Ankommen in Saarbrücken: Welche bürokratischen Pflichten stehen an?

Bildquelle: Fotolia.com

Wer neu an einer Universität und in einer Stadt ist, sieht sich vor eine große Herausforderung gestellt. Man freut sich auf die eigene Wohnung und die Studienzeit mit neuen Freunden, muss allerdings auch den Umstieg vom Hotel Mama auf die eigene Organisation bewältigen.

Dieser Artikel gibt zukünftigen Studenten bzw. Erstsemestern einen Überblick über die bürokratischen Pflichten, die in der neuen Stadt anstehen. Diese Pflichten umfassen nicht nur die universitären Formalien, sondern auch Formalien im städtischen und privaten Bereich. Darüber hinaus gibt der Artikel einige nützliche Hinweise, wie der Start ins neue Leben am besten gelingt.

Einwohnermeldeamt, Bafög und Co.

  • Einwohnermeldeamt: Wer eine Wohnung neu bezieht, muss dies dem Einwohnermeldeamt mitteilen und zwar innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug. Hält man sich nicht an diese Frist, begeht man eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern bestraft werden kann.
  • Bafög: Die neue Adresse muss auch der Hochschulverwaltung sowie dem Bafög-Amt mitgeteilt werden.
  • Post: Wer wichtige Dokumente, die an die alte Wohnungsadresse gesendet werden, nicht verpassen möchte, sollte einen Nachsendeauftrag (für sechs oder für zwölf Monate) stellen.
  • Auto: Wer ein Auto besitzt, muss die Kfz-Versicherung über den Umzug informieren. Auch muss man sich an die Zulassungsstelle wenden. Das Straßenverkehrsamt ändert die Daten im Fahrzeugschein und -brief. Tipp: All das beansprucht viel Zeit und Nerven, die an anderer Stelle fehlen. Ein privater Dienstleister wie Kroschke übernimmt Zulassungsangelegenheiten rund ums Auto.
  • Banken: Es gilt, die neue Adresse der Bankfiliale mitzuteilen. In diesem Zusammenhang kann man auch über den Wechsel zu einer ortsansässigen Bankfiliale nachdenken. So kann man eventuell von besseren Konditionen profitieren.
  • Rundfunkbeitrag: Auch der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (ehemals GEZ) muss über die neue Anschrift in Kenntnis gesetzt werden.
  • Stromanbieter: Entweder man informiert den alten Stromanbieter über die neue Adresse oder man kündigt den alten Vertrag und wechselt zu einem günstigeren Anbieter.
  • Versicherungen: Sämtliche Versicherungen müssen über die neue Anschrift in Kenntnis gesetzt werden. Es sollte auch geprüft werden, ob sich der Umzug auf die Bedingungen des Versicherungsschutzes auswirkt. Eine größere Wohnung bedeutet beispielsweise einen höheren Betrag bei der Hausratversicherung.
  • Zeitung: Zeitungs- und Magazin-Abos müssen auf die neue Adresse umgestellt oder vor dem Umzug (fristgerecht) gekündigt werden.

 

Welche Kosten fallen an und wie decke ich diese?

Auch die Finanzplanung nimmt eine wichtige Rolle beim Start in das Studentenleben ein. Als aller erstes muss man sich Gedanken darüber machen, wie viel Geld man benötigen wird und wie viel Geld einem zur Verfügung steht. Am besten, man greift zu Stift und Papier und macht eine Kostenaufstellung. Dabei sollten vor allem die folgenden Punkte Beachtung finden:

  • Studiengebühren (+ Semesterticket)
  • Miete
  • Lernmaterial
  • Nahrungsmittel
  • Versicherungen
  • Kleidung
  • Rundfunkgebühren
  • Telefon und Internet

 

Durch eine derartige Finanzplanung behält man das eigene Budget stets im Auge und man weiß auch während des Studiums, wie viel man ausgeben darf und wie viel nicht. Nachdem man die Kosten und das zur Verfügung stehende Geld kalkuliert hat, muss man weitere Möglichkeiten für die Kostenabdeckung in Betracht ziehen. Eine Möglichkeit besteht darin, Bafög zu beantragen. Im Internet gibt es sogenannte Bafög-Rechner, mit denen man den Bafög-Satz ermitteln kann.


Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit ist das Wohngeld. Auch dieses muss frühzeitig beantragt werden. Auch ein Studienkredit kann sinnvoll sein und die Möglichkeit eines Stipendiums sollte in Betracht gezogen werden. Für letzteres kann man sich bewerben. Viele Studenten haben einen Nebenjob. Die Möglichkeiten sind hier nahezu unbegrenzt. Man kann als Kellner arbeiten, Pizza ausliefern, als Animateur im Freizeitpark arbeiten usw.

Gut zu wissen: So lange man an der Universität eingeschrieben ist und über einen gültigen Studentenausweis verfügt, hat man die Möglichkeit, von zahlreichen Vergünstigungen zu profitieren. Studentenrabatte gibt es beispielsweise bei Handy- und DSL-Tarifen sowie in den Bereichen Computer und Reisen. Auch Amazon, Spotify und andere Anbieter haben solche Vergünstigungen im Sortiment.

„Aller Anfang ist schwer“

Beim Umzug in eine neue Stadt spielt die Psychologie eine wesentliche Rolle. Es ist völlig normal, wenn der Neuanfang Panik auslöst. Man sollte sich von dieser Panik jedoch nicht unterkriegen lassen. Stattdessen gilt es, die Ängste zuzulassen und sich mit der Familie und den Freunden über diese auszutauschen. Auf diese Weise packt man das Unterfangen Studienbeginn gestärkt an.

Zudem kann es hilfreich sein, sich Murphy’s Gesetz vor Augen zu halten. Dieses besagt, dass das, was schiefgehen kann auch schiefgeht. Behält man diese Weisheit im Hinterkopf, reagiert man gelassener auf mögliche Probleme.

Saarbrücken erkunden und kennenlernen

Wer richtig in Saarbrücken ankommen möchte, sollte die Stadt möglichst früh und ausgiebig erkunden. Wo mache ich meinen Wocheneinkauf? Wo ist die nächste Bäckerei? Wo ist ein guter Treffpunkt für Studenten und Gleichgesinnte? Man sollte sich die Wege zu diesen Örtlichkeiten gut einprägen.

Auch die GPS-Funktion des Smartphones hilft einem dabei, sich in der neuen Stadt zurechtzufinden. Über die Funktion „Erkunden“ kann man viele interessante Orte in Saarbrücken kennenlernen. Und das Beste ist: Nicht nur die Orte, sondern auch die Menschen, die man hier trifft, sind sehr interessant. Das Wagnis lohnt sich in jedem Fall!