Zeitlos unmodisch

Zeitlos unmodisch


Die Universität des Saarlandes hat seit einiger Zeit ein neues Aussehen. Webseiten, Flyer, Briefbögen und nicht zuletzt das Campus-Magazin kommen anders daher als noch vor einiger Zeit. Entworfen hat den neuen Stil, das Corporate Design, die Saarbrücker Werbeagentur Maksimovic & Partners für die Universität. Im Interview erklärt Inhaber Ivica Maksimovic, was hinter dem neuen Aussehen steckt.

Campus: Seit einiger Zeit tritt die Uni nach außen mit einem neuen Design auf. Können Sie uns die Eckpfeiler des neuen Aussehens erläutern? Warum sieht beispielsweise die Webseite so aus, wie sie nun aussieht?

Ivica Maksimovic: Eine moderne, internationale Universität verlangt nach einem Erscheinungsbild, das offen und innovativ zugleich ist. Dazu verbinden wir eine klare Informationsstruktur mit imagebildenden Bildelementen. Eines davon ist die aus dem Logo zum Leben erweckte Eule, eine andere die sogenannte Campuswelt: Studierende, Studium, Uni-Architektur, Ambiente und Licht verknüpfen sich zu einer unverwechselbaren Bildaussage.

Warum braucht eine Institution wie die Uni überhaupt ein Corporate Design?

Das Corporate Design ist Visitenkarte und Imagebroschüre in komprimierter Form. Dadurch werden sehr schnell Eigenschaften wie Charakter, Stärke sowie Ziele und Motivation der Universität vermittelt und Unterschiede zwischen den anderen Universitäten gesetzt. Aus dieser Definition heraus muss, wie schon erwähnt, ein Corporate Design selbstbewusst, modern und glaubwürdig sein.

Welche Produkte hat Ihre Agentur im Zuge der Gestaltung des Uni-Auftrittes neu gestaltet?

Wir haben das wunderbare Eulen-Logo von Robert Sessler modifiziert, damit es auch in digitalen Medien und in extremen Verkleinerungen gut arbeiten kann. Das Herauslösen aus dem Kreis hat zudem die gestalterischen Anwendungsmöglichkeiten des Logos vergrößert und vereinfacht. Auch die Farben und die Hausschrift der Uni wurden neu definiert und dann in allen Bereichen – dem Internetauftritt, den Geschäftspapieren, Visitenkarten, Briefumschlägen, Pressemappen, Power-Point-Präsentationen, Flyer-Systemen und dem Magazin Campus – umgesetzt.

Wie aufwändig ist es, einer Einrichtung wie der Uni ein neues Design zu verpassen? Was steckt dahinter?

Es ist eine große zeitliche und gestalterische Herausforderung. Vergleichbar mit einem Langstreckenlauf: Um das Ziel erreichen zu können, braucht man das Talent, das Wissen aber auch die Energie, es umzusetzen.

Einige Leser und Nutzer kritisieren das Design. Die Schriften seien zu klein, das Aussehen zu minimalistisch, zu kühl. Was sagen Sie zu dieser Kritik? Können Sie den Lesern erklären, worin die Vorteile dieses Designs liegen?

Der Übergang vom alten zum neuen Auftritt war kontrastreich, er musste aber so sein. Was wäre das für ein Neuauftritt, wenn er gar nicht bemerkt würde? Die Universität präsentiert sich nun modern und gestalterisch auf international höchstem Niveau. Dabei haben wir modern nicht mit modisch verwechselt: Wenn die Phase der ersten Kritik überwunden ist, wird das Design als zeitlos gültig erlebt werden.