Auf dem Weg zur perfekten Abschlussarbeit. So klappt’s mit dem akademischen Werk

Die Studienzeit ist eine Lehrzeit. Eine Lehrzeit inhaltlicher und praktischer Natur. So lernt ein jeder natürlich die Themenbereiche, Forschungsschwerpunkte und Sprecher seines Faches kennen. Darüber hinaus werden – fast schon unmerklich – Methoden geschult: Wie werden Skripte lernfähig aufbereitet? Welche Vorbereitungen sind für ein Referat nötig? Wie konzipiere ich eine Hausarbeit? All diese Fragen werden im Laufe des Studiums beantwortet.

Einerseits sollen die Antworten auf diese Fragen auf den späteren Job vorbereiten, doch kurz davor liegt noch eine wahre Mammutaufgabe, die es zu bewerkstelligen gilt: die Abschlussarbeit. Das furchteinflößende, akademische Ungetüm, das Studierende zum Ende ihrer Universitätslaufbahn erwartet, ist aber gar kein so großer Feind. Mit ein paar einfachen Grundregeln lässt es sich gut meistern.

Schritt 1: Das Thema

Abbildung 1: Die Themenfindung ist der erste Schritt auf dem Weg zur Abschlussarbeit. Wer bereits während des Studiums Ideen notiert, fängt nicht bei null an, wenn die Abschlussarbeit ansteht.

Viele Studenten führen bereits während ihres Studiums eine Themenliste. Darauf ist vermerkt, worüber sie irgendwann einmal schreiben möchten. Wer eine solche Liste pflegt, hat es mit der Themenfindung einfacher. Andere haben weniger kognitive Vorarbeit geleistet, kennen ihr Metier aber so gut, dass sie bereits eine Lücke entdeckt haben, die es zu beschreiben und zu dokumentieren gilt. Mit dem passenden Professor an der Seite geht es nahtlos weiter mit Schritt 2.

Praxistipp: Auch wenn viele eine grundsätzliche Scheu vor Themen haben, die noch nicht thematisiert wurden, ist das eigentlich ein großer Vorteil. Hier ist mächtig viel Eigeninitiative möglich und auch nötig. Anstatt Schlussfolgerungen aus einer anderen Arbeit zu zitieren, geht es nun darum, eigene Schlüsse zu ziehen. Das ist inhaltlich wertig und zeigt, dass das Studium Früchte getragen hat.

Schritt 2: Die Recherche

Zugegeben, die erste große Herausforderung naht. Bei der Recherche des gewählten Themas geht es nun nämlich nicht darum, das Thema so aufzubereiten, dass man für eine Prüfung gerüstet ist. Bei der Recherche für eine Abschlussarbeit geht es vielmehr darum, rund um die Forschungsthese herum zu recherchieren. Welche Thesen, Antithesen, Kritiker und auch Fürsprecher gibt es? Lassen sich deren Meinungen auf einen wissenschaftlichen Ansatz zurückführen? All diese Ansätze sind möglich, denkbar und sinnvoll, um passende Fachliteratur zu recherchieren. Ausgangspunkt der Recherche sind meist längere Besuche in der Bibliothek.

Praxistipp: Besonders rasch klappt es mit der Abschlussarbeit, wenn die gelesene Literatur gut aufbereitet wird. Das heißt nicht, dass jedes Detail auswendig rekapitulierbar sein muss. Das heißt vielmehr, dass ein einfaches Schubladensystem dazu taugen kann, Inhalte und Arbeit gleichermaßen zu strukturieren. So kommen aktuelle Ansätze, neue Denkanstöße ins Fach „Einleitung“, denn auch der Student selbst möchte sich hier einreihen und einen neuen Denkanstoß zum Thema liefern. Im Weiteren gibt es recherchierte Inhalte, die in die Schublade der Thesen und der Antithesen passen. Entsprechende wissenschaftliche Artikel passen bestens hierzu.

Abbildung 2: Während der Recherchephase gilt es wissenschaftliche Literatur in der Bibliothek zu wälzen. Auch in aktuellen Zeitschriften kann es interessante Aufsätze zum Thema geben.

Schritt 3: Das Zeitmanagement

Dieser Schritt ist keineswegs wissenschaftlich, aber eine wichtige Grundvoraussetzung, um die Abschlussarbeit auch im vorgegebenen Zeitrahmen zu Ende zu bringen. Idealerweise sollte in diesem Schritt ein Zeitplan entstehen, der auf den finalen Abgabetermin abgestimmt ist.

Praxistipp: Wer den Tag X weiß, an dem die Abschlussarbeit vorliegen muss, sollte die gedankliche Deadline vier Wochen vorher setzen. Nun heißt es zurückzurechnen. Acht Wochen Korrekturphase sind gut umsetzbar. Damit liegen bereits drei Monate zwischen dem Beginn der Korrekturphase und dem Abgabedatum. Wie schnell das Schreibwerk entstehen kann, hängt natürlich von den individuell verfügbaren Zeitkapazitäten ab. Ganz egal, ob aufgrund anderer Verpflichtungen wenig oder viel Zeit verfügbar ist, am effizientesten funktioniert das Schreiben der Abschlussarbeit, wenn Arbeitsblöcke kreiert werden, die zu den Gliederungspunkten passen.

Schritt 4: Das Schreiben

Ambitioniert, innovativ und aufgeweckt – so sollte jeder Student ans Werk der Abschlussarbeit gehen. Und mit dieser Stimmung darf auch die Einleitung geschrieben sein, die von Neugier, wissenschaftlichem Wissendrang und Lebendigkeit zeugen darf. Geschafft? Dann Pause!

Praxistipp: Wie groß die Schreibblöcke sind, das muss jeder Student für sich selbst entscheiden. Während die einen ganze Gliederungspunkte in einem Rutsch schreiben können, brauchen andere pro Argumentation mit These, Antithese, Begründung und Fazit einen Schreibblock. Ein großes Flipchart hilft dabei, die Schreiberfolge festzuhalten – und kann motivieren oder auch anschieben.


Abbildung 3: In der Schreibphase und während der anschließenden Korrekturphase sind Nervenstärke und Durchhaltevermögen gefragt.

Schritt 5: Die Korrekturphase

Es gibt mehrere Detailarbeiten, die zur Korrekturphase zählen: Zum einen gilt es einen versierten Korrektor oder Lektor zu finden. Hier sollten die Spielregeln im Vorfeld definiert werden: Wer einen fachlich versierten Lektor ins Boot holt, kann auch auf inhaltliche Korrekturen hoffen. Dieser Prozess ist allerdings deutlich länger als die reine Korrektur. Bei der Korrektur geht es um Grammatik, Zeichensetzung und die klassische Deutschkorrektur.

Praxistipp: Was einst noch kaum einer beachtet hat, ist heute einer der wichtigsten Faktoren beim Anfertigen der Abschlussarbeit. Die Rede ist von der Überprüfung der Einzigartigkeit der Texte. Der einfachste Weg ist dabei die Plagiatsprüfung Online. Sie stellt schnell und zuverlässig sicher, dass keine Passage der Abschlussarbeit zufällig, unbeabsichtigt oder aufgrund mangelnder Schreibfähigkeit als Plagiat zählt.

Das Finale

Nach Einarbeitung der Korrekturen darf die Abschlussarbeit gedruckt, gebunden und abgegebenen werden. Nun folgt die spannende Zeit des Wartens, was die Arbeit für eine Note einbringt.

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