Studium und Selbstständigkeit: Online-Business als Nebenjob

Ein Studium ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Wer daneben noch Geld verdienen muss, sollte ein Online-Business in Betracht ziehen.

Das Studium ist die schönste Zeit, so erzählen viele ehemalige Studenten, die längst sicher im Berufsleben stehen. Nächtelanges Lernen mit Kommilitonen, gemeinsame Projektarbeiten an Wochenenden und lustige Kochabende in der WG mit gelegentlichen Ausflügen in das studentische Nachtleben. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Studieren ist heutzutage anstrengender geworden, die Tage sind vollgestopft mit Vorlesungen, Seminararbeiten und Lernzeiten. Wer nicht von Tag 1 an auf das Ziel fokussiert ist, der geht in der Fülle der Anforderungen schnell unter.

Daneben kostet ein Studium Zeit, Energie und viel Geld. Jeden Monat müssen Studenten ihre Unterkunft bezahlen und generell für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Studiengebühren belasten die Studenten zusätzlich. Die Anzahl derjenigen, die von ihren Eltern abhängen, ist groß. Und auch Vater Staat unterstützt die Studenten mit Studienkrediten und BAföG Leistungen. Allerdings bedeuten der Bezug von BAföG Leistungen genauso wie die Kreditaufnahme bei der KfW, bereits im Studium Schulden zu machen. Das erhöht den Druck, der ohnehin schon auf den Studierenden lastet.

Ausweg Selbstständigkeit: Nebenbei Geld verdienen

Studenten mit einem Sinn fürs Geschäft haben die nebenberufliche Selbstständigkeit für sich entdeckt. Sie arbeiten neben dem Studium und verdienen sich nicht nur abends und am Wochenende etwas dazu. Mit einem Online-Business verdienen sie sogar Geld, wenn sie im Hörsaal sitzen. Wie kann das funktionieren?

Produkte statt Dienstleistungen

Ein Schlüssel zu einem laufenden Umsatz im Online-Business ist der Vertrieb von Produkten. Wer nämlich stattdessen sich und seine Dienstleistung verkauft, der ist wesentlich unflexibler. Im Grunde verkauft er nämlich die eigene Zeit und muss selbst arbeiten, um Geld zu verdienen.
Alles, was hingegen rund um ein Produkt passiert, kann prinzipiell von einer Person abgekoppelt werden. Waren können in einem Onlineshop auch dann bestellt werden, wenn der Betreiber nicht anwesend ist. Der Versand lässt sich automatisieren, auch die Rechnungsstellung wird mit der richtigen Programmierung im Onlineshop automatisch geschrieben, verschickt und per Mausklick verbucht.
Was der Internetriese Amazon mit seinem riesigen Bauchladen praktiziert, lässt sich auch im kleinen Stil realisieren. Was nötig ist, ist eine zündende Idee, eine sauber programmierte Website und ein gutes Marketingkonzept.

Die eine, zündende Idee gibt es nicht. Erfolg lässt sich planen.

Verkaufen lässt sich fast alles, es kommt aber darauf an, mit welchem Aufwand und mit welchen finanziellen Mitteln das gelingt. Wichtig ist, eine Geschäftsidee sauber auszuarbeiten, sich für ein oder mehrere Produkte zu entscheiden und diese dann über die richtigen Kanäle zu vermarkten. Wer ist die Zielgruppe? Wie lassen sich die Kunden am besten erreichen? Mit welchem Konsumentenverhalten ist zu rechnen? In der Theorie lassen sich mit Hilfe des Instituts für Konsum- und Verhaltensforschung sicher Lösungsansätze finden, die dabei helfen, die passende Strategie zu entwickeln.
 

Auch Mundpropaganda ist ein wirkungsvolles Mittel, um den Absatz anzukurbeln.

Professionell vermarkten

Produkte lassen sich online optimal präsentieren. Eine Website mit einem Shop ist ideal, um die Waren von ihrer besten Seite abzulichten und treffend zu beschreiben. Die Fotos sollten mit einer guten Kamera gemacht werden und das Produkt von mehreren Seiten zeigen. Wer sich ein wenig mit der Materie auskennt, der entwirft ein Set und präsentiert die Waren ansprechend. Diese Aufgabe gelingt meistens noch in Eigenregie oder mit der Unterstützung von Freunden. Ebenfalls wichtig sind die Texte auf der Website. Dabei geht es nicht nur um die Produktbeschreibungen, sondern um das ganze drumherum auf der Website:


•    Die Startseite muss optisch und inhaltlich stimmig sein. Sie ist der erste Eindruck, den Besucher vom Shop erhalten.
•    Ein aktiver Blog, der regelmäßig erweitert wird, ist hilfreich, um die User zu informieren. Das sorgt außerdem dafür, dass die Seite in den Suchmaschinen positiv auffällt, weil offensichtlich Aktivität herrscht.
•    Wettbewerbe, Rabattaktionen und Boni sind Dinge, die Kunden interessieren. Und wenn Kunden interessiert sind, besuchen sie die Website. Das erhöht die Chance auf Verkäufe.
 

Es gibt Millionen von Shops im Internet. Damit der eigene Shop gefunden wird, muss die Website optimiert sein.

Klappern gehört zum Handwerk

Der beste Shop mit dem tollsten Produkt nützt nichts, wenn niemand davon erfährt. Wie gelingt es nun, den Shop bekannt zu machen? An dieser Stelle können mehrere Dinge getan werden. Diese drei sind die Klassiker:


•    Eintrag des Blogs in vielen Blogverzeichnissen
•    Werbung im Freundeskreis machen und auf Social Media Kanälen posten
•    Online Anzeigen schalten


Zugegeben, es dauert eine ganze Weile, bis ein Online-Business bekannt wird und Umsätze generiert, die einen regelmäßigen Beitrag zum Lebensunterhalt leisten. Schwierig ist es für all diejenigen, die vom Online Marketing (noch) nichts verstehen. Mit Blick drauf ist es ratsam, ein wenig Geld zu investieren und ein Marketingbüro mit ins Boot zu holen, die den Shop auf Erfolgskurs bringen.

Das kann professionelle Unterstützung leisten

Eine Website sollte nicht nur gut strukturiert sein und ein ansprechendes Design vorweisen, sondern sich auch nach den herrschenden SEO-Vorgaben richten. Damit gelingt es leichter, die Website in den Suchergebnissen weit nach oben zu bringen. Gezielte Werbung mit AdWords ist ebenfalls ein mächtiges Werkzeug, das neue Kunden in den Shop führt.
Welche Optimierungsschritte auf dem Weg zum Erfolg zu gehen sind, lässt sich nur in einem individuellen Beratungsgespräch ermitteln. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht.
Erste Anlaufstellen für fundierte Grundlagen sind passende Seminare in der Uni wie zum Beispiel Marketingmanagement, doch wenn es um spezifische Schritte geht, dann braucht es auch spezifische Informationen.

Tipp: Wer ein knappes Budget hat, kann sich online und offline umfassend mit dem Internetmarketing befassen.  Grundlagen zu AdWords Kampagnen beispielsweise sind online kostenfrei verfügbar. Und auch die Kommunikation in Foren zum Thema Marketing ist hilfreich, um mit den Tipps anderer Händler den eigenen Shop zu einer lukrativen Nebenerwerbsquelle zu machen.

Fazit: Erst Konzept erstellen, dann starten

Um mit einem online Produktvertrieb Erfolg zu haben, ist ein stimmiges Konzept das A und O. Die Idee muss durchdacht und ausgereift sein, um nicht ungesehen im Internet zu verpuffen. Wer sich den Marketing-Kraftakt nicht selbst zutraut, setzt auf professionelle Unterstützung.

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