Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

nach längerer Pause erscheint jetzt das Universitätsmagazin »campus« in neuem Layout. Es soll künftig alle drei Monate über Neuigkeiten aus Lehre und Forschung, über das Campusleben und die Personalien an der Universität des Saarlandes informieren. Ein wichtiges Thema auf unserem Campus waren in den letzten Wochen die bundesweiten Studentenproteste. In dem Anliegen, Themen der (Hochschul-)Bildung wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken, haben die Proteste Zustimmung auch aus der Professorenschaft und den Hochschulleitungen erhalten.

In konkreten Fragen, etwa des Bologna-Prozesses, sind aber Differenzierungen notwendig. So ist der Reformprozess an der Universität des Saarlandes wesentlich reibungsärmer verlaufen als an anderen Hochschulen, da er verhältnismäßig spät in Gang kam, dafür aber gründlich vorbereitet und professionell begleitet wurde. Gleichwohl sind noch einige Aufgaben zu bewältigen, vor allem bei Einzelfragen der Studien- und Prüfungsorganisation. An den nötigen Verbesserungen, zum Beispiel der Reduzierung des Prüfungsaufwands, arbeiten viele Fächer und Fakultäten derzeit mit Hochdruck. Sie werden dabei vom Qualitätsbüro der Saar-Uni wirkungsvoll unterstützt (siehe S. 12).

Richtig ist freilich auch, dass die Reform von Beginn an nicht in der erforderlichen Weise finanziert wurde. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) beziffert den zusätzlichen Aufwand auf 15 Prozent. Bei dem Globalhaushalt der Saar-Uni von 150 Millionen Euro sind das über 22 Millionen Euro mehr pro Jahr, die nötig wären, um alle der in Bologna gesetzten Ziele zu erfüllen. Auch vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, dass die saarländische Landesregierung alle Anstrengungen unternimmt, um die Bildungsausgaben zu erhöhen. Dabei darf die Ausgleichsfinanzierung für die nun abgeschafften Studiengebühren selbstverständlich nicht verrechnet, sondern muss zusätzlich aufgebracht werden, wenn wir nicht hinter das Erreichte zurückfallen wollen.

Damit Studenten, Wissenschaftler und Uni-Mitarbeiter künftig auch jenseits der Web-Seiten aktuell von Veranstaltungen und anderen Neuigkeiten aus der Universität erfahren, installiert die Pressestelle derzeit mehrere Informations-Bildschirme auf dem Campus (siehe S. 14). Außerdem wird in diesem Jahr neben dem »campus«-Magazin wieder die Zeitungsbeilage »Campus extra« erscheinen. Im März und September wird sie sich vor allem an Abiturienten und ihre Eltern wenden und über die »Saarbrücker Zeitung« im Saarland und in Teilen der Pfalz verteilt.

Viel Spaß beim Lesen des neuen »campus«-Magazins wünscht Ihnen
Ihr Prof. Volker Linneweber
Universitätspräsident