Freitag, 09. November 2018

10 Jahre „Universität der Großregion“: Verbund will sich als Europäische Universität bewerben

Grenzüberschreitend studieren und forschen – das ist das Ziel, das die sechs Universitäten in Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg im Verbund „Universität der Großregion“ seit einem Jahrzehnt verfolgen. Das Netzwerk engagiert sich vor allem für Studierende sowie Forscherinnen und Forscher der Universitäten. Viele Akteure, darunter zwei der Gründungspräsidenten, werden bei einem Festakt am 13. November in der Villa Europa in Saarbrücken zusammenkommen. Sie werden gemeinsam auf das bisher Erreichte blicken und darüber diskutieren, wie der Hochschulverbund bei der Ausschreibung für eine „Europäische Universität“ erfolgreich sein kann.

In einem persönlichen Rückblick werden Volker Linneweber, ehemaliger Präsident der Universität des Saarlandes, und Rolf Tarrach, Ex-Rektor der Universität Luxemburg und Präsident der European University Association, auf die Gründungsjahre der „Universität der Großregion“ blicken. Die Romanistin Claudia Heß wird ihre Erfahrungen als Koordinatorin eines grenzüberschreitenden Studiengangs schildern. Jasmin Benyahya, Masterabsolventin des Studiengangs „Deutsch-Französischen Studien“, wird erläutern, wie sie während ihres Studiums in Saarbrücken, Metz und Luxemburg von der Universität der Großregion profitiert hat. An der Podiumsdiskussion zum Hochschul-Netzwerk werden zudem Christian Wille von der Universität Luxemburg als Koordinator des UniGR-Center for Border Studies und Professor Pierre Mutzenhardt, Präsident der Universität Lothringen, teilnehmen.

Bei der Jubiläumsveranstaltung wird es auch darum gehen, wie sich die „Universität der Großregion“ als vorbildhaftes Hochschul-Netzwerk im Wettbewerb um die Ausschreibung „Europäische Universität“ erfolgreich positionieren kann. Darüber wird sich Universitätspräsidenten Manfred Schmitt im Vorfeld der Podiumsdiskussion mit den Vertretern der Partnerhochschulen beraten.

Für den Festakt am 13. November von 16:00 bis 17:30 Uhr ist eine persönliche Einladung erforderlich. Medienvertreter sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen über die Universität der Großregion

Die Universität der Großregion ist ein Verbund der Universitäten in Kaiserslautern, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, dem Saarland und Trier. Die Kooperation zwischen den sechs Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Großregion startete 2008 dank der finanziellen Förderung durch die Europäische Union. Nach dem Projektende wurde der Verbund mit einer eigenen Rechtsform fortgeführt. Geografisch gesehen liegen die Universitäten in Kaiserslautern, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, Trier und Saarbrücken nicht sehr weit auseinander. In wenigen Stunden kann man von einer Universität zur anderen gelangen. Allerdings gab es bis vor wenigen Jahren zwischen diesen Universitäten noch erhebliche administrative Hürden, die nach und nach abgebaut wurden.

Wenn sich Studierende heute an einer der Partneruniversitäten der „Universität der Großregion“ (UniGR) einschreiben, können sie kostenlos das Angebot der fünf anderen Universitäten mitnutzen. Dank des Status als UniGR-Studierende können sie Vorlesungen besuchen, an Prüfungen teilnehmen und kostenlos Materialien in den Bibliotheken ausleihen sowie in den Mensen der fünf anderen Universitäten des Netzwerks zum Studierendentarif essen. Die Studierenden bereichern ihren universitären Alltag mit interkulturellen Erfahrungen und mit der Entdeckung unterschiedlicher Lehrmethoden der Nachbarländer.  

Die Vernetzung der Wissenschaftler in der Großregion über Seminare, wissenschaftliche Workshops oder Konferenzen stellt eine zentrale Aktivität der UniGR dar, vor allem in den Kooperationsbereichen Grenzraumstudien („Border Studies“), Materialwissenschaften und Ressourceneffizienz sowie Biomedizin. Zahlreiche grenzüberschreitende Projekte wurden bereits entwickelt oder sind derzeit in der Vorbereitung.

Weitere Informationen: www.uni-gr.eu

Kontakt:             
Frédérique Seidel
Zentrale Geschäftsstelle der UniGR a.s.b.l.
Frederique.seidel(at)uni-gr.eu

+49 681 30140 802