Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

für viele von Ihnen, die ich als Studienanfänger herzlich begrüße, ist es das erste Wintersemester an der Saar-Uni. Sie haben sich nach dem Abi für ein Studium bei uns entschieden oder sind von einer anderen Hochschule zu uns gewechselt, um beispielsweise einen Master-Abschluss im Saarland zu erreichen. Schnell werden Sie merken, dass an unserer Universität ein ganz besonderes Flair herrscht. Überdurchschnittlich viele Studenten und Wissenschaftler kommen aus dem Ausland. Diese Weltoffenheit ist eines unserer Markenzeichen, das beispielsweise im Irischen Semester seinen Ausdruck findet. Die Fachrichtung Anglistik, Amerikanistik und Anglophone Kulturen bietet dazu nicht nur Veranstaltungen an, die sich vor allem um die reichhaltige Literatur und Kultur Irlands drehen. Darüber hinaus wird der Historiker Éamonn Ó Ciardha von der University of Ulster im Winter- und im folgenden Sommersemester Lehrveranstaltungen über die Literatur und die Geschichte seines Heimatlandes anbieten. Er ist als Gastprofessor im Rahmen des Zertifikats »Europaicum« an unserer Uni (S. 4 bis 6).

International geht es auch am Rande des Campus zu. Aus Fernost kommen die Wissenschaftler des Korean Institute of Science and Technology (KIST), die vor allem natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschung mit Wissenschaftlern unserer Uni betreiben. Die Campus-Redaktion stellt das KIST auf Seite 12 vor. Ein Weltenbummler ist Michael Martinek. Der Jura-Professor ist sechsfacher Doktor und lehrt regelmäßig in Südafrika und China. Er hat 100 junge Wissenschaftler zum Doktortitel geführt und an über 30 Büchern mitgewirkt. Das ist eine bemerkenswerte Leistung, die sehr viel Engagement verlangt. Michael Martinek erholt sich davon bei einem erstaunlich unspektakulären Hobby: der Imkerei. Lesen Sie sein Porträt auf S. 14. Dass Irland übrigens deutlich mehr ist als sein Klischee von saftigen Wiesen, fetten Schafen und romantischer Landschaft, beweist unser Titelfoto. Es ist nicht in Irland entstanden, wie man meinen sollte, sondern im schönen saarländischen Bliesgau. Das wahre Irland liegt also in den Köpfen der Iren, ihrer Kultur und ihrer Geschichte.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Universitätspräsident Professor Volker Linneweber