Studienratgeber für Eltern: Passt das Studium zur Persönlichkeit meines Kindes?

 
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Nicht zuletzt die Bologna-Reform hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass mit der Differenzierung zwischen Bachelor und Master nicht nur Studierende, sondern auch Eltern die Übersicht über Fächer, Qualifikationen, Zusätze und Abläufe verloren haben. So stellen sich Eltern zunehmend die Frage, ob ihr Kind im Studium oder in der Ausbildung besser aufgehoben ist. Sie möchten den Start in ein eigenständiges Leben so harmonisch wie nur möglich gestalten.

Immer mehr Eltern fragen sich, ob ihr Kind besser in einer Ausbildung oder im Studium aufgehoben ist. Einige Berufsgruppen sind unumgänglich an ein Studium gebunden, wie zum Beispiel Lehrer, Ärzte oder Anwälte. Gerade wenn direkt nach dem Schulabschluss noch kein konkreter Berufswunsch im Raum steht, kann es sinnvoll sein, gemeinsam über die Bildungswege zu sprechen. Welche Ausbildung passt am besten zur Persönlichkeit des Kindes passt und, wie lässt sich dieser Weg finanzieren?

Studium versus Ausbildung

Beide Bildungswege sind mit Vorteilen und Nachteilen behaftet, wie zum Beispiel eine erhöhte Flexibilität und verbesserte Aufstiegschancen durch ein Studium oder ein schneller Weg in die finanzielle Freiheit sowie feste Strukturen auf dem Weg in die Ausbildung. Dagegen bietet die Ausbildung nur limitierter Karriere-Aussichten. Das Studium verursacht im Vergleich enorme Kosten, die bei der Ausbildung abgedeckt sind. Die Frage nach den Kosten sollte jedoch nicht den ausschlaggebenden Grund darstellen, warum sich eine Familie gegen ein Studium entscheidet. Mittlerweile gibt es vielfältige Wege, staatliche Unterstützungen und Zuschüsse zu bekommen, um den gewünschten Bildungsabschluss zu erzielen.

Was kosten Studienbeginn und Wohnungseinrichtung?

Ein finanzielles Grundgerüst beherzigt nicht nur die laufende Bezahlung der Nebenkosten, sondern auch den Start in die Selbstständigkeit fernab der elterlichen Wohnung. Hierbei gilt es die wichtigsten Punkte zu bedenken, die schnell hohe Kosten nach sich ziehen. Eine erste Ausstattung für eine Wohnung ist vielleicht keine kostengünstige Lösung. Dennoch ermöglicht dies den Start für einen jungen Menschen, der seinen Weg möglichst schnell und reibungsfrei in ein Studium schafft.

Hier sind die Eltern erfahrene Partner, die gemeinsam mit ihren Kindern die nächsten Anschaffungen planen, um sie zielgerichtet finanziell zu unterstützen. Zu den grundlegenden Ausgaben bei der Wohnungsausstattung, gehören neben den Möbelstücken Elektrogeräte, wie zum Beispiel eine Spülmaschine. Diese Elektrogeräte bieten sich in mehreren Preiskategorien mit individuellen Extras an, was einen sparsamen Betrieb, ein einfaches Handling und vor allen Dingen eine platzsparende Stellfläche verspricht.

Was wird das laufende Studium kosten?

Dennoch ist es möglich, bares Geld zu sparen, einige der Ausgaben genauestens zu kalkulieren und nach Alternativen suchen. So gibt es möblierte Wohnheime und Zimmer, die bereits die Basics der Wohnungseinrichtung und Möbelstücke mitbringen. Hier ziehen Erstsemester mit einem Koffer voll Kleidung und Studienmaterialien ein, um kostengünstig und ohne große Ausgaben mit dem Studium zu beginnen.

Nicht zu vernachlässigen sind die laufenden Fixkosten, wenn es um den Kauf der Studienmaterialien, Bücher und Software geht. Oftmals unterschätzen Studierende diese Kosten, die das monatliche Budget in seine Schranken weisen. Obgleich jede Universität in ganz Deutschland ein wirklich gut funktionierendes und digital vernetztes Bibliotheksnetzwerk bietet, das all seinen Studierenden die Chance gibt, die Hausaufgaben, Vorbereitungen und die Recherche vor Ort in der Universität zu erledigen, ohne sich mit teuren Büchern auszustatten.

Andere Studienfächer, wie zum Beispiel Jura, Medizin oder Pharmazie, bringen eine Literaturliste vorab heraus, die schon vor Studienbeginn einen ersten Eindruck von den anfallenden Kosten liefert. Fehlt noch der passende Laptop? Gute Nachrichten: Zahlreiche Hersteller sichern sich mit den Studenten eine wachsende Zielgruppe der nächsten Generation und bieten ihre Geräte mit einem Studien-Rabatt von bis zu 30 % an.



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Wie lässt sich das Studium finanzieren?

Der klassische Weg, ein Studium zu finanzieren, bildet das Bafög. Nach dem aktuellen Stand 2017 setzt sich der Grundbedarf für Studierende aus 399 € zusammen zuzüglich einer Wohnpauschale in Höhe von 250 € und einem Zuschlag zur Krankenversicherung über 86 €. Grundsätzlich kommen wir auf einen potentiellen Höchstsatz von 735 €. Einen Sonderzuschlag erhalten Studierende mit Kind, denn sie erhalten eine finanzielle Unterstützung bei der Betreuung in Höhe von 130 € pro Kind. Zudem gibt es Universitäten, die im direkten Anschluss zu den Wohnheimen oder in der Nähe der Universität spezielle Kitas organisieren und sich auf die Betreuung der Kinder von Studierenden konzentrieren.

Wem der Weg zum Bafög verwehrt bleibt und wer dennoch nicht die finanziellen Mittel für ein Studium hat, der sollte sich mit der Thematik der Studienkredite und Förderkredite auseinandersetzen. Darunter sind spezifische Darlehen zu verstehen, die speziell auf Auszubildende und Studierende abzielen. Die ersten Raten fallen erst nach dem Studium zu günstigen Zinsen an.

Gründliche Vorüberlegungen: Ablauf von Studium und Ausbildung

Zunächst entstehen nicht nur im Abschluss, sondern auch im Ablauf der beiden Bildungswege grundlegende Unterschiede. So stehen Studenten relativ flexibel auf ihren eigenen Beinen, um die Recherche und das Studium zu organisieren und alle Prüfungen am Ende des Semesters zu bestehen. Eingangs stellen sich die Erstsemester ihren Stundenplan zusammen und jonglieren mit Seminaren, Vorlesungen und Übungen.

Hier bieten Studienberater und Dozenten vor Ort eine wichtige Unterstützung, was hilft, die geläufigen Fehlerquellen zu umgehen. Im Gegensatz dazu unterliegt die Ausbildung einem festgelegten Ablauf bestehend aus einem praktischen Teil im Betrieb und einem theoretischen Teil in der Berufsschule mit einem festen Stundenplan. In der Entscheidungsfindung sollten Eltern und Kinder gründlich und frühzeitig über die unterschiedlichen Bildungswege sprechen, um bestens informiert und vor allen Dingen selbstsicher in das Leben zu starten.