22.08.2019

Forscherinnen und Forscher diskutieren, wie sich Risiken neuer Technologien beherrschen lassen

am 29. August, 10 bis 16.45 Uhr, Europa-Institut, Gebäude B2 1, Raum 3.08/3.09

Von ethischen Fragen autonomer Roboter bis hin zum Schutz von persönlichen Daten und Privatsphäre: Wie stellt unsere Gesellschaft sicher, dass der Mensch bei Künstlicher Intelligenz die Kontrolle behält? Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beleuchten diese Frage am 29. August auf dem Saarbrücker Campus aus rechtlicher wie technologischer Perspektive. Das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes veranstaltet die Konferenz gemeinsam mit der Standort-Initiative Saaris. (10 bis 16.45 Uhr, Campus, Europa-Institut, Gebäude B2 1, Raum 3.08/3.09). Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten.

Die Medien sind zur Konferenz herzlich eingeladen.
Um Anmeldung wird gebeten: ls.borges@uni-saarland.de
Programm: https://www.rechtsinformatik.saarland/en/

KI-Systeme kommen mit Massendaten Verbrechern auf die Spur, sie können der Polizei die Aufklärung von Straftaten erleichtern, sogar vorhersagen, was wahrscheinlich wo und wann passiert. Sie durchleuchten Menschen und ihr Verhalten, sie entscheiden, wer Kredite bekommt, wer ein guter Kunde ist und wer nicht. Und Maschinen sind zunehmend in der Lage, ohne Zutun des Menschen selbst zu entscheiden und zu handeln. „Unsere Gesellschaft steht vor enormen Veränderungen. Wollen wir die Möglichkeiten neuer Technologien nutzen, müssen wir ihre Risiken beherrschen und die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen“, sagt Professor Georg Borges, geschäftsführender Direktor des Instituts für Rechtsinformatik an der Universität des Saarlandes. Um Antworten zu finden, ist die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf internationaler Ebene unverzichtbar. „Wir müssen uns international vernetzen und austauschen. Vor diesem Hintergrund bringen wir im Rahmen der diesjährigen Tagung wieder Forscherinnen und Forscher zusammen“, erklärt er.

„Bei unserer Konferenz am 29. August beleuchten Experten aus rechtlicher und technologischer Sicht aktuelle Fragen von Künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit“, erläutert der Saarbrücker Rechtsinformatiker Christoph Sorge. So veranschaulicht Professor Burkhard Schäfer von der Universität Edinburgh in seinem Vortrag, welche ethischen Fragen autonome Systeme aufwerfen und wie bedeutend es ist, welche Werte ihnen einprogrammiert werden: „Freund, Feind und Fremde gleichbehandeln: rechtliche, ethische und behördliche Fragen medizinischer KI auf dem Schlachtfeld“ („Treating friend, foe and stranger alike: legal, ethical and regulatory issues of medical AIs on the battlefield“), so der Titel seines Vortrags.

Rechtsfragen von maschinellem Lernen geht Professor Georg Borges nach. Über Künstliche Intelligenz, die Juristen bei Entscheidungen unterstützt, spricht Professor Ken Satoh vom National Institute of Informatics in Tokyo. Unter dem Stichwort IT-Sicherheit erklärt
Christoph Sorge, inwieweit gesetzliche Regulierung für Verschlüsselungen sinnvoll ist und ob zu weitgehende Regelungen gar dem Fortschritt hinderlich sein könnten.

Einblicke in Künstliche Intelligenz bei der Spurensuche gibt der Juniorprofessor und Experte für digitale Forensik, Dominik Brodowski, der aufzeigt, welche Herausforderungen die neuen Technologien im Strafrecht mit sich bringen.

Die Leiterin des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, Prof. Jana Koehler, und Ammar Alkassar, Bevollmächtigter für Innovation und Strategie in der Staatskanzlei des Saarlands, werden die Veranstaltung eröffnen.

Programm: http://rechtsinformatik.saarland/

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Georg Borges: Tel.: 0681/302-3105, E-Mail: ls.borges@uni-saarland.de

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