Montag, 01. Juli 2019

Wie erkennen Kinder Emotionen anderer? Psychologinnen suchen Fünf- bis Achtjährige für Studie

Spiegelt sich im Gesicht des Gegenübers Freude, Ärger, Angst oder Überraschung? Wie erkennen Kinder Emotionen anderer? Entwicklungspsychologinnen der Universität des Saarlandes aus der Arbeitsgruppe von Professor Gisa Aschersleben erforschen die emotionale Entwicklung von Kindern. Für eine Studie sucht die Forscherin Corina Möller fünf- bis achtjährige Jungen und Mädchen mit deutscher Muttersprache. Die Psychologin testet derzeit ein neues Verfahren, mit dem kindliches Emotionswissen erfasst werden kann: Hierzu untersucht sie mit ihrem Verfahren eine große Zahl von Kindern, um Aussagen etwa über typische Altersverläufe treffen zu können.

Emotionen anderer bewusst wahrzunehmen, sie zu erkennen und richtig zu deuten, ist für den Menschen von zentraler Bedeutung. Diese Fähigkeit beeinflusst sein Denken und Handeln, ist entscheidend dafür, wie er mit anderen umgeht und zurechtkommt. Psychologinnen der Universität des Saarlandes erforschen die emotionale Entwicklung im Kindesalter. Das Wissen hierüber kann etwa dabei helfen, Kinder wenn nötig zu unterstützen, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Die Forscherinnen testen dabei ein neues Verfahren, das auf spielerische Art und Weise dabei helfen soll, im Einzelfall zu beurteilen, wie ein Kind Emotionen anderer wahrnimmt. Sie suchen jetzt möglichst viele Kinder, die das Verfahren durchlaufen – besser gesagt, es durchspielen:

Dabei wird dem teilnehmenden Kind am Tablet eine Geschichte gezeigt, in der verschiedene Situationen bei den Protagonisten unterschiedliche Gefühle hervorrufen. Das Kind soll einen von vier Gesichtsausdrücken auswählen, der nach seiner Meinung am besten zu der jeweiligen Situation passt. Neben dem Verfahren zur Untersuchung der Emotionswahrnehmung soll das Kind in anderen kleinen Aufgaben so schnell wie möglich bestimmte Blumen in einer Reihe von verschiedenen Blumen finden oder ein Bewegungsspiel mitspielen. Die Einzelstudie dauert etwa 45 Minuten, im Anschluss erhält das Kind zur Belohnung eine kleine Überraschung.

Die Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Bei Bedarf können die Eltern die ganze Zeit über im selben Raum bleiben.

Kontakt:  
Michaela Sprau, Laborkoordinatorin, Campus Saarbrücken, Gebäude A1 3, Raum 2.19
Tel: +49 (0) 681 302-3877, E-Mail: kinderprojekt@uni-saarland.de