Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Unternehmen und Institutionen inzwischen selbstverständlich. Das gilt natürlich auch für die Saar-Uni. In vielen Betrieben steht aber vor allem die Förderung der Frauen im Blickpunkt. Und hier unterscheidet sich unsere Universität von den meisten Arbeitgebern. Denn die Saar-Uni bietet auch für junge Väter Unterstützung an und hilft so dabei, eine echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern herzustellen. In der Campus-Titelgeschichte ab Seite 4 können Sie die Beispiele zweier Männer lesen, die ihren Beruf an der Saar-Uni mit ihren Pflichten – und Freuden – als Väter vereinbaren können.

Ebenfalls erfolgreich im Beruf ist Philippe Cossalter. Der 36-jährige Jurist ist in doppelter Hinsicht ein Grenzgänger: Zum einen wohnt er mit seiner Familie weiterhin in seiner Heimatstadt Metz. Des Weiteren beschäftigt er sich mit den Rechtssystemen in Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien. Seit Ende März ist er Professor für französisches Öffentliches Recht an der Universität des Saarlandes und Co-Direktor des Centre Juridique Franco-Allemand. Ihn stellt die Campus-Redaktion auf Seite 22 vor.

In Sachen Internationales ist die Saar-Uni ohnehin ein Aushängeschild in Deutschland. Neu ist an der Uni nun das Programm KomPass, das Studenten und Doktoranden durchlaufen können. Die Teilnehmer können Erfahrungen beispielsweise als Tutor eines ausländischen Kommilitonen sammeln oder eine Schreibpartnerschaft mit einem Ausländer pflegen, um so Kontakte zu knüpfen und kulturelle und sprachliche Fortschritte zu machen. Mehr über das KomPass-Programm lesen Sie auf Seite 19.

In diesem Heft berichtet die Campus-Redaktion außerdem über einen Berufsstand, der dank eines TV-Vorbildes inzwischen zu Berühmtheit gelangt ist: den Rechtsmediziner. Jan Josef Liefers alias Professor Karl-Friedrich Boerne kalauert sich bereits seit Jahren durch den Sektionssaal im »Tatort«. Sein (echter) Kollege Peter Schmidt ist seit Kurzem Leiter der Homburger Rechtsmedizin und unterscheidet sich charakterlich sehr von seinem TV-Kollegen aus Münster. Warum an Schmidts Institut dennoch gute Laune herrscht, lesen Sie auf Seite 20.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr Universitätspräsident Professor Volker Linneweber