Karrierepfade: Wie lande ich einen Job in der iGaming-Industrie?

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Im heutigen Zeitalter sind alle Berufe, die etwas mit Technologie und Internet zu tun haben, vielversprechend. Denn das World Wide Web bietet nach wie vor herausragendes Entwicklungspotential und mannigfaltige Karrieren, in denen frische Uniabsolventen ihr Glück suchen können. Besonders beliebt sind derzeit Stellen in der iGaming-Industrie – sicherlich auch, weil einige Abgänger danach streben, ihr Hobby (Zocken) in irgendeiner Form zum Beruf zu machen. Sie entwickeln dann beispielsweise neue Spielautomaten für CasinoEuro und Co. oder erarbeiten eine internationale Marketingstrategie für eSports-Teams. Dies lässt auch schon im Ansatz erkennen, dass unterschiedliche Wege zu einer Karriere in diesem Sektor führen können. Dieser Artikel skizziert ein paar denkbare Pfade.

Jobs im Backend: Chancen als Programmierer

Ohne Programmierer herrschte im Internet vermutlich gähnende Leere. Sie sind einer der wesentlichsten Bestandteile der heutigen iGaming-Industrie und finden vermutlich überall eine Stelle, in der sie unterkommen können. Doch auch wenn Programmierer im Allgemeinen stark gefragt sind, lohnt es sich, sich vor der Konkurrenz mit einer spezifischen Ausbildung zu profilieren. An manchen Universitäten oder Hochschulen gibt es bereits Studiengänge, die eigens auf das Erschaffen von Videospielen ausgerichtet sind. Auch reguläre Programmier- oder IT-Studiengänge verfügen bisweilen über spezialisierte Module. Dies sollten Interessenten insbesondere beachten, wenn sie sich für einen Studienplatz entscheiden. Manchen Studenten kommt aber erst während des Studiums die Idee, im iGaming-Sektor arbeiten zu wollen. Wenn der Studiengang dann nicht extra darauf zugeschnitten ist, gibt es immer noch die Möglichkeit einer Summer School.

Im Kontakt mit der Außenwelt: Marketing und PR

Ein gutes Spiel verkauft sich nicht von selbst – schließlich gehört immer noch ein wenig Strategie dazu, dass etwas wirklich viral wird. Und hier offenbart sich häufig die Schwäche eingefleischter Programmierer: Sie sind nicht gerade Profis darin, wenn es darum geht, ihr Produkt zu vermarkten oder zu netzwerken. BWL-Studierende mit einem Faible für Computerspiele können deshalb ganz leicht im iGaming-Sektor Fuß fassen, indem sie sich für eine Karriere im Marketing entscheiden. Ausschlaggebend sind auch hier einschlägige Erfahrungen mit der Materie selbst. Zusätzlich zu seinem Studium sollte der Kandidat idealerweise Praktika in iGaming-Betrieben vorweisen können oder wiederum spezialisierte Module besucht haben. Ähnlich wie die Lage der BWL-Studierenden ist übrigens die der Kommunikationswissenschaftler und Kommunikationswissenschaftlerinnen: Auch sie werden dringend gebraucht, wenn es etwa darum geht, das Image eines eSports-Teams korrekt zu positionieren.

iGaming für Quereinsteiger

Dem Klischee nach sind im iGaming-Sektor eine Menge Nerds versammelt. Der Vorteil daran: Sie wissen, wie es ist, „anders“ zu sein und sind deshalb offen gegenüber Kandidaten mit den unterschiedlichsten Hintergründen. Auch Ethnologen oder sonstige obskure Studiengänge können deshalb als Quereinsteiger Karriere machen. Klug ist es in diesem Fall, in relativ qualifikationsfreien Positionen wie dem Service einzusteigen und sich dann von dort aus hochzuarbeiten. Wie immer wird der Wille zur nischenspezifischen Bildung belohnt: Selbst wenn der ursprüngliche Studiengang am Ende nichts mit dem Traumberufsfeld zu tun hat, gibt es immer Möglichkeiten für eine Zusatzqualifikation.

Derzeitige Prognosen deuten darauf hin, dass sich der iGaming-Sektor in nächster Zukunft nur noch stärker entwickeln wird. Wer sich also in diesem Bereich sieht, der sollte mutig voranschreiten!