Dienstag, 28. Mai 2019

Ehrensenatorenwürde für Informatik-Professor Günter Hotz

Uni-Präsident Manfred Schmitt verlieh Professor Günter Hotz die Ehrensenatorenwürde. Foto: O. Dietze

Im Rahmen der 50-Jahresfeier der Saarbrücker Informatik hat Universitätspräsident Manfred Schmitt am 25. Mai die Ehrensenatorenwürde an den emeritierten Informatik-Professor Günter Hotz verliehen. Dieser gilt als einer der Väter der Informatik in Deutschland. Er hat maßgeblich zur Entwicklung des Fachs an deutschen Hochschulen beigetragen. An der Universität des Saarlandes hat er die Grundlagen dafür gelegt, dass sich die Saarbrücker Informatik zu einer der besten Informatikstandorte weltweit entwickelt hat.

In Deutschland hatte Professor Hotz wesentlichen Anteil an der Etablierung der Informatik als eigenständiger Wissenschaft zwischen Mathematik und Elektrotechnik. Er war Gründungsmitglied und erster Vorsitzender der Gesellschaft für Informatik und in dieser Funktion wesentlich an der Ausarbeitung der Studienpläne für das neue Fach Informatik beteiligt. Der heute 88-Jährige hat in seiner Professorenlaufbahn über 50 Doktoranden betreut oder mitbetreut. Zahlreiche Schüler von Professor Hotz wurden auf Professuren an deutschen oder internationalen Universitäten berufen. 

Günter Hotz war zudem maßgeblich an der Berufung der äußerst erfolgreichen ersten Generation an Informatik-Professoren an der Universität des Saarlandes beteiligt. Dazu zählen Kurt Mehlhorn, Reinhard Wilhelm, Wolfgang Wahlster und Wolfgang Paul, die alle vier zum Zeitpunkt ihrer Berufung jünger als 35 waren. "Diese mutige und weitsichtige Berufungsstrategie, die bis heute in der Informatik Tradition hat, war eine wesentliche Grundlage für den Erfolg der Saarbrücker Informatik", hob Universitätspräsident Manfred Schmitt in seiner Laudatio hervor. Professor Hotz war außerdem mit mehreren Sonderforschungsbereichen erfolgreich und erhielt zahlreiche Ehrungen. Zusammen mit seinen Kollegen Kurt Mehlhorn und Wolfgang Paul wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet, der damit zum ersten Mal an Informatiker verliehen wurde. Er ist Träger des Saarländischer Verdienstordens und des Großen Bundesverdienstkreuzes. Außerdem ist er Ehrenmitglied der Gesellschaft für Informatik und Inhaber der Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik. Professor Hotz hat außerdem mehrere Ehrendoktorwürden erhalten

Professor Hotz war darüber hinaus an der Gründung des inzwischen zur Leibniz-Gemeinschaft gehörenden Zentrums für Informatik in Schloss Dagstuhl beteiligt sowie an der Gründung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz mit Hauptsitz in Saarbrücken.