Erfolg versprechende Hilfe für die Forschungsförderung

Erfolg versprechende Hilfe für die Forschungsförderung


Die Koordinationsstelle Nationale Forschungsförderung der Saar-Uni unterstützt Wissenschaftler bei der Suche nach Drittmitteln

Forscher um Professor Achim Langenbucher werden dank der Hilfe der Koordinationsstelle Nationale Forschungsförderung mit Bundesmitteln unterstützt.

Es sind oft die Feinheiten, die letztendlich zu einem großen Erfolg beitragen. Das hat am Ende des vergangenen Jahres auch Henry Keazor erfahren. Hier und da schlichen sich »unklare und vage Formulierungen« in einen Förderantrag, der dem Kunsthistoriker und seinem Kollegen Hans Giessen aus der Informationswissenschaft die Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für ein wissenschaftliches Projekt sichern sollte. Keine spektakulären Fehler, sondern Dinge, die jemand, der nicht täglich Anträge schreibt, leicht übersehen kann.

Das allerdings macht Verena Krenberger, die im Präsidialbüro der Saar-Uni die »Koordinationsstelle Nationale Forschungsförderung« leitet. Ihr sind die Details, die letztendlich den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern eines Antrages ausmachen können, aufgefallen.

»Frau Krenberger hat uns äußerst kompetent, engagiert und erfolgreich unterstützt «, sagt Henry Keazor über die Zusammenarbeit. »Nicht zuletzt ihren Hinweisen sowie ihrem Wissen über Probleme bestimmter Antragsmodalitäten ist es zu verdanken, dass der Antrag Ende Dezember bewilligt wurde«, erläutert der Professor für Kunstgeschichte. Er und Hans Giessen können nun erforschen, wie sich Musikvideos verändern, um auf kleineren Geräten wie beispielsweise einem Handy angemessen wahrgenommen zu werden. »Frau Krenberger und ihr Team waren uns eine große Hilfe«, lobt auch Timo Eppig. Als Mitglied einer Forschergruppe am Lehrstuhl für Experimentelle Ophthalmologie von Professor Achim Langenbucher entwickelt der Wissenschaftler individuell auf den Patienten zugeschnittene Augenimplantate, die nach der Operation des Grauen Stars eine herausragende Sehschärfe erzielen sollen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. »Sie hat uns nicht nur bei der korrekten Kalkulation in der Antragsphase unterstützt, sondern auch die entsprechenden administrativen Schritte in Saarbrücken eingeleitet« sagt Eppig über die Unterstützung durch die Koordinationsstelle. »Lobenswert ist insbesondere die schnelle Kommunikation, durch die die manchmal etwas langen Wege zwischen Homburg und Saarbrücken deutlich abgekürzt werden.

«Seit über drei Jahren hilft die Koordinationsstelle Wissenschaftlern der Saar-Uni, ihre Forschungsideen in die Tat umzusetzen. Neben Verena Krenberger sind dort Carola Hodyas und Sandra Strohbach beschäftigt. Sie sitzen an der  Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung. Ihre Arbeit trägt Früchte, wie das Beispiel der Anträge beim Bundesforschungsministerium (BMBF) zeigt: »In den vergangenen anderthalb Jahren sind 40 BMBF-Anträge der Saar-Uni bewilligt worden. Nur ein Antrag ist abgelehnt worden«,zieht Verena Krenberger Bilanz. Dass sich die Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle lohnt, sieht man an der wachsenden Bedeutung der Drittmittel für die Forschungsfinanzierung. Die DFG sowie Bund, Länder und Stiftungen geben den Löwenanteil dieses Geldes. Auch auf internationaler Ebene hilft die Koordinationsstelle bei der Suche nach Drittmittelgebern. »Wer sich frühzeitig meldet, kann unser Angebot voll ausschöpfen«, erklärt Verena Krenberger. Das reicht von der Besprechung der ersten Idee und geht über den Zeitpunkt hinaus, an dem ein Antrag bewilligt wurde.

Wie umfassend Forscher von der Unterstützung der Koordinationsstelle profitieren, hat im vergangenen halben Jahr auch Henry Keazor erfahren. »Wir hatten uns mehrmals getroffen und überarbeitete Versionen des Antrags bei den nachfolgenden Treffen besprochen.« Der Wissenschaftler konnte die Detailarbeit in der Zwischenzeit getrost Verena Krenberger und ihren Kolleginnen überlassen. Sein Urteil über die Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle: »Außerordentlich schön und produktiv.« Und erfolgreich obendrein.

_ThorstenMohr

Die Koordinationsstelle Nationale Forschungsförderung wurde 2008 eingerichtet. Sie besteht aus Dr. Verena Krenberger, Carola Hodyas und Dr. Sandra Strohbach und ist dem Vizepräsidenten für Forschung und Technologietransfer zugeordnet. Sie bieten unter anderem Informationen über Fördermöglichkeiten, Suche nach passenden Geldgebern, Unterstützung in allen Phasen der Antragstellung sowie Workshops für die einzelnen Fachrichtungen zur fachspezifischen Drittmittellandschaft. Nachwuchswissenschaftler aller Karrierestufen erhalten darüber hinaus Beratung zur Karriereplanung. Kontakt: Tel. (0681) 3024418, E-Mail: forschungsfoerderung(at)univw.uni-saarland.de