierende im trinationalen Masterstudiengang "Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums" studieren an drei Universitäten in der Großregion. Dabei können sie in den meisten Fällen frei wählen, an welchem Standort sie Kurse belegen möchten: Die Lehrveranstaltungen sind aufeinander abgestimmt und konzentrieren sich nach Möglichkeit auf einen oder zwei Wochentage je Standort. Innerhalb dieses Rahmens gestalten die Studierenden ihr Studium individuell und wählen aus zehn fachlichen Schwerpunkten einen aus. Wiebke Lehnert hat als Schwerpunkt "Deutsch als Fremdsprache" gewählt und sich in ihrer Masterarbeit mit dem sogenannten Tertiärspracherwerb befasst. Nun erwartet sie ein Abschlusszeugnis von allen drei Partnerhochschulen. [mehr...]

 

Details

Die Studierenden wählen aus den drei Partneruniversitäten (neben der Universität des Saarlandes sind dies die Université de Lorraine-Metz und die Université du Luxembourg) eine Heimat-Uni, immatrikulieren sich aber ebenfalls an den Partnerhochschulen. Sie belegen Lehrveranstaltungen an ihrer Heimat-Uni und an den germanistischen Instituten der Partner-Unis. Die Lehrveranstaltungen an den drei Universitäten werden miteinander koordiniert und nach Möglichkeit auf einen oder zwei Wochentage je Standort konzentriert.

Das Masterstudium umfasst insgesamt 120 CP. Davon entfallen:

  • 58 CP auf Pflichtlehrveranstaltungen aus verschiedenen zentralen Feldern des Fachs sowie Pflichtmodulen methodologischen Inhalts,
  • 24 CP auf Lehrveranstaltungen aus einem gewählten Schwerpunkt,
  • 18 CP auf Wahlpflichtveranstaltungen interdisziplinären oder berufsvorbereitenden Charakters sowie
  • 20 CP auf die Masterarbeit.

Die ersten drei Semester bestehen aus je fünf Modulen mit Lehrveranstaltungen zu je 6 CP. Das vierte Semester umfasst ein Modul mit der Masterarbeit (20 CP) und einer Lehrveranstaltung im Umfang von 10 CP, meist ein gemeinsames Forschungskolloquium zur Unterstützung der Masterarbeit.

Die Kurse finden in der Regel auf Deutsch statt, in Metz werden aber auch einige Lehrveranstalten in französischer Sprache gehalten.

Der Grad "Master of Arts (M.A.)" wird gemeinsam mit einer der beiden Partnerhochschulen bzw. mit beiden Partnerhochschulen des trinationalen Studiengangs verliehen, wenn mindestens 25% der Credit Points an einer Partnerhochschule bzw. jeweils mindestens 25% der Credit Points an beiden Partnerhochschulen absolviert worden sind (Doppel- bzw. Dreifachabschluss). In diesen Fällen wird von den zwei bzw. drei Partnerhochschulen gemeinsam ein Zeugnis ausgestellt.

Eine forschungsbezogene Variante des Masterstudiengangs wird im Rahmen eines PhD-Track-Programms angeboten. Studierenden, die sich für dieses Programm entscheiden, steht nach erfolgreichem Masterabschluss eine strukturierte Promotion im Co-Tutelle-Verfahren offen. Das Programm mit dem Titel Interkulturalität in Literaturen, Medien und Organisationen verknüpft somit das zweijährige Masterstudium direkt mit einer dreijährigen Promotionsphase.

Studierende, die sich für den PhD-Track interessieren, legen ihrer normalen Bewerbung zusätzlich ein Motivationsschreiben von ein bis zwei Seiten bei, in dem sie ihre wissenschaftlichen Interessen darlegen, aus denen sich später ein Promotionsvorhaben entwickeln könnte.

Der Studiengang wird von der Deutsch-Französischen-Hochschule gefördert. Studentinnen und Studenten können daher während des Studiums eine Mobilitätsbeihilfe erhalten.

Weitere Informationen, beispielsweise zum aktuellen Kursangebot, finden Sie auf der Internetseite des Studiengangs.

Zugang

Voraussetzungen für den Zugang zum trinationalen Masterstudiengang "Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums" an der Universität des Saarlandes als Heimatuniversität:

  • Bachelorabschluss oder französische Licence in den Kultur-, Geistes-, Sprach- oder Literaturwissenschaften oder aber einen äquivalenten Hochschulabschluss
  • die besondere Eignung
  • Deutschkenntnisse auf Niveaustufe C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens
  • fortgeschrittene Französischkenntnisse (nur für den Schwerpunkt "Übersetzung")

Bewerbung

Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli für das folgende Wintersemester.

Der Studiengang unterliegt (lokalen) Zulassungsbeschränkungen. Über die Aufnahme wird nach einem persönlichen Gespräch entschieden.

Bewerbungsverfahren

Die Bewerbung erfolgt über das Online-Bewerbungsformular für Masterstudiengänge.

Bitte gehen Sie bei Ihrer Bewerbung wie folgt vor:

  • Füllen Sie das Online-Bewerbungsformular aus.
  • Nach Absenden des Online-Bewerbungsformulars wird der Bewerbungsantrag als PDF zum Download angeboten. Klicken Sie auf "PDF Druck", um den Antrag herunterzuladen.
  • Drucken Sie den Bewerbungsantrag aus und unterschreiben Sie ihn.
  • Scannen Sie den ausgefüllten und unterschriebenen Bewerbungsantrag mit allen erforderlichen Anlagen ein.
  • Übermitteln Sie die gescannten Unterlagen durch Hochladen der Dateien (PDF mit maximal 10 MB Größe) im Dateimanager für Online-Bewerbungen.
  • Schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen zusätzlich per E-Mail an: b.braun(at)mx.uni-saarland.de

Alternativ können Sie den unterschriebenen PDF-Ausdruck mit den benötigten Unterlagen auch an folgende Adresse schicken:

Universität des Saarlandes
Frankophone Germanistik
Campus C5 3
66123 Saarbrücken

Kontakt - Kontakt

Studienfachberatung

Prof. Dr. Romana Weiershausen
Campus Saarbrücken
Geb. C5 3, Zi. 4.11
Tel.: 0681 302-2334

romana.weiershausen(at)uni-saarland.de
www.uni-saarland.de/lehrstuhl/franzabt

Zentrale Studienberatung

Campus Saarbrücken
Campus Center, Geb. A4 4, EG
Tel.: 0681 302-3513
studienberatung(at)uni-saarland.de

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Als eine der ersten Hochschulen bundesweit hat die Universität des Saarlandes das Verfahren der Systemakkreditierung erfolgreich durchlaufen. Seit 2012 trägt sie das Siegel des Akkreditierungsrats.

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