Neues Abfallentsorgungskonzept sorgt für sauberen Campus

Neues Abfallentsorgungskonzept sorgt für sauberen Campus


Anfang Mai wurde der neue Entsorgungshof der Saar-Uni eingeweiht. Er ist bundesweites Vorbild für eine moderne Entsorgungslogistik. 80 Prozent des eingesammelten Abfalls kann die Uni zur Wiederverwertung weitergeben. Mit dem neuen Konzept spart die Hochschule 40 Prozent der bisherigen Entsorgungskosten.  

Ein sauberer Campus, weniger Abfall und weniger Kosten – das sind die Vorteile des neuen Entsorgungssystems der Universität des Saarlandes. Im Dezember 2009 hat die Uni eine neue Logistik eingeführt und eine Anlage zur fachgerechten Trennung und Entsorgung von Abfällen am östlichen Rand des Campus in Betrieb genommen. Der neue rund 1.400 Quadratmeter große Entsorgungshof ist wohl die bundesweit modernste Anlage an einer Universität. Dort werden alle Abfälle gesammelt, 80 Prozent werden zum Recycling gegeben. Durch das neue Konzept konnte die Uni ihre Entsorgungskosten um etwa 40 Prozent senken.

Im Mai wurde der Hof von Unipräsident Volker Linneweber offiziell eingeweiht. »Unser neues Entsorgungssystem hat enorme ökonomische und ökologische Vorteile«, sagte Linneweber. »Indem wir den Abfall, den 18.000 Menschen an der Universität täglich produzieren, konsequent trennen und verwerten, sparen wir viel Geld und schonen wertvolle Ressourcen.« Die konsequente Abfalltrennung beginnt schon in den Hörsälen, Büros, Labors und Werkstätten. Dort wurden Abfallbehälter aufgestellt, die anhand eines Farbsystems eine leichte Mülltrennung ermöglichen. Die drei häufigsten Abfallarten – Restmüll, Papier und Abfälle des dualen Systems – werden an den Abfallsammelstellen in drei verschiedenfarbigen Abfalltüten gesammelt, alle anderen Abfälle lose oder in Mehrwegbehältern.

Jeden Tag holt die Saar Service GmbH, ein zertifiziertes Entsorgungsunternehmen, den Abfall zwischen 8 und 10:30 Uhr an insgesamt 50 Stellen auf dem Campus ab und bringt ihn zum neuen Entsorgungshof. »Auf dem Hof haben wir bis jetzt 21 Möglichkeiten zur Abfalltrennung. Neben Restmüll, Papier und Abfall des Dualen Systems (Gelber Sack) trennen wir zusätzlich Sperrmüll, Holz, Metall, Kunststoffe, Grünschnitt, Batterien, Folien, Leuchtstoffröhren, CDs, Straßenkehricht, Bauschutt, Elektroteile, Computerschrott und Kühlschränke«, erklärt Margret Stragand-Dörrenbächer, die Abfallbeauftragte der Universität. In Abfallpressen, blauen Großcontainern und anderen Behältern wird der Abfall gesammelt und teilweise schon direkt gepresst.

19 Abfallarten gehen in die Wiederverwertung. So werden beispielsweise Metallspäne aus den Uni-Werkstätten, Leuchtstoffröhren, Batterien und Kunststoffspäne in Mehrwegbehältern gesammelt und in geschlossenen Seecontainern bis zum Recycling gelagert. »Durch die Rückführung der Wertstoffe und durch die Verringerung der Abfallmenge insgesamt konnten wir die Entsorgungskosten senken«, so Margret Stragand-Dörrenbächer. Im Rahmen des neuen Konzeptes wurden auch die bisher genutzten Gewerbeabfallbehälter vom Campus entfernt. »Damit sind die unschönen Abfallberge um diese Behälter vom Campus verschwunden. Das trägt zur Verbesserung der Lebensqualität der Uni-Mitglieder bei. Außerdem gibt es jetzt keine Gelegenheit mehr, privaten Abfall auf dem Campus abzulegen«, sagt Stragand-Dörrenbächer.

Mit der neuen Abfallentsorgung setzt die Uni ein weiteres Ziel des sogenannten Umweltcampus um. Bei dem Konzept geht es darum, ökologisch nachhaltig zu handeln, den Ressourcenverbrauch zu minimieren und Kosten zu sparen. In der Vergangenheit gab es im Rahmen des Umweltcampus schon Projekte zum Trinkwasser-Sparen, zur Energie-Einsparung und zur Aufbereitung von Abwasser. Das neue Abfallsystem hat also nicht nur Vorteile wie eine bequeme Entsorgung und einen sauberen Campus, sondern es ist auch umweltfreundlich.

 

 _Irina Urig