Studium finanzieren: Nebenjob, BAföG oder freier Raten-Kredit im Vergleich

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Die Aufnahme eines Studiums ist der Grundstein für eine erfolgreiche, berufliche Zukunft. In der mehrjährigen Studienphase wird das Geld bei vielen Studierenden aber manchmal knapp. Ein Großteil zieht von zuhause aus, muss sich in einer neuen Stadt zurechtfinden und plötzlich stehen Kosten wie Strom und Internetanschluss auf der Rechnung, die es im „Hotel Mama“ noch nicht gab. Auch das Studium selbst kann richtig teuer sein. Neben etwaigen Studiengebühren gibt es z.B. auch Lehrmaterial, das finanziert werden muss.

Im Folgenden werden daher einige Tipps aufgezeigt, wie Studierende den finanziellen Engpass während des Studiums überbrücken können und über mehr Liquidität verfügen.

Nebenjob während des Studiums

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Wer neben dem Studium arbeiten möchte, muss zwar einige Regeln beachten, in der Regel ist dies aber problemlos möglich. An vielen Unis werden die Studierenden sogar aktiv bei der Jobsuche unterstützt.

Besonders attraktiv sind sogenannte Werkstudenten-Jobs, bei denen der Studierende idealerweise schon etwas Praxisluft als Kontrast zum theoretischen Unialltag schnuppern kann. Üblich sind hier Bezahlungen von 10€ bis 15€ pro Stunde.

Sofern man nicht über ca. 9000€ pro Jahr bei einer Werkstudenten-Tätigkeit verdient, ist dieses Einkommen zudem komplett steuerfrei. Darüber hinaus kann man auch einen weiteren Minijob ausüben. Bis zu einem Einkommen von 450€ pro Monat fallen hier auch keine Steuern an.

Insgesamt lassen sich also ca. 14.400€ pro Jahr verdienen, ohne einen Cent Steuern bezahlen zu müssen. Bei einem Stundenlohn von 12,50€ entspricht das allerdings einer wöchentlichen Arbeitszeit von über 20 Stunden! Das ist als Student in der Regel nicht erlaubt. Nur in den Semesterferien dürfen Studierende mehr als 20 Stunden arbeiten.

Freier Raten-Kredit schafft Liquidität

Wer verschiedene Angebote unterschiedlicher Kreditgeber miteinander vergleicht, wird feststellen, dass manche Kredite direkt ausgezahlt werden und andere ratenweise. Letzteres Modell ist für Studierende besonders interessant.

Jeden Monat gibt es einen festen Geldbetrag, der zur Deckung der Lebenshaltungskosten eingesetzt werden kann. Nach Ende der Auszahlungsphase gibt es üblicherweise einen „Ruhezeitraum“, in dem nur ein paar Zinsen anfallen. Dann beginnt die Rückzahlungsphase – typischerweise ebenfalls auf monatlicher Basis.

BAföG-Förderung – (leider) nicht für alle

Im Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz: BAföG) ist festgelegt, dass Studierende finanziell unterstützt werden, sofern gewisse Kriterien auf sie zutreffen.

Insbesondere ein hohes eigenes Einkommen, ein hohes eigenes Vermögen oder ein hohes Einkommen der Eltern werden dabei allerdings zum Knackpunkt.

Ein Antrag lohnt sich aber auf jeden Fall. Zwar wird nicht in jedem Fall der volle Satz gewährt, aber auch ein paar Euro mehr in der Tasche können schon attraktiv sein.

Besonders genial: Die BAföG-Förderung muss nicht in vollem Umfang zurückgezahlt werden!