Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,


Vor kurzem konnte die Saar-Uni stolz Bilanz ziehen: 2009 hat sie gemeinsam mit den Forschungsinstituten so viele Drittmittel wie nie zuvor eingeworben, insgesamt rund 100Millionen Euro. Dabei wurden die Max-Planck-Institute nicht berücksichtigt. Mit diesen Geldern aus nationalen und europäischen Fördertöpfen wurden etwa tausend zusätzliche Forscherstellen geschaffen. Noch im Jahr 2002 betrug das Verhältnis universitäre Drittmittel zu Landesfinanzierung 1:4, im vergangenen Jahr lag die Quote bereits bei 1:3. Dies ist nur ein Indiz dafür, wie leistungsstark die Saar-Uni geworden ist. Sie muss den Vergleich auch mit größeren Universitäten nicht scheuen.

Das sehen offenbar auch viele Professorinnen und Professoren so, die gerne hier bleiben, obwohl sie attraktive Angebote von anderen Unis erhalten haben. Seit 2007 haben nur fünf Professoren die Saar-Uni verlassen, 23 sind trotz alternativer Angebote geblieben. Welche Gründe sie dazu bewegen, dem Saarland treu zu bleiben, können Sie in der Titelgeschichte nachlesen. Bemerkenswert ist dabei, dass auch diejenigen bleiben, die nicht aus der Region stammen.

Damit die Wissenschaftler anspruchsvolle Projekte bearbeiten können, sind sie auch auf die Unterstützung von Hausmeistern und Gebäudetechnikern angewiesen. Was es bedeutet, täglich die rund 130 Gebäude der Saar-Uni mit Strom, Wasser und ausgefeilter Klimatechnik zu betreiben, können Sie im Artikel auf Seite 13 nachlesen. Wie Energie und Rohstoffe eingespart werden können, zeigt auch der Beitrag zum neuen Wertstoffhof der Saar-Uni (Seite 11).

Nicht nur national, sondern auch international war die Universität mit am Ball. Na, wo denn? Natürlich bei der Fußball-Weltmeisterschaft! Sportmediziner Tim Meyer betreute die Nationalmannschaft und schilderte der »Campus«-Redaktion direkt aus Südafrika seine Eindrücke (Seite 7). Vom Fußballfieber noch knapp verschont blieb der Tag der offenen Tür der Saar-Uni, an dem wieder viele spannende Projekte präsentiert wurden. Einige Highlights beschreibt der Beitrag auf Seite 12.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Universitätspräsident Prof. Volker Linneweber